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Die Ortsdurchfahrt ist Baustelle

Fehrbellin Die Ortsdurchfahrt ist Baustelle

Wegen Bauarbeiten ist die Ortsdurchfahrt von Fehrbellin seit dieser Woche gesperrt. Das Land lässt die Fahrbahn sanieren. Autofahrer brauchen deshalb Geduld. Ortsvorsteher Jürgen Sternbeck ist aber zufrieden.

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Am Donnerstag waren die Arbeiter dabei, die Oberfläche der Fahrbahn der Johann-Sebastian-Bach-Straße abzufräsen.

Quelle: Reyk Grunow

Fehrbellin. Vorsichtig setzt der Fahrer mit der riesigen Fräse auf Raupenketten zurück. Der Motor heult auf und die Fräse senkt sich auf die Asphaltbahn. Langsam bewegt sich das beeindruckende Gefährt vorwärts, zurück bleibt ein mehrere Meter breiteres Loch in der Straße. Genau so soll es aussehen.

Gut 15 000 Quadratmeter Asphalt müssen die Bauarbeiter der Firma Feind in den nächsten Tagen noch in Fehrbellin entfernen – die gesamte oberste Schicht der Ortsdurchfahrt zwischen der Rhinbrücke auf der einen Seite und der Tankstelle nahe der Autobahnabfahrt auf der anderen. Die riesige Fräse erledigt die grobe Arbeit, dann kommen Arbeiter mit einem kleinen Gerät auf vier Rädern und entfernen die heiklen Stellen rund um die Regeneinläufe und Gullydeckel etwa. Die Tiefbauer entfernen nur die obersten vier Zentimeter der Fahrbahn. Wenn die alte, bröckelige Oberfläche ab ist, wird eine Spezialmaschine in einem Arbeitsgang eine Art Kleber auf den Unterbau aufsprühen und gleich darüber die neue, glatte Fahrbahnoberfläche auftragen.

Eine riesige Fräse entfernt den größten Teil der Fahrbahndecke

Eine riesige Fräse entfernt den größten Teil der Fahrbahndecke. Danach beginnt die Feinarbeit. Mehr als hundert Gullydeckel müssen freigelegt werden.

Quelle: Reyk Grunow

In rund zwei Wochen soll die Ortsdurchfahrt von Fehrbellin nahezu neu sein. So sieht es jedenfalls der Ablaufplan des Landesstraßenbetriebs in Potsdam vor. Geplant ist, die Arbeiten auf der gesamten, rund drei Kilometer langen Strecke bis 17. November abzuschließen, teilt Cornelia Mitschka vom Landesbetrieb Straßenwesen mit.

Fehrbellins Ortsvorsteher Jürgen Sternbeck ist begeistert. Dass die Firma so schnell fertig sein will, hätte er kaum zu hoffen gewagt. „Der Zeitplan ist wirklich grandios“, sagt Sternbeck. Er macht keinen Hehl daraus, wie froh er ist, dass das Land die marode Ortsdurchfahrt von Fehrbellin endlich erneuern lässt. Auf der alten Straße mussten in den vergangenen Jahren immer mehr Schlaglöcher und Risse ausgebessert werden. „Der Flickenteppich war doch kein schöner Anblick mehr“, sagt der Ortsvorsteher.

Eigentlich waren die Bauarbeiten schon ein paar Wochen früher geplant. Doch dann hatte das Unternehmen dem Vernehmen nach wohl Probleme mit der Spezialmaschine, die die neue Fahrbahn in einem statt wie sonst üblich in zwei Arbeitsgängen herstellen kann. Das spart deutlich Zeit – wenn das Gerät denn funktioniert.

Ampeln regeln den Verkehr durch die Ruppiner Straße

Wegen der Bauarbeiten brauchen Autofahrer in Fehrbellin in den kommenden Tagen etwas mehr Geduld. Zurzeit sind die Johann-Sebastian-Bach-Straße und ein Teil der Berliner Straße komplett gesperrt. Alle Fahrzeuge werden durch die Ruppiner Straße, Brunner Straße und Promenade um die Baustelle herumgeleitet. Durch die schmale Ruppiner Straße werden die Autos per Ampel je nach Fahrtrichtung abwechselnd geleitet.

„Bis jetzt läuft das ganz gut“, findet Ortsvorsteher Sternbeck. Die Wartezeiten halten sich vor der Baustellenampel in Grenzen. „Schön, dass es endlich vorwärts geht.“

Parallel zu den Arbeiten in Fehrbellin lässt das Land in den nächsten Tagen auch die Fahrbahndecke in Wustrau und Altfriesack erneuern. Die Arbeiten dort sollen am Montag beginnen und ebenfalls bis 17. November dauern. Die Umleitung führt über Radensleben, Wuthenow und Neuruppin nach Fehrbellin und umgekehrt.

Von Reyk Grunow

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