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Ostprignitz-Ruppin Die Geschichte eines ganz besonderes Busses
Lokales Ostprignitz-Ruppin Die Geschichte eines ganz besonderes Busses
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15:26 29.08.2015
Marten Ehlers und Freundin Jennifer Blume an dem gelben amerikanischen Schulbus. Quelle: Björn Wagener
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Groß Haßlow

Ein Stück Amerika grüßt schon von Weitem in Groß Haßlow. Denn seit etwa einem halben Jahr steht ein auffälliger ur-amerikanischer gelber Schulbus auf dem Grundstück von Norbert Selle. Da das ungewöhnliche Gefährt schon von der Straße aus zu sehen ist, habe es ab und an bereits Nachfragen gegeben, was es denn mit dem Bus auf sich hat, berichtet Selle. Soll er vielleicht für Rundfahrten aufgemotzt werden – zum Vatertag zum Beispiel? Norbert Selle muss dann erst mal grundsätzlich darüber aufklären, dass es gar nicht sein eigener Bus ist, sondern das Fahrzeug bei ihm nur vorübergehend untergestellt ist.

Der School Bus wird zum Festivalquartier. Quelle: Björn Wagener

Der Bus gehört Marten Ehlers aus Heiligengrabe. Und dass das Gefährt die Blicke auf sich zieht, ist durchaus gewollt. Denn es soll künftig als Werbeträger für seine Firma dienen, die mit amerikanischen Fahrzeugen handelt und sie nach Deutschland überführt. Sie ziehe gerade von Wittstock nach Heiligengrabe, wo der Bus später seinen endgültigen Platz bekommen werde. Darüber hinaus soll er aber natürlich auch einfach Spaß machen. Deshalb sei geplant, mit ihm auf Festivals oder US-Fahrzeugtreffen zu fahren. Da ist so ein Bus als mobile Unterkunft und Übernachtungsmöglichkeit schließlich viel komfortabeler als Camping. „Immer im Zelt ist ja auch nichts“, sagt Marten Ehlers.

Gekauft habe er den Bus im Juli 2014. Acht Wochen habe es dann gedauert, bis das Fahrzeug aus dem Sonnenstaat Kalifornien in der Ostprignitz ankam. Der Bus ist ein „International Blue Bird“, Baujahr 1995 und fahrbereit, erzählt Ehlers. Überall findet sich noch die ursprüngliche Schulbus-Beschriftung, wie etwa der markante Begriff „School Bus“ über der Frontscheibe oder an der Einstiegstreppe der Hinweis vorsichtig zu sein und den Haltegriff zu benutzen: „Watch your step, use Hand Rail“ sowie „Emergency Exit“ (Notausgang) am Fensterglas. Darüber hinaus verfügt das Gerät über einige Besonderheiten, die einst speziell der Sicherheit auf dem täglichen Weg zur Schule dienten. So gibt es an der Front eine seitlich ausklappbare Stange, die den Ein- und Aussteigebereich der Schulkinder abgrenzte und ein ebenfalls ausklappbares Stopp-Schild etwa in Höhe der Fahrertür. Innen ist der Bus leer.

Denn er soll ja erst noch zum Party-Bus ausgebaut werden. Seinen Einstand hat er aber trotzdem schon gegeben – Ende Juni auf der „Race 61“ in Finowfurt, wo es traditionell vor allem um Beschleunigungsrennen von Classic Cars oder Hot Rods geht. Der Bus ging dort natürlich nicht an den Start, habe aber als „Umkleidekabine“ für die Starter-Girls gute Dienste geleistet, sagt Ehlers und erzählt, dass er aus dem Bus eigentlich einen Diner hatte machen wollen, also ein uriges, typisch amerikanisches kleines Restaurant. Aber das wäre schon wegen all der nötigen Genehmigungen und Auflagen zu kompliziert gewesen. Also bleibt der Bus auch künftig der Straße treu. Immerhin sei der Verbrauch mit rund 20 Litern auf 100 Kilometer für ein so großes Gefährt noch vergleichsweise moderat, so sein Besitzer.

Von Björn Wagener

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