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Die Kapazitätsgrenze ist erreicht

Kyritz Die Kapazitätsgrenze ist erreicht

In der Kyritzer Carl-Diercke-Oberschule haben zu Beginn des neuen Schuljahres so viele Siebentklässler Einzug gehalten, dass diese auf drei Klassen verteilt werden müssen. Auch alle anderen Jahrgänge sind inzwischen dreizügig. Aus Platzmangel muss nun in der Aula und in der Bibliothek unterrichtet werden. Lösungen sind gefragt.

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Nach ihrer feierlichen Aufnahme in der Aula stellten sich die Mädchen und Jungen der drei neuen 7. Klassen vor der Schule zum Gruppenbild auf.

Quelle: André Reichel

Kyritz. Am Wochenende begann für tausende Kinder im Land Brandenburg mit ihrer Einschulung ein ganz neuer aufregender Lebensabschnitt, als sie mit ihren riesigen Schultüten in der Hand erstmals ihren künftigen Klassenlehrern begegneten und mit ihnen das Schulhaus erkundeten.

Ganz ähnlich werden sich am Montag die 65 Mädchen und Jungen der neuen 7. Klassen in der Kyritzer Carl-Diercke-Oberschule gefühlt haben. Für sie wurde eine kleine Feierstunde in der Aula organisiert. Die Bürgermeisterin von Kyritz, Nora Görke, war als Ehrengast anwesend. Eingeladen waren hierzu vor allem aber auch die Eltern der neuen Diercke-Schüler.

Die neuen Schüler wurden in der Aula von ihren Klassenlehrern begrüßt

Die neuen Schüler wurden in der Aula von ihren Klassenlehrern begrüßt.

Quelle: André Reichel

Schulleiterin Christine Kruschel begrüßte eingangs alle Anwesenden und richtete dabei auch einige Worte an die Eltern: „Dass so viele von ihnen gekommen sind, um der Aufnahme der Schüler beizuwohnen, zeigt ihre Wertschätzung.“ Es folgte ein von den älteren Schülern organisiertes Kulturprogramm, bei dem unter anderem ein selbst gedrehter Film gezeigt wurde. Von der Schulleiterin erfuhren anschließend die Schüler und Eltern viel Wissenswertes zur Diercke-Oberschule. Dies betraf nicht nur die gute technische Ausstattung der Klassenräume und die Zusammenarbeit mit Künstlern der Region in verschiedenen Projekten. In einem weiteren Programmpunkt wurden die Mädchen und Jungen aus den 7. Klassen von ihren Klassenlehrern einzeln aufgerufen und mit kleinen Schultüten beschenkt.

Christine Kruschel stellte auch die fünf neuen Lehrer vor, die am Montag in der Diercke-Schule ihren Dienst antraten und das Kollegium auf nun 30 Lehrer anwachsen lassen. „Mit dieser Mischung aus jungen und erfahrenen Lehrern werden wir ordentlich arbeiten können“, sagte Christine Kruschel.

Notgedrungen wurde sogar die Bibliothek zum Klassenraum

Erstmals seit Bestehen der Diercke-Schule in der jetzigen Form seit rund zwölf Jahren sind nun alle Klassenstufen dreizügig. Zwar sind genügend Lehrer vorhanden, die den Unterricht abdecken, doch werden die Klassenräume langsam aber sicher knapp. Aus diesem Grunde wurden bereits vor zwei Jahren aus der Bibliothek die Bücher herausgeräumt und Tische und Bänke hineingestellt. Auch der dann noch übrige kleine Bibliotheksraum musste in den Sommerferien notgedrungen in einen Gruppenraum umfunktioniert werden. Die Bücher wurden alle auf dem Dachboden eingelagert. Für Musik- und Kunstunterricht wird nun auch immer öfter die Aula gebraucht, und für ihre naturwissenschaftlichen Unterrichtsstunden müssen sämtliche Zehntklässler zum benachbarten Jahn-Gymnasium laufen.

Die Diercke-Schulleiterin hat sich nun vorgenommen, über die Situation an ihrer Einrichtung in der nächsten Woche vor den Mitgliedern des Kyritzer Hauptausschusses zu sprechen. „Dies ist der erste Schritt hin zu einer Problemlösung“, sagte Cristine Kruschel am Rande der Veranstaltung. Bürgermeisterin Nora Görke sagte, sie sei in Sachen Platzmangel bereits im Bilde und sicherte zu, dass die Stadt als Schulträger auch künftig dafür Sorge tragen wird, dass die Schüler und Lehrer optimale Bedingungen vorfinden. „Dass die Schülerzahlen derart nach oben schnellen, hätte vor wenigen Jahren ja kein Mensch gedacht, doch ich bin sehr froh über diese Entwicklung“, so die Bürgermeisterin.

In diesem Sinne werden jetzt auch am Kyritzer Jahn-Gymnaisum gegenüber so einigen Vorjahren ebenso wieder mehr Siebentklässler gezählt. Es sind 56. Die Homburg-Schule in Neustadt als dritte weiterführende Einrichtung in der Region besuchen seit Montag sogar 83 Schüler, die auf vier siebente Klassen verteilt sind.

Von André Reichel

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