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Die Kloster-Diskussion in Kyritz geht weiter

Bürgerbeteiligung Die Kloster-Diskussion in Kyritz geht weiter

In einer Art „Minibebauung“ sieht die Bürgerinitiative zum Erhalt des Kyritzer Klostergartens einen Weg, den maroden Klausurflügel zu sanieren und zu nutzen. Der kleine Anbau könnte womöglich die geforderte Barrierefreiheit schaffen und das Toilettenproblem lösen. Konkreteres aber soll an einem „runden Tisch“ erarbeitet werden. Ein Termin steht schon fest.

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Statt eines langen Seitenflügels genügt womöglich nur ein kleines, ans historische Gebäude anzubauende Stück, um Barrierefreiheit zu schaffen sowie Toiletten. Zugewuchert steht an dieser Stelle bereits ein alter Schuppen.

Quelle: Alexander Beckmann

Kyritz. Dem erfolgreichen Bürgerentscheid gegen eine großflächige Bebauung der Grünfläche des einstigen Kyritzer Franziskanerklostergeländes schließt sich nun nahezu nahtlos die Lösungssuche in dem Konflikt an. Dazu trafen sich in der zurückliegenden Woche Vertreter der Bürgerinitiative „Rettet den Klostergarten“ mit der Bürgermeisterin der Stadt Kyritz, Nora Görke, sowie den Fraktionsvorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung von CDU, Kyritz Land/Grüne und der Partei Die Linke. SPD und der Fördervereinsvorstand „Klosterviertel“ fehlten.

In einer „etwa einstündigen, sehr sachlichen und vorwärts gerichteten Diskussion“ wurde darüber gesprochen, „wie es mit der Entwicklung des Klosterviertels nach dem Ergebnis des Bürgerentscheides weitergehen könnte“, heißt es in einer mit der Bürgermeisterin abgestimmten Mitteilung der Initiative: „Alle Anwesenden waren sich trotz unterschiedlicher Standpunkte einig darin, dass es bei diesem für die Stadt Kyritz wichtigen Vorhaben keinen Stillstand geben darf.“

So wurden laut Initiativensprecher Manfred Haßfeld in Bezug auf die dringend anstehende Sanierung des maroden Klausurflügels als eine Art Kompromiss Vorstellungen über eine „Minibebauung“ dargelegt. Die Initiative glaubt, dass es möglich sein sollte, ins Gartengelände hinein nur so weit an den Klausurflügel anzubauen, dass „die baurechtlichen Forderungen nach Barrierefreiheit und Toiletten erfüllt werden könnten“.

Die Vertreter der Bürgerinitiative schlugen weiterhin vor, eine Arbeitsgruppe zu bilden beziehungsweise „einen runden Tisch zu installieren“. Unter Mitwirkung aller Beteiligten von Stadtverwaltung, Stadtverordneten, Klosterförderverein, Bürgerinitiative, Knattermimen-Theater bis hin zu jedem interessierten Bürger soll dann eine konkretere „Gestaltungsvariante“ erarbeitet werden, „die von der Mehrheit der Bürger mitgetragen wird“.

Um keine Zeit verstreichen zu lassen, sollen die anwesenden Fraktionsvorsitzenden zugesagt haben, die Vorschläge und möglichen Wege in ihren Parteien zu diskutieren. So könnte schon in der nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 9. Dezember über einen neuen Weg abgestimmt werden. Der runde Tisch soll dann zum Dienstag, 15. Dezember, einberufen werden. Uhrzeit und Ort werden noch bekannt gegeben.

Beim Bürgerentscheid am 8. November sprachen sich fast 2400 Kyritzer gegen einen Stadtverordnetenbeschluss aus, wonach die Bebauung des Gartenareals möglich geworden wäre. Geplant war, zwei Flügel an das vorhandene historische Gebäude anzubauen, um einen Hof entstehen zu lassen. So sollte das frühere Kloster wieder als ein solches Gebäude erlebbar werden. Da die Grünanlage dabei aber zerschnitten würde, flammte der Protest auf.

Von Matthias Anke

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