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Die Laga kann kommen

Eindeutige Entscheidung in Wittstock Die Laga kann kommen

Das Bewerbungskonzept für die Landesgartenschau 2019 wurde in den vergangenen Wochen und Monaten viel diskutiert. Am Donnerstagabend brachten es die Stadtverordneten auf den Weg. Alles andere liegt nun nicht mehr in ihren Händen.

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Dieses Laga-Logo gilt für die Zeit der Bewerbung.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Die Landesgartenschau kann kommen. Die Wittstocker Stadtverordneten haben auf ihrer Sitzung am Donnerstagabend das Bewerbungskonzept samt Finanzierungs- und Kostenplan einstimmig beschlossen. Damit geht die Stadt nun ganz offiziell ins Rennen um die Ausrichtung der Schau. Die Konkurrenten heißen Beelitz (Potsdam-Mittelmark) und Spremberg (Spree-Neiße). Welche dieser drei Städte den Zuschlag erhalten wird, will die Landesregierung im Januar kommenden Jahres entscheiden.

Das Konzept der Stadt Wittstock wurde am Donnerstag nicht mehr grundlegend diskutiert. Denn das war bereits in den vorangegangenen Ausschusssitzungen geschehen. Finanzausschussvorsitzender Philipp Wacker konnte wegen einer gleichzeitig stattfindenden Sondertagung des Kreistages zum Thema Kreisgebietsreform zwar nicht an der Stadtverordnetensitzung teilnehmen, hatte jedoch ein schriftliches Statement vorbereitet, das Vorsteher Burkhard Schultz verlas. Der Finanzausschuss habe sich in zwei Sitzungen mit dem Finanzierungskonzept auseinander gesetzt – vor allem mit Blick auf die „Belastbarkeit des Haushaltes“. Es sei weiterhin darum gegangen, die Chancen und Risiken abzuwägen. Den Bürgerdialog und die finanzielle Kontrolle sieht Wacker als wichtige Begleiter, wenn es darum geht, die Laga umzusetzen. Denn er machte auch klar: Das zum Teil kreditfinanzierte Projekt werde „nicht spurlos am Haushalt der Stadt vorbeigehen“. Risiken seien nicht auszuschließen, und auch die Nachsorgekosten würden sich „signifikant bemerkbar machen.“

Daumen hoch

Daumen hoch! Detlef Beuß vom Mittelstandsverein liked die Laga 2019 in der Dossestadt.

Quelle: Björn Wagener

Das Finanzierungskonzept weist Gesamtkosten für die Ausrichtung der Laga in Höhe von knapp 20 Millionen Euro aus. Der Eigenanteil der Stadt wird mit gut 7,2 Millionen Euro angegeben. Er soll komplett kreditfinanziert werden. Das erhöht die Verschuldung der Stadt in den kommenden Jahren, die ohne Laga verringert werden würde. In Zahlen: Die Entwicklung der Verschuldung ohne Laga wird im Konzept mit 8,7 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 4,8 Millionen Euro im Jahr 2020 und weiter sinkend in den Folgejahren angegeben. Mit der Laga läge die Verschuldung im Jahr 2020 bei rund 11,3 Millionen Euro. Der Spitzenpunkt von rund 11,6 Millionen Euro im Jahr zuvor wäre da aber schon überwunden, und die Verschuldung würde auch weiterhin wieder sinken. Das Konzept geht davon aus, dass sie im Jahr 2030 mit Laga bei rund 4,5 Millionen Euro und ohne Laga bei rund 1,2 Millionen Euro liegen werde.

Das Konzept zeigt aber auch: Mit Laga würden Fördermittel generiert, die ohne die Schau nicht oder nicht so schnell in Anspruch genommen werden könnten – unter anderem für die Sanierung des Bahnhofsgebäudes und die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes; die abschnittsweise Sanierung der Stadtmauer; die Teilsanierung der St.-Marien-Kirche; die Neugestaltung des Pfarrgartens St.-Marien; die Herstellung von Grünflächen und Wegen im Friedrich-Ebert-Park und am Burg- und Bleichwall; den Ausbau der Freilichtbühne; den Bau einer Fußgängerbrücke am Bahnhof; den Neubau des Knotenpunktes der L 15/Jabeler Chaussee oder der Herstellung des Dosse-Uferweges. Betrachtet werden auch Kosten nach der Laga – etwa für die Fertigstellung von Gebäuden nach der Schau oder Rückbaukosten für temporäre Anlagen – insgesamt 2,1 Millionen Euro, die größtenteils förderfähig sind.

Bürgermeister Jörg Gehrmann betonte am Donnerstag: „Der Leistungsfähigkeit der Stadt wird durch das Ausrichten der Laga kein Abbruch getan.“ Die Kommune verfüge zudem über eine „opulente Rücklage“, ohne eine Zahl zu nennen. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass seit den Jahren 2008/09, als Beschlüsse zu den wichtigsten Sanierungsprojekten, den sogenannten dicken Brocken, gefasst wurden, beinahe 21 Millionen Euro in Investitionen eingebracht worden seien, davon 8,3 Millionen als städtischer Eigenanteil. Die Verschuldung sei von 11,7 auf rund 8,7 Millionen Euro verringert worden.

Von Björn Wagener

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