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Die Macher bekommen Verstärkung

Kyritz Die Macher bekommen Verstärkung

Der Markt der regionalen Möglichkeiten wird auch künftig von der Stadt Kyritz und der REG unterstützt. Bisher waren die Initiatoren von der Gruppe „Prignitz wandeln“ eher unter sich geblieben.

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Beim Markt der regionalen Möglichkeiten gibt es auch ausschließlich regionale Produkte zu kaufen.

Quelle: André Reichel

Kyritz. Was in diesem Jahr als Versuch begann, soll in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. Der Markt der regionalen Möglichkeiten in Kyritz wurde erstmals nicht allein von der Initiative „Prignitz wandeln“ organisiert. Auch die Stadt Kyritz und die Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwest Brandenburg (REG) saßen mit im Boot. „Wir haben die Arbeit auf breitere Schultern verteilt und gute Erfahrungen damit gemacht“, sagt Bürgermeisterin Nora Görke. Die Stadt beteiligte sich auch in den Vorjahren finanziell, war aber diesmal Veranstalter und finanzierte den Markt mit. „So konnten Auf­­gaben besser verteilt werden“, sagt Nora Görke. In den kommenden Jahren soll es ähnlich laufen. „Wir hoffen, dass wir den Markt jedes Jahr ein Stück besser machen können“, so die Bürgermeisterin.

Unternehmen müssen mehr miteinander reden

Ähnlich sieht das auch Simone Zeil, Referentin für Wirtschaftsförderung bei der REG. Sie sieht in dem Markt eine Chance dafür, dass Unternehmen der Region mehr miteinander ins Gespräch kommen und sich so noch besser vernetzen können. Sie war beim Markt dabei und fand zum Beispiel die Themen-Tische eine gute Idee für den Austausch über fachliche Themen. Diese immer wiederkehrenden wertvollen Programmpunkte würden ihrer Meinung nach dazu beitragen, dass auch die Heinrich-Böll-Stiftung und die Initiative „Wandelwoche“ immer wieder dabei sind. Für letztere ist ein gutes Leben eines, das für ein solidarisches, gerechtes, achtsames Miteinander steht – mit dem ökologischen Bewusstsein, das Umwelt und Natur erhält und die Welt auch für die nachfolgenden Generationen lebenswert macht.

Markt soll in Kyritz bleiben

Erste Überlegungen, den Markt auch in andere Städte, wie Neuruppin oder Wittstock, zu holen, sollen zunächst nicht konkreter werden. Das liegt zum einen an der überregionalen Besucherpräsenz in Kyritz, zum anderen daran, dass die Städte mit eigenen Aktionen in der kommenden Zeit voll ausgelastet sind. Wittstock bereitet sich auf die Laga vor und Neuruppin aufs Fontanejahr. Nora Görke sagt: „Schön, dass es den Markt hier bei uns gibt. Es ist ein Alleinstellungsmerkmal für die Stadt." Bürgerschaftliches Engagement könnte nicht besser präsentiert werden. Denn der Markt ist vor Jahren aus der Diskussion über das Klimaschutzkonzept der Stadt entstanden und war bislang eine rein private Initiative. Ziel der Initiatoren, die aus Kyritz und Umgebung kommen, ist es, alternative, regionale und solidarische Lebens- und Geschäftsformen aufzuzeigen. Den Besuchern wird eine Plattform zur Vernetzung, Kooperation, für den Austausch und zum Kennenlernen geben. Sarah Reinecke vom Initiatoren-Team drückt es so aus: „Wir wollen zeigen, dass es Leute gibt, die regional arbeiten.“ Schwerpunkte dabei seien Ökologie und Nachhaltigkeit.

Das soll so bleiben. „Wir wollen aber versuchen, künftig das Kyritzer Umland stärker mit einzubinden“, so Simone Zeil. Sie denkt da zum Beispiel an die Insel im Untersee oder das Gestüt. Ideen seien da, an der Umsetzung müsse jedoch noch gearbeitet werden.

Fachlichen Austausch stärken

Zu diesem Ergebnis kam auch das Dreiergespann REG, Stadt und „Prignitz wandeln“ bei seiner Auswertungsrunde in dieser Woche. Die Partner waren sich darüber einig, dass der fachliche Austausch beim Markt weiter gestärkt werden sollte. Konzepte dafür, wie man die Firmen noch stärker miteinander ins Gespräch bringen kann, sollen nun entwickelt werden. Bis März des kommenden Jahres ist noch Zeit. Dann beginnen die Vorbereitungen für den neuen Markt der regionalen Möglichkeiten in Kyritz, der wieder im September stattfinden soll. Bis dahin sollen auch einige Ideen der Kinder vom diesjährigen Markt aufgegriffen werden. Sie konnten sie auf einem Plakat festhalten. Mehr Glitzer, war zum Beispiel ein Wunsch. Aber es ging auch um eine essbare Stadt. „Das fanden wir alle charmant“, sagt Simone Zeil. An öffentlichen Beeten mit essbaren Pflanzen könnten Kyritzer, aber auch Besucher ins Gespräch kommen. Die Idee dafür stammt aus England.

Eine andere Aktion beim diesjährigen Markt war das Malen der Stadtgesichter. Kinder konnten ins Bild bringen, wen sie mit Kyritz verbinden. „Leider haben die Künstler ihre Werke mit nach Hause genommen“, so Simone Zeil. Deshalb startet das Organisatorenteam jetzt den Aufruf, die Bilder entweder im Original oder als Foto bis zum 7. November zum Kultur- und Tourismusbüro zu bringen. „Wir wollen sie für eine Ausstellung nutzen“, sagt Simone Zeil.

Das Kyritzer Kultur- und Tourismusbüro ist montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Von Sandra Bels

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