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Ostprignitz-Ruppin Die Eliteschule für junge Sportschützen
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17:48 27.09.2017
Junges Talent: Wilhelm Metelmann coacht den 15-jährigen Tilo Schumacher im Skeetschießen. Quelle: Christian Bark
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Neu Daber

Eine ruhige Hand und ein gutes Auge sind unerlässlich. Egal ob in der Disziplin Skeet, mit Positionswechsel in Halbkreisform, oder beim Trap, wo dieser in einer Linie stattfindet – wer als Jugendlicher ein gewisses Talent für den Schießsport an den Tag legt, kann es mit etwas Training in Neu Daber bei Wittstock weit bringen.

Till Dallmann (v. l.), Tilo Schumacher, Paul Perlik und Stefan Wolff waren bei der Deutschen Meisterschaft in München dabei, Quelle: Christian Bark

seinem Wohnort Sewekow gelegenen Stützpunkt. Dass dieser für die Region etwas ganz Besonderes ist, davon ist Wilhelm Metelmann überzeugt. Doch der Status als „Landesstützpunkt“ muss regelmäßig behauptet werden, wie er sagt. Eine Bedingung dafür sei die Ausbildung von mindestens sechs jungen Sportschützen zwischen 14 und 21 Jahren. Diese müssten regelmäßig an Wettkämpfen des Brandenburgischen Schützenbundes sowie an Nachwuchswettbewerben des Deutschen Schützenbundes, also den Deutschen Meisterschaften und den Jugendverbandsrunden, teilnehmen.

Einer von zwei Stützpunkten im Land


schießen in der Privilegierten Schützengilde Wittstock 1560. Auch der Jugendkader ist Mitglied in der Gilde.

2014 wurde der Landesstützpunkt für die Jugend aufgebaut. Er ist neben dem in Frankfurt (Oder) der einzige im Land fürs Flintenschießen. Geschossen wird auf Tontauben in den Disziplinen Trap- und Skeetschießen.

Zehn Jugendliche werden aktuell zu Spitzensportlern ausgebildet. Viele von ihnen haben schon nationale und internationale Erfolge vorzuweisen. Das ist eine Voraussetzung für den Stützpunkt, sich auch weiter so nennen zu dürfen – die Zusage vom Brandenburgischen Schützenbund erhielt Neu Daber kürzlich für die Jahre 2018 bis 2021.

Das haben die Jungs und Mädchen aus Neu Daber in diesem Jahr erfolgreich getan. Zusammen mit den Jugendlichen vom Frankfurter Stützpunkt haben sie im August die Wanderpokale im Trap- und Skeetschießen bei der dritten Jugendverbandsrunde in Wilhelmshaven gewonnen. Auch bei der Deutschen Meisterschaft Anfang September in München waren sie dabei. Till Dallmann holte in der Schülerklasse die Bronzemedaille im Skeetschießen und Paul Perlik in der Jugendklasse, die ab einem Alter von 15 Jahren beginnt, ebenfalls die Bronzemedaille.

Katrin (l.) und Laura Quooß haben an der WM in Moskau teilgenommen. Quelle: Christian Bark/Privat

„Ich hatte zwar damit gerechnet, dass ich unter die Top Ten komme, aber dass es so gut wird, hat mich selbst überrascht“, berichtet Paul Perlik. Obwohl Schützen Wilhelm Metelmann zufolge schon während der fünf Durchläufe einschätzen könnten, wie gut sie gerade sind, lässt sich der 15-jährige Paul Dallmann von so etwas grundsätzlich nicht „aus der Ruhe bringen“, wie er sagt. Das Schießen ist für den aus Sietow-Dorf stammenden Mecklenburger eine Art Ausgleich nach der Schule. „Außerdem ist es ein Hobby, das nicht jeder vorweisen kann“, sagt er. Zudem arbeite sein Opa Eckhard Dallmann als Trainer in Neu Daber.

Am Trabschießstand ist Paul Perlik (r.) beim Training. Quelle: Christian Bark/Privat

Vorbilder für viele der jungen Sportschützen sind die Cousinen Katrin und Laura Quooß, die ebenfalls in Neu Daber trainieren beziehungsweise trainierten. Katrin war schon mehrfache deutsche Meisterin im Trapschießen, holte vor einigen Jahren sogar den Weltmeistertitel und trainiert als Bundeswehrsoldatin aktuell am Frankfurter Stützpunkt. Bei der Weltmeisterschaft in Moskau Anfang September belegte sie zwar den zehnten Platz. „Sie gehört aber nach wie vor zur erweiterten Weltspitze“, lobt Wilhelm Metelmann. Allein die Teilnahme in Moskau war für Laura Quooß, die bis vor kurzem noch im Jugendkader geschossen hatte, ein Erfolg, wie der Trainer sagt. „Sie ist auf jeden Fall entwicklungsfähig“, schätzt Metelmann seine Schülerin ein.

Erfolgsschützen wie die beiden Cousinen aber auch die stetige Nachwuchsarbeit garantieren den Fortbestand des Stützpunktes und seine gesonderte Förderung. So bezahlt der Schützenverband die Munition für die Jugendlichen – Voraussetzung sind jedoch regelmäßiges Training, mindestens zweimal die Woche, und Erfolge. „Erst diese Woche haben wir die Nachricht erhalten, dass wir bis 2021 Landesstützpunkt bleiben“, freut sich Wilhelm Metelmann. Dazu müssen aber weitere Talente von morgen rekrutiert werden. Lust auf den Sport will der Stützpunkt am Freitag beim „Sichtungsschießen“ machen. Bei diesem Tag der offenen Tür stellt er sich einem breiten Publikum vor.

Der Tag der offenen Tür am Stützpunkt findet am morgigen Freitag ab 16 Uhr statt. Beim Schauschießen sind Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren willkommen.

Von Christian Bark

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