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Ostprignitz-Ruppin Die Profischmiede für den Schießsport
Lokales Ostprignitz-Ruppin Die Profischmiede für den Schießsport
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00:17 06.06.2016
Der ehemalige Bundestrainer Wilhelm Metelmann (r.) betreut seit zwei Jahren den Schützennachwuchs in Neu Daber. Quelle: Christian Bark
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Neu Daber

Guten Gehörschutz sollte man schon dabei haben, wenn man den Wittstocks Landesstützpunkt fürs Sportschießen in Neu Daber nahe Berlinchen besucht. Das wissen auch die zehn Jungschützen, wenn sie mindestens zweimal die Woche ihre drei Stunden Training auf dem Schießplatz absolvieren. Im Gegensatz zu ihren Schützenfreunden hat Laura Quooß jedoch einen recht unscheinbaren Gehörschutz, der eher an Ohropax erinnert.

„Ich schieße seit ich 14 bin“, sagt die 19-Jährige aus Wittstock. Kein Wunder, schließlich gehöre ihrem Vater die Schießanlage. Stolz kann die angehende Fleischerin bereits auf Erfolge zurückblicken. Zum Beispiel auf die Zugehörigkeit im deutschen Nationalkader 2015 und sogar den Sieg bei der deutschen Meisterschaft unter den Junioren vor zwei Jahren. Stolz verweist Laura auch auf ihre Cousine Katrin, die als Sportschützin bei der Bundeswehr arbeitet und bereits Weltmeisterin bei den Frauen war.

Vereinsvorsitzender Silvio Wacker freut sich über weiteren Nachwuchs bei den Schützen. Quelle: Christian Bark

All die Höhen und Tiefen des Leistungssport stehen Tilo Schumacher noch bevor. Vor neun Monaten war der 14-Jährige über seinen Opa, der Mitglied der Privilegierten Schützengilde Wittstock ist, die den Landesstützpunkt vor zwei Jahren bei sich eingerichtet hat. Mittlerweile ist der Verein stolz, eines von zwei Leistungsportzentren fürs Flintenschießen in Brandenburg zu sein. „Wir sehen uns als Türöffner für den Leistungssport“, wirbt Vereinsvorsitzender Silvio Wacker um das Interesse junger Leute. „Nachwuchs ist immer willkommen bei uns“, sagt er und freut sich, dass sich die Zahl der Jugendlichen in den vergangenen zwei Jahren mehr als verdoppelt hat.

Laura Quooß zeigt, wo die Wurfscheiben rausgeschossen werden. Quelle: Christian Bark

Das ist nicht zuletzt auch der Aufbauarbeit namhafter Betreuer wie Wilhelm Metelmann zu verdanken. Als der Sewekower vor drei Jahren seine Karriere als Bundestrainer beendete, freute er sich über eine neue Aufgabe im Ruhestand. „Von 120 auf null ging einfach nicht“, sagt der 67-Jährige. Die Jugendarbeit sei besonders wichtig, denn auch seine Karriere sei nur durch entsprechende Förderung möglich gewesen. Damals, Ende der 60er Jahre, habe ihn Heinz Seeger trainiert, der den heutigen Schießplatz auch zu dieser Zeit gegründet hatte. „Mit Willi trainiere ich immer gerne“, lobt Laura Quooß. Der strahle immer so eine Ruhe aus und verfüge über große Erfahrung. Auch mit den anderen Trainern komme sie gut klar.

Privilegierte Schützengilde zu Wittstock 1560

116 aktive Mitglieder schießen in der Privilegierten Schützengilde Wittstock 1560.

2014 wurde der Landesstützpunkt für die Jugend aufgebaut. Er ist neben dem in Frankfurt/Oder der einzige in Brandenburg fürs Flintenschießen.


Geschossen wird auf
Wurfscheiben, auch bekannt als Tontauben. Unterschieden wird zwischen Trap- und Skeetschießen.

Zehn Jugendliche betreiben hier Leistungssport auf Höchstniveau. Ein Großteil der Mitglieder ist im deutschen Nationalkader und konnte sich schon über Spitzenplatzierungen bei Bundes-, Europa- und Weltmeisterschaften freuen.

Unter den jungen Schützen befinden sich auch Talente aus dem benachbarten Mecklenburg-Vorpommern. So kommt Maximilian Brandt aus Vipperow an der Müritz. „Der nächste annähernd vergleichbar gute Schießplatz wäre bei Grimmen“, sagt der 18-Jährige, der gerade bei der Bundeswehr in Neubrandenburg eine Ausbildung absolviert.

Während Laura Quooß und Tilo Schumacher Skeetschießen, mit Positionswechsel in Halbkreisform, betreiben, schießt Maximilian Trap, wobei Positionswechsel auf einer Linie erfolgen. Darin war er zuletzt Vizelandesmeister. „Dann schieße ich als Mecklenburger eben für Brandenburg“, sagt er. Damit habe er kein Problem.

Von Christian Bark

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