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Die B 122 wird im Fontanejahr gesperrt

Umwege rund um Alt Ruppin Die B 122 wird im Fontanejahr gesperrt

Der Landesbetrieb für Straßenwesen will im Jahr 2019 die Ortsdurchfahrt von Alt Ruppin erneuern lassen und gleichzeitig die Brücke in Zippelsförde. Für Autofahrer bedeutet das weite Umwege. Ausgerechnet in dem Jahr, in dem Zehntausende zusätzliche Besucher aus ganz Deutschland in der Region erwartet werden.

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Die Breite Straße, die Friedensstraße und ein Teil der Rheinsberger Straße in Alt Ruppin werden voraussichtlich ab 2019 erneuert.

Quelle: Reyk Grunow

Neuruppin. Mit der Sanierung der Landesstraße 16 ist der Landesstraßenbetrieb in Neuruppin so gut wie fertig – und schon können sich Autofahrer auf die nächste große Baustelle einstellen. Ausgerechnet im Fontane-Jubiläumsjahr soll ein Teil der Ortsdurchfahrt von Alt Ruppin gesperrt werden.

Voraussichtlich 2019 will der Landesbetrieb für Straßenwesen beginnen, die B 122 in Alt Ruppin zu erneuern. Entsprechende Pläne bestätigte Planungsdezernent Frank Schmidt auf MAZ-Anfrage.

Die gesamte Bundesstraße soll von ihrem Startpunkt am Alt Ruppiner Kreisel durch die Breite Straße, die Friedensstraße und die Rheinsberger Straße bis zum Ortsausgang in Richtung Dierberg erneuert werden. Geplant ist zwar keine Verbreiterung, aber ein grundhafter Ausbau der Fahrbahn – also ein Neubau. Das wird nicht gehen, ohne die Bundesstraße zu sperren.

Die Strecke wurde erst vor wenigen Jahren zur Bundesstraße

Die B 122 wurde erst 2005 zur Bundesstraße erklärt. Sie beginnt in Alt Ruppin und führt von dort nach Rheinsberg. „Die Strecke erfüllt eigentlich gar nicht den Standard einer Bundesstraße“, sagt Chefplaner Schmidt. Das soll jetzt behoben werden.

Die Alt Ruppiner dürften dabei auch hoffen, dass endlich eine der gefährlichsten Stellen im Ort entschärft werden kann. Seit Jahren setzen sich Eltern und der Ortsbeirat dafür ein, dass der Weg aus Richtung Gartenstraße über die Friedensstraße sicherer wird. Wenn Autos in Richtung Rheinsberg in der Friedensstraße den Berg herauf gefahren kommen, wird es für die Fahrer schnell unübersichtlich. Ausgerechnet an dieser Stelle kommen aber viele Fußgänger an, die über die Bundesstraße wollen.

Stadt will wegen der Bauarbeiten noch einmal mit dem Land sprechen

Für alle, die mit dem Autos unterwegs sind, bedeutet die Baustelle 2019 voraussichtlich weite Umwege. Wenn die Strecke ohnehin gesperrt wird, will der Landesstraßenbetrieb gleich noch eine zweite Baustelle unterbringen. Auch die Brücke in Zippelsförde muss neu gebaut werden. „Wir prüfen noch, ob wir das in diesem Zuge gleich mitmachen können“, sagt Frank Schmidt. Damit wäre eine weiträumige Umfahrung unvermeidlich. Die einzige sinnvolle Ausweich­strecke würde über Lindow, Schönberg und Wulkow führen: knapp 30 Kilometer Umweg. Aus Sicht des Landesstraßenbetriebs steht der Zeitplan, noch fehlen allerdings letzte Abstimmungen, etwa mit der Stadtverwaltung Neuruppin.

Die ist mit den Plänen des Landes ausgerechnet im Fontanejahr nicht unbedingt glücklich. 2019 soll Neuruppin der zentrale Orte der landesweiten Feiern sein; Zehntausende Besucher werden erwartet. „Wir wollen die Maßnahme in keinem Fall verhindern“, versichert Stadtsprecherin Michaela Ott: „Dennoch muss die Besonderheit des Fontanejahres 2019 aus unserer Sicht berücksichtigt werden.“ Bürgermeister Jens-Peter Golde werde sich noch einmal mit Vertretern des Landes zusammensetzen, um über den Bauplan zu beraten.

Bahn versichert, dass 2019 Züge nach Neuruppin fahren

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass schon die Bahn die einzige Zugverbindung zwischen Berlin und Neuruppin sperren will. Sie will Anfang 2019 die Brücken des Seedamms nach Neuruppin neu bauen lassen (die MAZ berichtete). Die Bahn will nach bisherigen Plänen im März damit fertig sein. Wenn alles reibungslos klappt, wäre das gerade rechtzeitig zur zentralen Eröffnungsfeier des Fontanejahres am 30. März.

Sollten sich die Bauarbeiten aber verzögern, könnten keine Gäste mit dem Zug nach Neuruppin kommen. Der Neuruppiner Bundestagsabgeordnete Sebastian Stei­neke (CDU) hat sich gerade von Joachim Trettin, dem Bahnbevollmächtigten für Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, versichern lassen, dass der Prignitz-Express während der Fontanefeiern 2019 uneingeschränkt fahren wird. Trotzdem sorgen die Pläne der Bahn bis in die Landesregierung für Bedenken.

Von Reyk Grunow

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