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Ostprignitz-Ruppin Die „12 Tenöre“ begeistern in Neuruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Die „12 Tenöre“ begeistern in Neuruppin
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13:13 07.02.2016
Wie eine Raubkatze: Alexander aus Nürnberg gibt mal den Clown, mal den rockigen Casanova. Das Publikum liebt ihn dafür. Quelle: Regine Buddeke
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Neuruppin

Sie sind jung, sie sehen gut aus, sie haben Charme ohne Ende. Und zu allem Überfluss können sie auch noch singen! Schon ein Tenor schafft es, die Frauenherzen zu betören. Was wenn es ganze zwölf sind? Die Pfarrkirche ist am Sonnabend brechend voll, als mit einem donnernden „Oh Fortuna“ aus Orffs Carmina Burana der Abend beginnt. Mehr als 600 Zuhörer sind gekommen – und nicht nur Frauen – um den „12 Tenören“ zu lauschen.

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O sole mio, La Donna e Mobile, Bohemian Rhapsody, Der kleine grüne Kaktus oder Time to say Goodbye: die 12 Tenöre singen es mit Charme und Schmackes. Das Publikum liegt ihnen zu Füßen.

Die sympathischen Jungs kommen aus aller Herren Länder: Kanada und Polen, Australien, Deutschland und Österreich, Schottland, Irland und dem guten alten England. Und aus der Stadt der Bratwürste und Lebkuchen, grinst Alexander verschmitzt, der in pfundiger Leibesfülle den Spaßmacher gibt. Er nimmt sein Gewicht augenzwinkernd und mit fröhlicher Ironie – und schlüpft alsbald in die Rolle des Casanovas. Wie eine geschmeidige Raubkatze schleicht er mit lockerem Hüftschwung über die Bühne, zieht lasziv die Brauen hoch, lässt ein animalischer Knurren ertönen und wirft Küsschen ins kichernde Publikum. Das ohnehin schon schwer angetörnt ist angesichts der goldenen Stimmen, die da aus zwölf Kehlen fließen.

Ob „La Donna e nobile“, „Hallelujah“ oder „Kalinka“ – die Tenöre, von denen manche in echt erstaunliche Basstiefen hinunter reichen, lassen nichts aus, was ohrwurmträchtig ist. „Jetzt folgt ein Song der ersten Boygroup der Welt“, wird verkündet. Das waren immerhin Deutsche und der „Kleine grüne Kaktus“ der Comedian Harmonists lässt keine Wünsche offen.

Aber auch rockig-poppig können die Goldkehlchen: „Ohne dich“ von der Münchner Freiheit, „Heal the world“ von Michael Jackson, „Music was my first love“ von John Miles. Ein paar italienische und spanische Schnulzen und das Publikum ist vollends von den Socken. Zumal es bei „My, My, My Delilah“ auch noch laut mitsingen darf. Hin und her schunkeln die Reihen, Augen leuchten beseelt, auf dem Rang werden erste Feuerzeuge geschwenkt, bevor zur Pause eingeläutet wird, die das Publikum bitte zum Trinken nutzen soll. „Je mehr ihr trinkt, desto besser klingen wir“, verspricht einer der Sänger. Nun ja, das ist Understatement pur. Auch so ist an der Show nichts auszusetzen.

„Wir geben heute wirklich alles für sie“, presst der pfundige Casanova heraus. „Alles live – selbst wenn wir uns versingen oder vertanzen“, animiert er die Fans zu ohrenbetäubendem Jubel. „Walking in memphis“, „Only you“, ein James-Bond-Soundtrack-Medley – all dies gerät bei den Jungs zu stimmgewaltigen Hymnen, solistisch beeindruckend, der Background nicht weniger. Der Clou ist Queens „Bohemian Rhapsody“. Nicht nur, dass einer der Sänger Freddie Mercury täuschend ähnlich sieht, ein weiterer schafft es überdies, auch stimmlich nahezu an die unvergessene Vorlage heranzukommen. Dass der Chorus den Background perfekt imitiert, ist das I-Tüpfelchen. Das Finale gerät zur großen Hymne: Bei „Time to say goodbye“ leuchten Handys und Feuerzeuge. Dafür, dass die Damen noch etwas zum Träumen bekommen, sorgt der Oben-Ohne-Gesang eines Tenors.

Von Regine Buddeke

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