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Ostprignitz-Ruppin Die Prignitz soll endlich verhandeln
Lokales Ostprignitz-Ruppin Die Prignitz soll endlich verhandeln
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00:18 03.06.2016
Die Verwaltungschefs aus Ostprignitz-Ruppin wollen möglichst schnell den Dialog mit der Prignitz. Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin

Die Bürgermeister und Amtsdirektoren aus Ostprignitz-Ruppin und Landrat Ralf Reinhardt appellieren an den Kreis Prignitz, endlich mit ernsthaften Gespräche über eine mögliche Fusion zu beginnen. Bei einem Treffen in Neuruppin haben sich am Dienstag alle von Prignitz-Landrat Torsten Uhe enttäuscht gezeigt. Der lehne alle Gespräche mit Ostprignitz-Ruppin ab, bevor nicht garantiert wird, dass Perleberg die Kreisstadt in einem gemeinsamen Landkreis wird.

Sowohl Ostprignitz-Ruppin als auch die Prignitz lehnen die Pläne des Landes für eine Kreisgebietsreform vehement ab. Doch die Bürgermeister in Ostprignitz-Ruppin sind realistisch. „Die Kreisgebietsreform wird kommen“, sagt Neuruppins Rathaus-Chef Jens-Peter Golde. Dass SPD und Linke diesen zentralen Pfeiler ihrer Koalitionsvereinbarung aufgeben, glaubt auch von seinen Kollegen keiner. Alle sind überzeugt, dass es auf einen gemeinsamen Landkreis mit der Prignitz hinausläuft.

Freiwilliger Zusammenschluss hat Aussicht auf Hilfe vom Land

Statt abzuwarten, bis der Landtag die Kreise vor vollendete Tatsachen stellt, sollten sie besser über einen freiwilligen Zusammenschluss beraten. OPR-Kreistagschef Manfred Richter aus Rheinsberg sieht darin die entscheidenden Chancen: „Das Land ist bereit, uns entgegenzukommen, wenn wir aufeinander zugehen.“ Wenn sich die Kreise freiwillig zusammentun, können sie auf Hilfe auf Potsdam zählen. Verweigern sie sich aber, dann müssten sie am Ende mit dem leben, was der Landtag vorschreibt.

Eingeladen hatte sie alle Neuruppins Bürgermeister Golde. Er reagierte damit auf ein Interview mit Perlebergs Bürgermeisterin Annett Jura. Sie hatte vor wenigen Tagen erklärt, in einem Großkreis könne nur Perleberg die Kreisstadt sein.

Künftige Kreisstadt: Bürgermeister stehen hinter Neuruppin

Diese Forderung wiesen Ostprignitz-Ruppins Amtsdirektoren und Bürgermeister zurück. Sie wollen die Frage der Kreisstadt möglichst lange zurückstellen. Viele andere Themen müssten dringender geklärt werden. Etwa wie die Unternehmen, Kliniken und Ämter sich auf eine Zusammenarbeit vorbereiten können, damit die nach der Kommunalwahl 2019 mit möglichst wenigen Problemen klappt.

Doch wenn die Prignitzer die Diskussion schon aufmachen, dann müsse jetzt auch Neuruppin reagieren, findet Manfred Richter. Bürgermeister, Amtsdirektoren und Landrat stellten sich klar hinter Neuruppin. „Das Prinzip muss sein, Stärken zu stärken“, sagt Lindows Amtsdirektor Danilo Lieske.

Landrat hofft auf Dialog mit seinem Prignitzer Kollegen

Wusterhausens Bürgermeister Roman Blank kann verstehen, dass die Prignitz Angst hat, in einem Großkreis alles zu verlieren. Genau deshalb sei es wichtig, so schnell wie möglich Gespräche zu führen. Etwa darüber, wo es Außenstellen der Verwaltung geben müsse. „Wir sind jederzeit zu Gesprächen bereit und verschieben dafür auch andere Termine“, versichert der Landrat. Er ist am Donnerstag bei der Anhörung des Innenausschusses des Landtages zu dem Thema. Sein Prignitzer Kollege auch.

Von Reyk Grunow

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