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Ostprignitz-Ruppin Die Frau, die Mördern vergab
Lokales Ostprignitz-Ruppin Die Frau, die Mördern vergab
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00:18 17.11.2016
Hedi Roßow sprach am Sonntag in der Wittstocker Heiliggeistkirche über Vergebung. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Hedi Roßow hat den Mördern vergeben. Rebellen töteten ihren Mann Colin vor Jahren im Sudan. Wie es ihr gelang, trotz dieses Schicksalsschlages nach vorn zu blicken und den Tätern zu vergeben, darüber sprach sie am Sonntagnachmittag in der Wittstocker Heiliggeistkirche. Die Veranstaltung unter dem Motto „Treffpunkt Hoffnung“ wurde von der Landeskirchlichen Gemeinschaft Wittstock organisiert.

Vergebung schafft Kraft für Neues

Wer die Vergangenheit nicht loslässt, habe nur wenig Kraft für Neues, sagte Hedi Roßow. „Und welche Rache würde uns je befriedigen – keine.“ Dabei habe sie selbst auch erst lernen müssen, dass die Vergebung der richtige Weg für sie ist. In ihrem Elternhaus habe nur wenig Wärme geherrscht. Der Großvater sei vom Krieg verbittert gewesen. Diese harte Schale habe sich auf die Mutter übertragen. Sich selbst beschreibt Hedi Roßow als verletzlich.

So sei sie nach dem gewaltsamen Tod ihres Mannes denn auch zunächst in „ein tiefes Loch gefallen“ und habe sich gefragt, weshalb Gott so etwas zulasse. Doch statt sich im Selbstmitleid zu verlieren, habe sie mit der Vergebung für die Täter ein neues Kapitel ihres Lebens aufschlagen können. Es komme darauf an, Brücken zu bauen, keine Wände, betonte die fünffache Mutter aus Neuruppin, die am Sonntag die Gäste tief in ihre Seele blicken ließ und auch Fotos ihres ermordeten Mannes zeigte.

Die Veranstaltung wurde von gesungenen Liedern begleitet. Im Anschluss gab es Kaffee und Kuchen.

Von Björn Wagener

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