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Die Kinder im Blick

Neuruppin Die Kinder im Blick

Das Neuruppiner Rathaus soll bis Frühjahr 2019 einen Kinder- und Jugendbericht erarbeiten, der regelmäßig fortgeschrieben und den Stadtverordneten vorgelegt wird. Das will der einstige Schulrat Helmut Kolar. Die Neuruppiner SPD-Fraktion ist skeptisch. Sie wollte zwar etwas Ähnliches, allerdings hatte sie sich Sachverstand von außerhalb der Verwaltung gewünscht.

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Der Matschspielplatz auf dem Neuen Markt in Neuruppin steht bei vielen Kindern besonders hoch im Kurs.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die SPD war zwar kurz vor der Sommerpause kläglich mit ihrem Antrag gescheitert, dass sich Neuruppin um den Titel „kinderfreundliche Kommune“ bewerben sollte. Doch das Thema bleibt den Politikern erhalten. „Es steht uns Abgeordneten gut zu Gesicht zu wissen, wie es den Kindern konkret bei uns geht“, sagt Helmut Kolar von der Fraktion der Bündnisgrünen.

Kolar: „Wahnsinnsarbeit“ für das Rathaus

Der einstige Schulrat will deshalb, dass das Rathaus einen Kinder- und Jugendbericht „mit Leitbildcharakter“ erstellt, der regelmäßig fortgeschrieben und der neu gewählten Stadtverordnetenversammlung jeweils nach ihrer konstituierenden Sitzung vorgestellt wird. Der erste Bericht soll im Frühjahr 2019 vorliegen. Kolar hält diese Zeitschiene für angemessen. Schließlich stehe der Verwaltung eine „Wahnsinnsarbeit“ bevor. In anderen Städten sei für das Erarbeiten eines Kinder- und Jugendberichts gar eine halbe Arbeitskraft eingestellt worden, so Kolar.

Siegel-Variante hätte 22 000 Euro gekostet

SPD-Fraktionschef Nico Ruhle bezweifelt ebenfalls, dass das Neuruppiner Rathaus die angestrebte Mehrbelastung so einfach stemmen kann. „Die Verwaltung hat uns Abgeordneten immer suggeriert, dass es einen recht hohen Krankenstand im Rathaus gibt.“ Das passe nicht damit zusammen, dem Rathaus nun noch eine zusätzliche Aufgabe überzuhelfen. Hinzu komme, dass ein Blick von außen auf die Kinderfreundlichkeit von Neuruppin beabsichtigt gewesen sei und kein Bericht der eigenen Verwaltung. „Wir hätten dazu für einen schmalen Taler guten Sachverstand einkaufen können“, so Ruhle. Das dafür in Rede stehende Geld wollten sich die Abgeordneten allerdings sparen. Immerhin hätte Neuruppin 22 000 Euro zahlen müssen, damit der Verein „Kinderfreundliche Kommune“ prüft, ob die Fontanestadt die Bedingungen für so ein Siegel erfüllt (die MAZ berichtete).

Sozialausschuss bestätigt Vorstoß

Kolar findet den Betrag von 22 000 Euro zu hoch. Er hatte deshalb im Sommer dafür plädiert, dieses Geld lieber in Projekte für Kinder zu stecken. Zudem hätte auch bei der Siegel-Variante das Neuruppiner Rathaus die eigentliche Arbeit gehabt. „Der Verein schickt dem Rathaus lediglich einen Katalog mit Fragen, der durchzuarbeiten ist“, so Kolar. Der Sozialausschuss hat den Vorschlag von Kolar bereits bestätigt. Die Entscheidung liegt nun bei den Stadtverordneten.

Von Andreas Vogel

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