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Die „Hertha“ steckt in Ribbeck fest

Wusterhausen - Wustermark – Berlin Die „Hertha“ steckt in Ribbeck fest

Endlich auf Reisen: Die „Hertha“, Gründungsschiff des gleichnamigen Berliner Fußballvereins, hat sich am Montagabend in Wusterhausen (Dosse) in Bewegung gesetzt. Sie soll zunächst nach Wustermark gebracht werden. Doch es läuft nicht wie geplant. Stephan Henke vom MAZ-Sportbuzzer ist dabei und berichtet live.

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Bevor sie auf die Reise gehen konnte, wurde die „Hertha“ zum Werbeträger herausgeputzt. Schließlich wurde der Umzug auch mit Hilfe von Sponsorengeldern möglich.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Wusterhausen. „Hertha“ verlässt Wusterhausen. Bevor das Schiff am Montagabend (Stand 19 Uhr) zu einer Landpartie aufbrechen sollte, ging es richtig rund zwischen Bug und Heck und zwar derart, dass der Zeitplan gewaltig aus den Fugen geriet.

Liveticker: Die Reise der „Hertha“

Das Durcheinander im Zeitplan lag nicht an den Männern von „Mobi-Hub“, die mit ihren Kränen pünktlich am Morgen aus Berlin angerückt waren. Und auch die „Umzugsfirma“ „Colossus“ aus Wustermark traf keine Schuld. Die beiden gelben Technik-Riesen mit 160 beziehungsweise 220 Tonnen Hubkraft und bis zu 62 Meter langen Auslegern imponierten den ersten Zuschauern sofort. Das galt auch für den Neunachser mit 650 Pferdestärken unter der Haube, der länger als gewollt auf der Bundesstraße 5 warnblinkend parken musste.

Seit dem Vormittag hatten sich immer mehr Schaulustige an der Slipanlage von Peter Dentler eingefunden

Seit dem Vormittag hatten sich immer mehr Schaulustige an der Slipanlage von Peter Dentler eingefunden. Es dürften zwischen 80 und 100 gewesen sein.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Nein, der Teufel steckte wieder einmal im Detail. Hier musste ein Baum gefällt werden, was eine Firma aus Rathenow auf den Plan rief, da stand Obstgehölz im Weg. Dann stellte man im Laufe des Tages fest, dass wichtige Traversen fehlten, ohne die das Schiff das Anheben nicht schadlos überstanden hätte. Zwar waren im Nu zwei Doppel-T-Träger herangeschafft, das aber auch nur, weil sie Ex-Skipper Peter Dentler zufällig parat hatte. Die Stahl-Riesen mussten mit Schweißen, Trennen und Schleifen an Ort und Stelle erst passend gemacht werden.

Liveticker: Die Reise der „Hertha“

Das alles dauerte, aufmerksam beobachtet von einer immer größer werdenden Wartegemeinschaft hinter der Absperrung mit einer Mischung aus Verwunderung und Gleichmut. Die meisten blieben den ganzen Tag über interessiert. Einige organisierten sich als Selbstversorger Bockwurst mit Brötchen gegen den Hunger und auch das eine oder andere kühle Getränk. Keiner wollte das Schauspiel verpassen, wenn fast 50 Tonnen Stahl aus der Ruhelage sachte hochgehoben und auf das daneben stehende Transportmittel gehievt werden sollten. Als es kurz vor 17 Uhr soweit war, kam die große Zeit der Handys und ihrer kleinen Kameras.

Geschafft

Geschafft: Die Hertha hängt am Haken.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Ab 19 Uhr durfte sich ein Konvoi aus Begleitfahrzeugen und natürlich dem Schiff der Herthaner auf den Weg in Richtung Wustermark machen mit dem dortigen Stadthafen als Ziel. Eine direkte Weiterfahrt im nassen Element in Richtung Berlin wird es wohl leider nicht geben. Die neuen Eigentümer, einer davon ist Ingmar Pering von Hertha BSC, hatten sich vergeblich bemüht, beim zuständigen Amt eine Genehmigung für die Wasserfahrt zu erhalten. Pering bekräftigte aber gegenüber der MAZ, dass nach erforderlichen Umbauarbeiten die „Hertha“ künftig auf Berliner Gewässern unterwegs sein soll. Eigentlich sollte das Fahrgastschiff zum 125. Geburtstag von Hertha BSC in Berlin präsentiert werden.

Für Wusterhausen und Umgebung ist es nun an der Zeit, die Werbetafeln für Seerundfahrten mit dem Konterfei der „Hertha“ einzusammeln. Auf dem Klempowsee gibt es die nicht mehr.

Liveticker: Die Reise der „Hertha“

Von Wolfgang Hörmann

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