Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Die Neue hat das Sagen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Die Neue hat das Sagen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 28.05.2016
Hagen Hoffmann (v. l.) , Katinka Hartmann und Gerhard Richter sind der neue Vorstand des Kulturfördervereins. Mit dabei: Burghund Theo. Quelle: Christian Bark
Anzeige
Goldbeck

Kaum zwei Monate ist es her, dass sie von Mecklenburg nach Goldbeck gezogen und nun einer von neun Mietern auf der dortigen Burg ist, schon wurde Katinka Hartmann mit einer ganz besonderen Aufgabe betraut: Dem Vorsitz im Wittstocker Kulturförderverein. „Über einen Bekannten bin ich auf die Burg gekommen“, sagte sie im MAZ-Gespräch am Dienstag. Dass das über 700 Jahre alte Gebäude nun ihr Zuhause ist, sei „ein Traum“ für sie. Erfahrung in verantwortungsvollen Positionen habe Hartmann bereits als Vorstand einer Erzeugungs- und Verbrauchsgemeinschaft in ihrer mecklenburgischen Heimat sammeln können, wie die 34-Jährige erklärte.

„Katinka hat wieder Dynamik ins Burg- und ins Vereinsleben gebracht“, freute sich Hagen Hoffmann, der wie Hartmann am Montag in den Vereinsvorstand gewählt wurde und dort den zweiten Vorsitz innehat. Der Dritte im Bunde sowie alter und zugleich neuer Schatzmeister des Vereins ist Gerhard Richter. „Richtiges Mitglied bin ich erst vor zwei Jahren geworden“, erinnerte sich der Autor und Journalist. Damals sei er vollständig von Potsdam nach Goldbeck gezogen und habe dann mehr Zeit gehabt, sich im Verein zu engagieren. Heimisch in den alten Mauern war der aus Süddeutschland stammende Richter aber schon vor 20 Jahren geworden.

Noch länger lebt Hagen Hoffmann auf der Burg. Wie Katinka Hartmann war auch er über Bekannte auf Goldbeck aufmerksam geworden, wie er sagte. „Ab Mitte der 80er Jahre zogen vermehrt Künstler und Kunsthandwerker auf die Burg“, blickte der 58-Jährige zurück. Die kreativen Köpfe hätten sich dann vor acht Jahren zum Kunst- und Kulturförderverein zusammengeschlossen und seitdem einige Projekte in Wittstock und Umgebung ermöglicht.

Verein sucht Räumlichkeiten für Kulturprojekte

„Wir wollen künstlerische und kulturelle Vielfalt nach Wittstock bringen“, erklärt Richter das Ziel des Vereins. Lange Zeit sei das über die Galerie am Marktplatz der Dossestadt gelaufen, wo der Kulturförderverein bis 2015 noch seinen Sitz gehabt und die sie für Konzerte, Ausstellungen und Lesungen genutzt hatten. „Seit Anfang 2016 haben wir unseren Vereinsraum nun in der Burg Goldbeck“, informiert der 52-Jährige. Dort sei, wie fast überall auf der Burg, noch einiges zu machen, weshalb der Vorstand am Dienstag seine erste Sitzung zunächst einmal in Richters Wohnung abhielt.

„Unsere erste Amtshandlung ist die Aktualisierung der Website“, kündigte Hartmann an. Allein über die Domain mussten die drei Vorständler erst grübeln und diskutieren. Relativ schnell einigten sie sich auf www.burggoldbeck.de sowie auf die E-Mailadresse post@burggoldbeck.de. „Wenn wir Kunst oder Kultur und etliche Minusstriche noch anfügen, findet uns so schnell keiner im Netz“, erklärte Hagen Hoffmann. Gerhard Richter zufolge wird die Seite in den kommenden Tagen im Internet abrufbar sein. Und gerade dort wollten sie ja nun mehr präsent sein. Zum Beispiel, um Räumlichkeiten für kulturelle Projekte und Ausstellungen in Wittstock zu finden oder um auf demnächst geplante Vorhaben aufmerksam zu machen.„Ab 10. Juni organisieren wir zusammen mit der Kirchgemeinde Dosse-Brausebach wieder Public Viewing in der Goldbecker Kirche“, kündigte Richter an. Auch plane man bereits das diesjährige Burgfest, das am 30. Juli stattfinden soll.

Von Christian Bark

Ostprignitz-Ruppin Improtheater-Paar in der Provinz - Lüchfeld aus dem Stegreif

Spontanität ist ihr Leben: Das Improvisationstheater-Paar John-Ziron ist vor einem Jahr in der Provinz angekommen. Einige Träume der Lüchfelder Klubhaus-Gründer sind noch nicht wahrgeworden. Na und? Die beiden Ex-Berliner, die die Bühnen der Region rocken und noch mehr rocken wollen, besinnen sich lieber auf das, was funktioniert, und das ist eine ganze Menge.

28.05.2016

Die Findlinge, die früher das Fundament der Rheinsberger Stadtmauer bildeten, sind noch da. Jetzt will die Stadt prüfen, ob die Steine den Verlauf der Befestigung vor dem großen Brand 1740 wieder aufzeigen könnten. Die Idee findet der Rathauschef gut – allerdings rechnet er dabei auch mit einem steinigen Weg durch die Behörden.

28.05.2016

Gut 180 Läufer sind startbereit. Am Sonnabend, 28. Mai, gehen sie beim 36. Below-Gedenk- und Heidelauf in Wittstock wieder auf Punktejagd. Diese Veranstaltung gehört seit 13 Jahren regelmäßig zu den Pokalläufen in Brandenburg. Sogar aus Tschechien und den Niederlanden reisen Läufer an.

28.05.2016
Anzeige