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Die Chance für private Bauherren

Vorzeitig bezahlte Ausgleichsbeträge wichtig für Sanierung der Wittstocker Altstadt Die Chance für private Bauherren

Der Kommune fällt es inzwischen schon schwer, für das Förderprogramm zur Altstadtsanierung in Wittstock geeignete Objekte zu benennen. "Das Hauptpotenzial für die fortgesetzte Altstadtsanierung liegt nun bei den privaten Bauherren und Grundstückseigentümern im Altstadt-Sanierungsgebiet", sagt Leonhard Mascheski von der Stadtverwaltung in Wittstock.

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Beide Bahnhöfe gehören der Stadt. Noch gibt es dafür keine schlüssigen Nutzungskonzepte.

Quelle: Gerd-Peter Diederich

Wittstock. Leonhard Mascheski ist der Fördermittelbeschaffer. Der von den Stadtverordneten beschlossene bisherige Sanierungsplan wurde gut abgearbeitet. "Unser stadteigenes Immobilienpotenzial in der Altstadt ist dabei ausgeschöpft", sagt Mascheski. In der Verwaltung wird zurzeit eine neue Liste für Vorhaben bis 2020 erarbeitet. Darin sind weitere wünschenswerte Haussanierungen und -sicherungen berücksichtigt, die nicht nur zum begrenzten Sanierungsgebiet gehören.

Seit dem Jahr 1991 flossen in die Altstadt knapp 23,2 Million Euro Fördermittel von Bund und Land. Außerdem sind 4,7 Millionen Euro an Eigenmitteln investiert worden. Die Erfolge können sich sehen lassen: Vier Häuser sowie kleine sanierte Einzelteile wie Fenster, Türen oder Zäune sind als "Beispielhaft saniert" ausgezeichnet worden, worauf Plaketten an den Fassaden hinweisen.

Das Sanierungsprogramm wird fortgesetzt. Seine Eigendynamik und sein Schwung wird nun von der Zahlungsbereitschaft der Grundstückseigentümer im Sanierungsgebiet für vorzeitige Ausgleichszahlungen mitbestimmt. Dieses Geld von Grundstückseigentümern, die von Infrastrukturmaßnahmen in der Altstadt profitieren und dafür an deren Kosten beteiligt sind, geht sofort in neue Vorhaben. Die Ausgleichsbeträge werden nicht als städtische Eigenmittel zur Städtebauförderung anerkannt. Sie müssen zuerst investiert sein, bevor weitere Fördermittel beantragt werden können.

Wünsche und Varianten

  • Dringender Sanierungsbedarf besteht beim Haus in der Gröperstraße 20.
  • Auf der Wunschliste steht die Sanierung des ehemaligen Postamtes und das Haus in der Kettenstraße 54. Dafür werden erheblich Eigenmittel notwendig.
  • Das Förderprogramm Kleine Städte und überörtliche Funktionen (KLS-Programm) muss sich Wittstock mit Pritzwalk, Meyenburg und Heiligengrabe gleichberechtigt teilen. Aus dem Programm hat Wittstock 995.000 Euro zu den bereitgestellten 497.000 Euro Eigenmitteln für die Schwimmhallenaufwertung mit überörtlicher Infrastrukturfunktion bekommen.

An sanierungsbedürftigen Altbauten mangelt es nicht, doch sie sind zumeist in Privatbesitz oder die Eigentumsfrage ist auch 23Jahre nach der Wiedervereinigung noch ungeklärt. Private Bauherren halten sich zudem mit Fördermittelanträgen zurück, weil sie von den Kosten und strengen Denkmalschutzanforderungen abgeschreckt werden. Dabei steht bei denen das größte Sanierungspotenziale mit vielen ungenutzten alten Werkstätten und Speichern. Deren Besitzer kämen dann genauso unter Druck für anschließende Nutzungskonzepte und sehen auch die Kostenfrage als ein Hauptproblem.

Sogar die Kommune hat noch einige Sanierungs-Problemfälle. Für diese fehlen aber die Eigenmittel und Nutzungsideen. Zu diesen Problemfällen gehören das ehemalige Postamt und die beiden Bahnhöfe, die von der Stadt erworben wurden. Als Bürgerbahnhof, wofür es in anderen Städten gute Beispiele gibt, wären diese beiden Gebäude nicht ausgelastet. Deshalb berät demnächst die Stadtverordnetenversammlung über eine Vorschlagsliste der Sanierungsvorhaben bis 2020. Im Altstadtbereich, der durch die Stadtmauer umschlossen ist, sind sanierte Häuser mit altersgerechten Wohnungen begehrt. Die Wohnlage außerhalb des Stadtmauerringes ist noch nicht attraktiv genug dafür.

Von Gerd-Peter Diederich

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