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Die Busgesellschaft fährt weiter Miese ein

Ostprignitz-Ruppin Die Busgesellschaft fährt weiter Miese ein

Die kreiseigene Busgesellschaft ORP hat 2016 ein Minus von gut 535 000 Euro eingefahren. Das Defizit ist damit zwar geringer als ein Jahr zuvor. Gleichwohl will der Kreis seine Gesellschaft auch 2018 nicht finanziell unterstützen. Die ORP muss schon seit 1998 ohne einen Zuschuss des Kreises auskommen. Das Unternehmen zehrt seine Rücklage auf.

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Wie hoch die Rücklage der Busgesellschaft ORP ist, das wissen nur Eingeweihte.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die Busgesellschaft ORP, die dem Landkreis gehört, hat 2016 ein Minus von 535 500 Euro eingefahren. Das ist zwar ein besseres Ergebnis als ein Jahr zuvor, als das Defizit sogar bei 840 000 Euro lag. Gleichwohl denkt der Landkreis bisher nicht daran, seinem Unternehmen finanziell unter die Arme zu greifen. Vielmehr zehrt die Busgesellschaft Jahr für Jahr mehr ihrer Rücklagen auf. Wie hoch diese derzeit noch sind, darüber darf spekuliert werden. Denn öffentlich bekannt gegeben werden diese Zahlen nicht.

Einsamer Ruf nach Geld für die Busgesellschaft

Allerdings hatte ORP-Chef Ulrich Steffen schon 2014 davor gewarnt, dass bei dieser Politik der Landkreis wohl ab 2018 als Finanzier einspringen müsse. Im Raum stand damals ein jährlicher Zuschuss von bis zu 1,5 Millionen Euro. Doch so schlimm ist die wirtschaftlichen Lage der Busgesellschaft offenbar doch nicht. Vielmehr sagte Steffen am Donnerstag beim Kreistag, dass die ORP wohl notgedrungen auch 2018 noch ohne einen Zuschuss des Kreises auskomme – denn im Haushalt für 2018 war ohnehin kein Geld für die Busgesellschaft vorgesehen. Daran störte sich jedoch lediglich Freke Over (Linke). „Wir müssen Geld für Daseinsvorsorge aufnehmen“, forderte der Rheinsberger, ohne dass ein anderer Politiker oder die Verwaltung darauf einging.

Buschef hofft auf Wasserstoffantrieb

ORP-Chef Steffen wies darauf hin, dass er in mit Strom betriebenen Bussen nicht unbedingt die Zukunft sehe. Vielmehr hält der Buschef einen Wasserstoffantrieb für die Nutzfahrzeuge für „zukunftsträchtiger“. Zum einen, weil sich diese Energie auch vor Ort gewinnen lasse, zum anderen, weil man dann nicht das Probleme habe, umweltschädliche Batterien und Akkus entsorgen zu müssen wie bei der E-Mobilität. „Das ist heute schon ein Problem“, so Steffen.

Weniger Einnahmen durch Schienenersatzverkehr

Im Jahr 2016 hat die ORP mehr als 3,5 Millionen Menschen befördert. Dabei gab es zwar einen leichten Anstieg bei der Schülerbeförderung sowie einen stärkeren beim sogenannten allgemeinen Linienverkehr. Letzterer ist aber schon wieder rückläufig. Der Grund: Es kommen nicht mehr so viele Flüchtlinge in den Landkreis, so dass die Übergangsheime in Luhme und Zechlinerhütte sowie der Wohnverbund in Lentzke wieder geschlossen wurden. Die Bewohner waren meist auf einen Bus angewiesen, um in eine Stadt zu kommen. Mehr als halbiert haben sich zudem die Einnahmen, die die ORP im Jahr 2016 durch Schienenersatzverkehr einnehmen konnte. Die Bahn habe meist eigene Töchterunternehmen im Einsatz, die zu günstigeren Konditionen fahren könnten, sagte Steffen.

Von Andreas Vogel

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