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Die Herzberger Kita „Eichholzstrolche“

Ein guter Platz für Kinder Die Herzberger Kita „Eichholzstrolche“

Toben, spielen, lernen – und dabei ordentlich Spaß haben. Für die Kinder in der Herzberger Kita „Eichholzstrolche“ ist das, wie bei einem Ü-Ei, alles drin. Ob Waldentdeckungstage oder spielerisches Englisch-Lernen: die Pädagogen sind bemüht, allen Kindern die Lust am Leben nahezubringen. Und auch ein wenig den Ernst.

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Jede Menge Spaß haben die Kids auf der Eisenbahn.

Quelle: Foto: Buddeke

Herzberg. Eichholzstrolche – das klingt ein bisschen wild. Nach Kriechen im Unterholz, nach Baumklettern und Budenbauen – und nach gut gelaunten Lausbuben und Räubertöchtern. Die Herzberger Kita versucht, den Kindern diesen Freiraum im Grünen auch zu lassen – wenn auch nicht völlig über die Stränge schlagen zu lassen.

Seit 2002 gibt es in Herzberg einen Kindergarten, früher war er mal am Kreisel – da, wo jetzt der Kinderspielplatz steht. Jetzt befindet sich die Kita etwas abseits von der Straße, auf dem Gelände der ehemaligen Schule. „64 Kinder aus Schönberg, Rüthnick, Vielitzsee und Herzberg – wir sind recht gut ausgelastet“, beschreibt es Gisela Gusowius, eine der sieben Erzieherinnen. Von 6.30 Uhr bis 17 Uhr können die Eltern ihre Sprösslinge abgeben – geboten wird dem Nachwuchs so einiges. Auf dem von Tannen umstandenen Spielplatz locken diverse Kletterabenteuer, die Kinder-Eisenbahn wird ebenso gern genutzt wie Wippen und Schaukeln.

„Seit 2012 sind wir die Eichholzstrolche – zur Feier unseres 10-jährigen Bestehens“, erzählt Gisela Gusowius. Einmal im Monat gibt es das Waldprojekt. Zwei Erzieher gehen dann mit den älteren Kindern in den Wald – eine Art Naturkunde für Vorschüler. Einmal habe man einen Ameisenhaufen erkundet. „Die Ameisen heißen Waldpolizisten“, erklärt Jan mit ernstem Gesicht – er hat gut aufgepasst. Ein anderes Mal wurde ein Rapsfeld inspiziert. Und natürlich erklärt, was das ist, warum er angebaut wird. „Wir machen die Kinder mit den Regeln der Natur vertraut“, beschreibt Gusowius das Waldprojekt, das vor zwei Jahren begann und bestens ankommt. Zumal auch immer ein Picknick winkt.

Gleichfalls integriert ist die Sprachförderung. Nicht nur auf gutes Deutsch wird in der Kita geachtet – für die Vorschüler gibt es auch Englisch. Einmal pro Woche werden alltägliche Begriffe geübt – auf die verspielte Art, so dass es Spaß macht. Und zudem dürfen die Fast-Erstklässler sich einmal im Monat in der Lindower Schule umschauen – in einem Extraraum findet dann eine Art Vorschule statt.

Und was heute immer wichtiger wird: IKPL. Übersetzt: Ich kann Probleme lösen. „Die Einschüler sollen natürlich lernen, wie man mit Konflikten umgeht“, so Gusowius. Keiner wolle schließlich prügelnde Rowdys auf dem Schulhof. Die Erzieherinnen für dieses Projekt seien extra ein halbes Jahr dafür geschult worden.

„Wir haben bei uns verschiedene Vormittags-Angebote“, erklärt Gisela Gusowius. Sport, Malen und Modellieren, Muttersprache, Berufe.“ Und natürlich die Musik. „Die ist ganz wichtig bei uns.“ Was die Kinder musikalisch draufhaben, stellen sie oft genug unter Beweis. Beim Dorffest gestalten sie stets ein buntes Programm – und eines mit gruseligen Gesängen und Laternen in der Hand beim Halloween-Fest.

Von Regine Buddeke

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