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Ostprignitz-Ruppin Die Neuruppiner Langohr-Offensive
Lokales Ostprignitz-Ruppin Die Neuruppiner Langohr-Offensive
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00:16 27.03.2016
Strahlende Kinder im Arm eines Nachwuchs-Osterhasen. Nun hoffen die Kleinen, dass Meister Langohr am Sonntag viel versteckt. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin, Bunte Ideen für die Jüngsten

Der Chef hoppelt nicht mehr persönlich über den Neuruppiner Ostermarkt. „Es ist an der Zeit, dass die nächste Generation übernimmt“, sagt Marktleiter Andreas Dziamski, der zuvor Jahre lang selbst in ein plüschiges XL-Langohr-Kostüm schlüpfte, um auf dem Schulplatz Schoko-Eier zu verteilten. An diesem Gründonnerstag steht er dort in seiner Alltagskluft und schaut schmunzelnd zu der Schaar, die sich vergnügt um gleich drei Mümmelmann-Mimen tummelt. „Der altgediente Osterhase übergibt die ehrenvolle Aufgabe an junge Nachfolger – und die sind echt super.“

Wallitzer Landfrauen: Josephine Pakropa (l.) und Kim Henke. Quelle: Peter Geisler

Die Pseudo-Pelz-Hasen geben tatsächlich ihr Bestes: ob beim Dosenwerfen, Eierlauf oder als beliebtes Fotomotiv. „Es macht Spaß, eine große Attraktion zu sein – und die Kinder so glücklich zu sehen“, sagt Franziska Kohlhase, die in einem schwarzen Kostüm steckt. Sie, die beiden anderen der nicht ganz echten Osterhasenexemplare und die anderen vier Jugendlichen, die in der Kinderecke die Jüngsten betreuen, sind Elftklässler des Neuruppiner Schinkelgymnasiums. Sie haben bei der städtischen Gesellschaft Inkom, die den Markt organisiert, nachgefragt, ob sie den Osterhasen-Part übernehmen dürfen, um ihre Abi-Kasse aufzubessern. „Der Job ist super“, urteilt Franziska Kohlhase, bevor sie sich den Kindern des Montessori-Kindergartens zuwendet, die quietschvergnügt Ringe in Richtung des Schwarzhasen-Exemplars werfen. „Der kleine Ausflug hierher ist ein richtiger Höhepunkt für unsere Kleinen – und passt wirklich super als Vorbereitung auf Ostern“, schwärmt Erzieherin Linda Hirscht, die von etwa 25 Zöglingen umringt ist. Nur, dass weniger Tiere da sind, als sich die Jüngsten erhofft haben, findet sie schade. „Sie haben sich schon so darauf gefreut.“

Tatsächlich fehlt der angekündigte Stand mit Hühnern und Hasen des Zuchtvereins D 180. Dieser habe kurzfristig abgesagt, weil der bisherige Vorsitzende kurz vorm Markt seinen Posten aufgab und die anderen Mitglieder nicht einspringen wollten, berichtet Andreas Dziamski. „Wir haben trotzdem Tiere“, sagt er und zeigt zur Strohballenburg, in der sechs Hasen aus dem Krangener Hobbyzoo Stöter kuscheln. „Das sind aber keine echten Osterhasen, die sind nämlich braun und nicht weiß oder schwarz“, meckert Ursula Stöter in ihrem prächtigen Oberosterhasenhennen-Kostüm, das aus dem Friedrichstadtpalast stammt. Dass sie den Marktorganisatoren aus der Patsche hilft, hat sie spontan nach dem D 180-Ausfall entschieden. „Ich bin Neuruppinerin, ich unterstütze das – auch wenn es dafür nur einen schmalen Taler gibt.“

Leckeres Selbstgemachtes bot der Verein Lebensräume an. Quelle: Peter Geisler

Geld wollen natürlich auch die anderen Aussteller verdienen. „Aber der Spaß steht immer im Vordergrund“, sagt Ute Henke, Vorsitzende der Wallitzer Landfrauen. Sie verkauft selbst gemachten Likör in der Marzipan-, Amaretto-weiße-Schokolade- und Kirsch-mit-Rum-Variante sowie bunt verzierte Küchlein in Waffeln. „Mmh, lecker“, sagt Kathrin Zirk aus Neuruppin, die ihren Einkauf mit dem Besuch des Ostermarktes verbindet. „Wenn Sie etwas kaufen, kommt der Erlös in Gänze unserem Verein zugute. Sie können ja zu unserer Walpurgisnacht kommen“, lockt Henke. Kathrin Zirk zückt ihren Geldbeutel.

Auch die Feuerwehr hofft auf Spenden. Die Brandschützer zersägen den Ex-Schulplatz-Weihnachtsbaum und machen daraus handliche Schwedenfeuerstücke, die gleich an den Mann gebracht werden. Es ist eine Premiere, denn sonst verhökerte die Stadt das Holz schon früher bei einer Auktion. Stadtjugendfeuerwehrwart Guido Hollberg ist sehr froh, dass nun seine Sektion in den Genuss des Erlöses kommt. Schließlich sollen von dem Geld Feldbetten und Schlafsäcke für das Zeltlager der Jugendfeuerwehr gekauft werden.

Von Celina Aniol

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