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Ostprignitz-Ruppin Die Biotonne muss nicht stinken
Lokales Ostprignitz-Ruppin Die Biotonne muss nicht stinken
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02:15 12.02.2016
Ursula Kohlmey (Mitte) und Marion Mittelstedt gaben Auskunft über die neuen Biotonnen mit Geruchsfilter. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Der eine oder andere Wittstocker zeigte am Dienstag im Kaufland an der Meyenburger Straße große Neugierde, mit was für einem seltsamen Behältnis Ursula Kohlmey und Marion Mittelstedt da mitten im Eingangsbereich standen. Die beiden Mitarbeiterinnen des Landkreises Ostprignitz-Ruppin stellten an diesem Nachmittag die neuen Biomülltonnen vor, die seit Anfang des Jahres ausgetauscht oder neu eingeführt werden. Ihr Vorteil: Sie sollen nahezu geruchlos sein.

Die neue Biotonne

120 Liter Biomüll fassen die Behälter. Darunter Essensreste und Rasenschnitt. Die Behälter kommen von der Firma ESE aus Neuruppin.

Alle 14 Tage werden die Tonnen geleert. Der Inhalt gelangt in eine Biogasanlage zur Gewinnung erneuerbarer Energien.

4,58 Euro zahlen Kunden pro Leerung. Bereitstellungsgebühren entfallen. Die Anschaffung ist freiwillig.

Alle zwei Jahre müssen die Geruchsfilter gewechselt werden. Hierfür werden Gutscheine bereitgestellt.

Verantwortlich für das Fernbleiben übler Gerüche ist ein natürliches Filtersystem sowie eine Gummilippe, die den Behälter gründlich versiegelt, wie Mittelstedt erklärte. So könne sich in der Tonne ein Mikroklima entfalten, das nebenbei Maden abtötet und den Abfall rasch in sich zusammensacken lässt, um Platz für weiteren zu schaffen. Der Geruch werde von Naturfiltern am Deckel aufgesogen. „Die müssen nur alle zwei Jahre gewechselt werden“, informierte Mittelstedt.

Über 200 Anträge aus Raum Wittstock

„Der Impuls ging vom Kreis aus, um die Biotonne bei den Leuten beliebter zu machen“, erklärte Kohlmey. In Rheinsberg oder Neuruppin gebe es Biotonnen bereits seit über 20 Jahren, doch die Geruchsbelästigung hätte viele Bürger davor abgeschreckt, ihren Müll auf diese Weise zu entsorgen. Die neue Tonne habe bei den Skeptikern auch schon den gewünschten Erfolg erzielt: Rund 1000 Anträge seien seit vergangenem Jahr gestellt worden. Über 200 davon im Raum Wittstock, wo es die Biotonne erstmalig geben wird.

Naturfilter saugen den Geruch auf. Sie müssen alle zwei Jahre gewechselt werden. Quelle: Christian Bark

„Das ist eine gute Lösung gegen den unangenehmen Geruch“, stellte Torsten Briese fest. Der Wittstocker hatte schon vor Monaten eine Tonne beantragt, im Februar soll er sie Mittelstedt zufolge erhalten. Auch Jürgen Höpfner schaute sich die Tonne genauer an. „Eigentlich kompostiere ich, aber in der Tonne kann ich Müll wie Speisereste oder Knochen noch schneller entsorgen“, sagt er.

Höpfner und Briese haben als Hausbesitzer wenig Probleme mit der zusätzlichen Tonne. Problematischer wird es bei großen Hausgemeinschaften, wie Volkmar Reichelt von der Gebäude- und Wohnungsverwaltung (GWV) zu bedenken gab. Dann müsse neben den Müllcontainern genügend Platz für die Biotonnen geschaffen werden. „Eine große Tonne wäre keine gute Lösung“, bemerkte Kohlmey. Bei zu vielen Nutzern könne noch schwerer kontrolliert werden, ob tatsächlich nur Biomüll in den Abfall gelangt sei.

„Die Gespräche mit den Wittstockern waren sehr aufschlussreich“, so Mittelstedt. Kritik und Lob werde man ins Konzept mit einfließen lassen.

Von Christian Bark

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