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Ostprignitz-Ruppin Die Arbeitsgruppe für das Kyritzer Kloster steht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Die Arbeitsgruppe für das Kyritzer Kloster steht
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02:15 22.01.2016
Die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses konnten sich auf keine Einzelnominierung einigen. So entschied über dessen Kandidatin eine Wahl. Quelle: Matthias Anke
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Kyritz

Die fünf Mitglieder für die neue Kyritzer Arbeitsgruppe „Bauen am Klostergelände“ stehen fest. Sie wurden dazu am Montagabend bei einer gemeinsamen Sondersitzung von Bau- und Wirtschaftsausschuss nach ihrer jeweiligen Nominierung bestimmt: seitens des Ausschusses für Bauen und Stadtentwicklung Adrian Krüger (Linke), seitens des Wirtschaftsausschusses Christina Pudimat (Linke), seitens der Stadtverwaltung Bauamtsleiterin Angela Schulz, seitens der Bürgerinitiative „Rettet den Klostergarten“ Manfred Haßfeld und vom Förderverein Klosterviertel der Hotelier Andreas Heine. Die Gruppe soll nach dem Bürgerentscheid vom November nun nach einer neuen Lösung für das Projekt Klosterviertel suchen und dafür dem Bau- und Wirtschaftsausschuss zuarbeiten.

Doch so beschwerlich, wie schon der Weg war bis hin zu diesem Modell eines gemeinsamen Sonderausschusses, für den nun die Arbeitsgruppe aktiv sein wird (MAZ berichtete), so beschwerlich stellte sich auch die Mitgliederfindung dar: Angesichts von „ich nominiere“ oder „nominiert ist“ wehte zunächst ein Hauch von Dschungelcamp, Ice Bucket Challenge oder auch Grimme-Preis durch den Saal, bis eine Diskussion über gleich zwei Kandidatinnen aus dem Wirtschaftsausschuss entflammte. Weil sich am Ende augenscheinlich dann keine Mehrheit finden wollte weder für Christina Pudimat (Linke) noch für die sachkundige Einwohnerin Heike Grüttner (Linke), wurde von den Ausschussmitgliedern deren Abgesandte kurzerhand gewählt.

Aktivität in der Bürgerinitiative

Für Christina Pudimat entschieden sich drei der fünf Stimmberechtigten. Franz Conraths (Bündnisgrüne) hatte sie vorgeschlagen. Dieter Groß als Fraktionsvorsitzender der Linken in der Stadtverordnetenversammlung wollte jedoch lieber Heike Grüttner ins Rennen bringen – was Conraths zunächst missfiel. Groß gehört nicht zu seinem Ausschuss und könne nicht so einfach „mitnominieren“. Zudem stellte sich einigen im Saal Heike Grüttner als fraglich dar aufgrund ihrer Aktivität in der Bürgerinitiative. Diese sei mit Manfred Haßfeld schließlich schon vertreten.

Angesichts des politischen Hintergrunds der Arbeitsgruppenmitglieder fragte Peter Bittermann (SPD): „Sollte nicht ein Querschnitt aller Fraktionen vertreten sein?“ Jörg Dullin (CDU) mahnte daraufhin eine notwendige „Überparteilichkeit“ an. Georg Salditt (CDU) stimmte dem zu: „Die Themen werden doch ohnehin im Ausschuss behandelt, und dann ist der Parteienproporz gewährleistet.“ Zudem unterscheiden sich die zwei nun bestimmten Linken-Mitglieder in einer wichtigen Ansicht: Anders als Adrian Krüger stellte sich Christina Pudimat in den bisherigen Abstimmungen zu den Bebauungsvarianten nicht auf die Seite der Bürgerinitiative. So gibt es in der Arbeitsgruppe trotz allem Hin- und Hernominiere nun doch eine gewisse „Gewichtung“. Denn Krüger und Haßfeld stehen auf der Seite all derer, die diese neue Lösungssuche erwirkt haben, und Heine, Schulz und Pudimat auf der anderen. Unklar blieb am Ende, wer von ihnen nun den Hut auf hat, einen ersten Termin festlegt, oder ob die Stadtverordnetenversammlung abgewartet wird. Sie tagt am 24. Februar. So viel Zeit sollte nicht verstreichen, wie Manfred Haßfeld und Heinz Drewin von der Bürgerinitiative nach der Sitzung kurzerhand ausrechneten. Es wären fünf Wochen.

Eine weitere Rechnung lässt offen, wie schnell und effektiv eine gute Lösung überhaupt gefunden wird. Denn mittlerweile sind in Kyritz neun Gruppen von Akteuren in das Thema Klosterviertel involviert: die Stadtverwaltung, der Förderverein, die BI, eine Gruppe zum Thema Museumskonzeption, die Steuerungsgruppe aus Vertretern sämtlicher Gremien, die diese Bildung der Arbeitsgruppe vorbereitete, der Bauausschuss, der Wirtschaftssausschuss und damit nach wie vor auch die Stadtverordnetenversammlung insgesamt und überhaupt. Denn sie muss am Ende den oder die neuen entscheidenden Beschlüsse erst fassen.

Von Matthias Anke

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