Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Die Brandspuren sind noch nicht verwischt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Die Brandspuren sind noch nicht verwischt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 17.02.2017
Enrico Bürger (r.) zeigte den Gästen die Brandschäden. Quelle: Alexander Beckmann
Anzeige
Sieversdorf

Vertreter der Partei Die Linke besuchten am Dienstag Sieversdorf, um einer 13-köpfigen Familie Spendengutscheine zu überbringen. Im Haus, in dem Annett und Enrico Bürger gemeinsam mit ihren elf Kindern leben, war Anfang Januar ein Feuer ausgebrochen. Das Obergeschoss ist seitdem nicht mehr bewohnbar.

Wie andere vor ihnen übergaben Rita Büchner aus Kyritz und Alexander Jachmann aus Neustadt nun Gutscheine für Schulmaterial und Bekleidung. Das Geld stamme aus einer Spendensammlung beim Neujahrsempfang der Linken in der Region und von der Tornower Bundestagsabgeordneten Kirsten Tackmann. „Sie sollen nicht denken, Sie seien vergessen“, erklärte Rita Büchner der Familie. „Vielleicht ist das ja ein Ansporn, dass auch noch andere helfen“, ergänzte Alexander Jachmann.

Ausnahmezustand bei den Bürgers

Für Familie Bürger war der Hausbrand bereits der zweite derartige Schicksalsschlag. Vor vier Jahren hatte ein Feuer ihr Haus schon einmal komplett zerstört. „Wir hatten gedacht, wir haben alles wieder fertig, und vor Weihnachten noch den Hof gepflastert“, berichtet Enrico Bürger. Doch nun herrscht erneut Ausnahmezustand.

Zwar wohnen alle Familienmitglieder inzwischen wieder im Haus, doch die Brandschäden am Obergeschoss sind nach wie vor nicht behoben. Fenster, Fußböden, Putz und zum Teil auch die Innenwände müssen erneuert werden. Vor allem ist die Heizungsanlage zerstört. Momentan heizt die Familie mit Elektroöfen. Warmes Wasser gibt es nicht.

Warten aufs Gutachten der Versicherung

„Hauptsache wir haben uns“, betont Annett Bürger. Allerdings ist ihr die wachsende Ungeduld anzumerken. Bislang konnte mit der Hausreparatur nicht einmal begonnen werden. Zwar ist die Familie versichert, doch das Gutachten zur Brandursache steht noch immer aus. Vorher traut sich die Familie nicht, Handwerker mit dem Wiederaufbau zu beauftragen. „Wenn das Gutachten sagt, dass wir das Haus angesteckt haben, dann fordert die Versicherung das Geld zurück. Das können wir uns nicht leisten.“ Bürgers würden zumindest beim Entkernen des Obergeschosses auch gern selbst mit anpacken – einfach, um vorwärts zu kommen. Sie fürchten aber, dann auf den anfallenden Kosten sitzenzubleiben. „Wir wollen nicht gegen die Versicherung angehen“, betont Annett Bürger. „Aber es zieht sich alles hin.“

Enrico Bürger demonstriert trotzdem Optimismus: „Wir bauen das wieder auf. Dieses Mal auf jeden Fall noch.“

Von Alexander Beckmann

Nach dem Verkauf des Traditionsschiffes „Hertha“ nach Berlin stellt die Reederei 5 Seen für die Saison 2017 ihre kleine Schwester „Neptun“ für den Schiffsbetrieb auf der Kyritzer Seenkette zur Verfügung. Bevor sie starten kann, muss unter anderem die Tankanlage umgebaut werden. Doch das ist längst nicht alles.

14.02.2017

Komplett ausgebrannt ist ein Bauwagen Dienstagmorgen in Rheinsberg. Zahlreiche Mäuse und Ratten verbrannten in dem Wagen. Möglicherweise hat der Besitzer sie dort gehalten.

14.02.2017

Monatelang haben die Kleingärtner in Ostprignitz-Ruppin gekämpft, nun stehen sie vor ihrem Ziel: Die Kreisverwaltung in Neuruppin will die erst vor einem Jahr eingeführte Mülltonnenpflicht für Kleingärtner wieder kippen. Zudem will der Kreis vom Land wissen, warum es so auf diese Gebühr drängt. Denn andere Bundesländern machen das nicht.

16.02.2017
Anzeige