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Die Bahn fährt wieder bis zum Kernkraftwerk

Rheinsberg Die Bahn fährt wieder bis zum Kernkraftwerk

Ab dem 1. Juli fährt wieder eine Bahn zum einstigen Kernkraftwerk (KKW) Rheinsberg, und zwar ausschließlich am Wochenende. Das Angebot der Niederbarnimer Eisenbahn, die ihre Strecke dafür um zehn Kilometer verlängert, richtet sich vor allem an Naturfreunde. Schließlich werden extra Wanderrouten angeboten. Ein Manko gibt es allerdings.

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Die Gleise führen noch heute bis ins einstige KKW.

Quelle: Peter Geisler

Rheinsberg. Erstmals bietet die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) ab diesem Wochenende für Naturfreunde und Technikinteressierte eine Fahrt zum Bahnhof Stechlinsee an, der mitten im Naturschutzgebiet Stechlin und direkt am einstigen Kernkraftwerk (KKW) Rheinsberg liegt. Die Bahnstrecke war zu DDR-Zeiten auf keiner Karte verzeichnet. War sie doch eigens dafür angelegt worden, um ab 1958 die Beschäftigten des Kernkraftwerkes zu ihrer damals streng geheimen Arbeit und wieder zurück zu bringen. Gleichwohl wusste wohl jeder in Rheinsberg von der Strecke – auch wenn man dafür am Bahnhof keine Fahrkarte lösen konnte. Die KKW-Mitarbeiter wiesen sich beim Aussteigen gegenüber den Polizisten, die die Anlage bewachten, mit ihrem KKW-Ausweis aus, sagte am Donnerstag Robert Franck. Der Natur- und Landschaftsführer kennt die Strecke. Er hat sich als Kind in den Ferien öfter ein paar Mark verdient, indem er die Abteile im Zug sauber gemacht hat.

Wandern entlang geheimnisvoller Moore und Seen

Nun können an den Wochenenden im Juli und August auch Touristen, die mit der Bahn kommen, einen Eindruck vom Gelände erhalten, das sich auf der Landzunge zwischen Stechlin- und Nehmitzsee befindet. Angeboten werden dazu vom Naturpark Stechlin-Ruppiner Land zwei Touren: Frühaufsteher können vom Rheinsberger Bahnhof um 9.30 Uhr mit dem Bus der Linie 788 nach Kleinzerlang zur Kirche fahren und von dort eine etwa zehn Kilometer lange Wanderung entlang „geheimnisvoller Moore“ zum Bahnhof Stechlinsee machen, sagte Mario Schrumpf, der Leiter des Naturparks. Dabei passieren die Wanderer das Feuchtgebiet Teufelsbruch und kommen am Großen Pälitzsee vorbei, der auch zum Baden einlädt. Genügend Zeit zum Verweilen dürfte dort sein. Der Zug der NEB fährt erst um 14.20 Uhr vom Bahnhof Stechlinsee zurück nach Rheinsberg.

Führungen durchs KKW werden nur mittwochs angeboten

Wer will, kann auch von Rheinsberg aus über eine elf Kilometer lange Route zum Bahnhof Stechlinsee wandern oder mit dem Zug um 13.20 Uhr direkt dorthin fahren. Der Aufenthalt am KKW beträgt aber nur 40 Minuten, um 14.20 Uhr fährt der Zug zurück – und eine Besichtigung des Kernkraftwerkes ist an den Wochenenden nicht möglich. Diese werden nur mittwochs angeboten. Bei großer Nachfrage könnte sich das aber 2018 ändern, sagte eine NEB-Sprecherin.

Die Fahrten zum Bahnhof Stechlinsee werden vorerst nur an den Wochenenden im Juli und August angeboten. Die einfache Fahrt kostet 2,50 Euro je Person. Kinder bis 14 Jahren, die in Begleitung von Erwachsenen sind, zahlen nichts.

Von Andreas Vogel

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