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Ostprignitz-Ruppin Die Hengstparaden locken bei jedem Wetter
Lokales Ostprignitz-Ruppin Die Hengstparaden locken bei jedem Wetter
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00:19 13.09.2017
Zehn Länder mit 15 verschiedenen Pferderassen wurden in Neustadt vorgestellt, da fehlten auch die Araber natürlich nicht. Quelle: Matthias Anke
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Neustadt

Das Regenjahr 2017 verschonte am Sonnabend auch die erste der drei traditionellen Hengstparaden des Brandenburgischen Haupt- und Landgestütes in Neustadt nicht. Doch weil Pferden die Nässe egal ist und die Reiter wettererprobt sind, da ihre vielen Turniere bei Regen ja auch nicht jedes Mal abgebrochen werden, war alles halb so schlimm. „Das Wetter hatte sich zudem ja auch angekündigt, und dass dann trotzdem so viele Gäste hier sind, das macht uns schon sehr zufrieden“, sagte Gestüte-Sprecher Jörg Menge mit Blick auf die fast voll besetzten, überdachten Ränge.

Dass es regnet, war absehbar. Dennoch kamen so viele Besucher nach Neustadt, dass am Ende der drei Paraden die 10 000er Marke wohl wieder geknackt werden dürfte. Quelle: Matthias Anke
Die heftigste Regenhusche kam in der Pause. Nachdem sich die Wolke über dem Paradeplatz verzogen hatte, ging es weiter. Quelle: Matthias Anke

Dass eine Parade jemals wegen des Wetters abgebrochen werden musste, daran kann man sich in Neustadt nicht erinnern. „Mittlerweile gibt es regelrechte Parade-Fans. Sie fragen schon gleich im Anschluss nach der Vorstellung nach Karten für das nächste Jahr“, verriet Menge. Wie egal es Pferdefreunden ist, ob es regnet oder die Sonne scheint, hatte sich schon beim „Fohlenfrühling“ gezeigt.

Jedes Jahr werden Gäste in das Paradeprogramm eingebunden

Die heftigste Husche fiel am nun Sonnabend ohnehin in der Pause des gut vierstündigen Programms. In diesem gab es wieder eine Vorstellung, die nicht in jedem Jahr so ausführlich gezeigt wird: „Mit dem Pferd durch die Welt. Eine hippologische Rundreise.“ Zehn Länder mit 15 verschiedenen Pferderassen wurden vorgestellt.

Weil sich der heftige Regenschauer glücklicherweise die Programmpause ausgesucht hatte, blieben die Akteure auf dem Paradeplatz weitestgehend trocken. Quelle: Matthias Anke

Neu sind jedes Mal auch die Gäste, die sich die Gestüte zu den Paraden einladen. Am Sonnabend gehörte dazu das niedersächsische Landgestüt Celle mit seienen Hengsten, aber auch Hundemeute der Rasse Böhmer Harrier mit ihrem „Master of Hounds“ Thorsten Mönchmeyer und den Parforcehornbläsern Andreas Rommitsch und Thomas König. Sie zeigten eine Schleppjagdszene, wie sie nur einige wenige Neustädter schon einmal bewundern konnten. Denn die Meute durfte sich schon zur traditionellen Hubertusjagd der Sportgemeinschaft des Bundestages im Herbst vorigen Jahres über das Neustädter Areal schnuppern.

Auch ein Hingucker: die Hundemeute der Rasse Böhmer Harrier. Quelle: Björn Schroeder
Beim Auftritt der Neustädter Homburg-Reitschüler klappte alles. Fiel dann doch mal jemand vom Pferd, fing ihn der Moderator mit dem Worten auf: „Es gibt keinen Profi, dem das nicht auch schon mal passierte.“ Quelle: Björn Schroeder

An den beiden nun folgenden, jeweils ebenso um 13 Uhr in Neustadt beginnenden Paraden (16. und 23. September) gastiert zwischen den gesetzten Schaubildern wie die Altrömische Quadriga oder die Ungarische Post auch das Islandpferdegestüt Faxaból aus Liebenwalde. Hinzu kommen die Kunstreiter „Ompah“ aus Cottbus und die Formation „Tra-Volta“ aus Zwickau mit einer Show aus Voltigieren, Akrobatik und Turnen. Wobei „Tra“ in Verbindung mit Zwickau hellhörig macht: Kommt da etwa ein ganz besonderer Vierbeiner? Geht es vom Pferderücken aufs Trabidach? Die Antwort gibt es in Neustadt.

Von Matthias Anke

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