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Die Anklage gegen zwei Feuerteufel steht

Lindow/Neuruppin Die Anklage gegen zwei Feuerteufel steht

Die zwei Lindower, die im vergangenen Jahr mindestens fünf Brände in dem kleinen Städtchen gelegt haben sollen, sollen für mehrere Jahre hinter Gitter. Das will jedenfalls die Staatsanwaltschaft erreichen, die jetzt beim Landgericht Neuruppin Anklage gegen die 23 und 30 Jahre alten Männer erhoben hat.

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Der Staatsanwalt will für die Feuerteufel eine mehrjährige Haftstrafe beantragen.

Quelle: dpa

Neuruppin/Lindow. Den zwei 23 und 30 Jahre alten Männern aus Lindow, die im vergangenen Jahr in dem kleinen Städtchen wenigstens fünf Brände gelegt haben sollen, droht eine mehrjährige Freiheitsstrafe. Das will zumindest die Staatsanwaltschaft Neuruppin erreichen, die jetzt Anklage beim Landgericht Neuruppin erhoben hat. Dieses ist bei Strafprozessen für Fälle zuständig, bei denen eine Freiheitsstrafe ab vier Jahren aufwärts zu erwarten ist, sagte am Mittwoch Oberstaatsanwalt An­dreas Pelzer.

Den zwei Lindowern werden vier sogenannte einfache Brandstiftungen und eine schwere vorgeworfen. Die Verdächtigen, die Mitte Oktober in Lindow verhaftet wurden und seitdem in Untersuchungshaft sitzen, schweigen zu den Vorwürfen. Sie sind für die Ermittler keine Unbekannten, waren aber bisher nicht wegen Branddelikten aufgefallen, so Pelzer. Demnach bestand der Verdacht, dass die zwei Verdächtigen noch weitere Brände in Lindow gelegt haben. Allerdings konnte das nicht nachgewiesen werden, weshalb diese Ermittlungen eingestellt wurden.

Händler: Die Richter sind zu schwach

Die Drei-Seen-Stadt war im vergangenen Jahr von einer Brandserie heimgesucht worden, die die Bewohner mehr als drei Monate lang beunruhigte. Einer der Betroffenen ist Jörg Tümmel (56). Der Rollstuhlfahrer betreibt am Ortseingang von Lindow einen Handel für den Vertrieb von Hilfsmitteln für Menschen mit Behinderungen, also spezielle Fahrräder, Rollstühle, Quads und Trikes. Gleich zweimal schlugen die Feuerteufel bei ihm zu. Drei gebrauchte Autos wurden durch die Feuer vernichtet, acht weitere beschädigt. „Ich habe einen Schaden von 50 000 Euro erlitten“, sagte Tümmel am Mittwoch. Die Versicherung habe ihm nichts ersetzt. Der Händler, der vor gut sieben Jahren von Bielefeld in den Lindower Ortsteil Schönbirken gezogen ist, freut sich zwar, dass es seit der Verhaftung der zwei Verdächtigen keine Brandstiftungen mehr in Lindow gegeben habe.

Allerdings zweifelt Tümmel daran, dass die drohende Freiheitsstrafe die Feuerteufel zur Einsicht kommen lässt. „Die Richter sind zu schwach“, glaubt Tümmel. Selbst eine mehrjährige Gefängnisstrafe hält der Händler nicht für ausreichend.

Von Andreas Vogel

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