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Ostprignitz-Ruppin Die Piep-Show
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11:40 06.01.2014
Mit Ferglas auf Vogelsuche. Quelle: Alexander Beckmann
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Demerthin

Irgendwo müssen die Vögel doch sein. Man hört sie ja. Aber zu sehen ist nichts. Doch! Da fliegt was. Aber was?

Vogelbeobachtung am Demerthiner Schloss war am Sonntag eine echte Herausforderung.

Mitglieder des Naturschutzbundes Nabu hatten sich anlässlich der "Stunde der Wintervögel" dort getroffen. Bloß offenbar wussten die Vögel nichts davon, dass sie gezählt werden sollten.

"Wir stehen ja immer hier", wunderte sich Jürgen Helmholz aus Berlitt, der bei der jährlichen Aktion schon ganz andere Erfahrungen gemacht hat. "Diesmal lässt sich keine Taube, kein Sperling blicken."

Zumindest letzterer tauchte doch noch auf - wie üblich gleich in kleinen Grüppchen. Und statt der Tauben zeigten sich zumindest ein paar Meisen, einzelne Buchfinken, Schwarzdrosseln, Krähen und Kleiber. Sogar eine Wacholderdrossel, auch Krammetsvogel genannt, war dabei.

"Jetzt trinken wir erst mal einen Kaffee und stoßen auf die erste Kohlmeise an", tröstete Manfred Teske aus Wusterhausen. Seine "Überlebensausrüstung" ließ es gestern an nichts fehlen: heißer Kaffee, Kuchen, Schreibzeug, Fernglas. "Familiär muss es sein", sagt Teske. "Damit es Spaß macht", ergänzt Helmholz. Spaß machte die kleine Jagd trotz des trüben Wetters durchaus. Sie blieb am Ende ja auch nicht ohne Ergebnis.

Seit 2011 ruft der Nabu einmal jährlich bundesweit dazu auf, im Winter eine Stunde lang die gefiederten Besucher von Gärten und Parks zu zählen. Es geht darum, einen Überblick über die vorhandenen Arten, ihre räumliche Verteilung und Häufigkeit zu erhalten. Gerade im Winter ist der eine oder andere Exot auf der Durchreise.

2013 beteiligten sich fast 93000Vogelfreunde an der Aktion. Die Brandenburger waren ganz vorne mit dabei. Unter ihnen Helmholz und Teske, die für den Nabu in der Region auch anderweitig aktiv sind.

Seit drei Jahren gibt es rund um Dosse und Jäglitz einen kleinen Freundeskreis, der sich der Naturschutzorganisation angeschlossen hat. "Den Status einer offiziellen Nabu-Gruppe haben wir nicht erreicht", erklärt Jürgen Helmholz. "Dazu brauchen wir mehr aktive Mitglieder."

Doch die, die es schon gibt, sitzen nicht nur herum. Sie betreuen kleinere Schutzgebiete und betreiben vor allem Lobby-Arbeit in Sachen Natur. So wird es zur Tourismusaktion "48 Stunden Kleeblatt" im Mai Informationsstände in Kyritz und Neustadt geben, kündigt Jürgen Helmholz an. "Für diePrima-Messe hab ich auch vor, was zu machen, aber das ist noch nicht zu Ende gedacht. Auf jeden Fall gehören wir da hin." Schließlich nenne sich Kyritz "Stadt der Seen und Wälder" und das inzwischen seit genau 50 Jahren.

Dann wird es analog zur heute endenden Nabu-Aktion "Stunde der Wintervögel" im Mai die jährliche "Stunde der Gartenvögel" geben. Auch Ausflüge werden die Nabu-Mitglieder wieder organisieren. Beispielsweise soll es zur Vogelbeobachtung ins Schutzgebiet zwischen Bückwitzsee und Rohrlackgraben gehen. Dafür konnte der Nabu erst vor Kurzem einen neuen Betreuer gewinnen: Hartmut Paschen aus Kyritz. Etwas später, nach Ende der Brutzeit, steht eine Exkursion ans Königsfließ auf dem Programm. Und durchs Schutzgebiet "Bärenbusch" (Betreuer: Lothar Schnick aus Wusterhausen) soll möglichst wieder der Kremser fahren.

Von Alexander Beckmann
Zu den Ergebnissen der "Stunde der Wintervögel" und zu weiteren Aktionen informiert der Nabu ausführlich unter www.stundederwintervoegel.de.

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