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Ostprignitz-Ruppin Die Raupenjäger hoffen auf besseres Wetter
Lokales Ostprignitz-Ruppin Die Raupenjäger hoffen auf besseres Wetter
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02:15 13.05.2017
Die Raupen sammeln sich in dicken Nestern unter Ästen. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Hendrik-Hans Hüttich ist bis in die Baumkrone gestiegen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Vom Boden aus kann auch Neuruppins erfahrener Baumwart nicht alles erkennen. Wie geht es den Eichen denn nun und was machen die Raupen des Eichenprozessionsspinners?

Was er gefunden hat, klingt für Laien ernüchternd. Die ersten Raupen bilden dicke Nester. Die Schädlinge sind aktiv – trotzdem muss die Jagd auf die Tiere erst einmal verschoben werden. „Witterungsbedingt“, wie der Baumwart der Fontanestadt erklärt. Anders ausgedrückt: Es ist zu kalt, zu windig und zu feucht, für einen effektiven Gifteinsatz gegen die haarigen Raupen.

Die Raupen werden nur noch vom Boden aus bekämpft

Eigentlich wollte Neuruppin in dieser Woche mit dem Kampf gegen die Spinner starten. Vom Boden aus werden Fachleute Gift bis in die Baumwipfel sprühen. Der Wirkstoff Dipel ES ist für den Einsatz gegen die Raupen zugelassen. Er enthält eine Bakterium, das die Larven fressen, wenn sie an den Blättern der Eichen nagen. Im Körper entwickelt sich der Bazillus dann und führt dazu, dass die Tiere innerhalb kurzer Zeit sterben.

Die Larven der Spinner durchlaufen innerhalb weniger Wochen mehrere Entwicklungsstufen. Die ersten sind für Menschen noch relativ harmlos, Gefährlich wird es, wenn die Raupen beginnen, giftige Nesselhaare auszubilden. Diese Haare sollen die Tiere vor Fressefeinden schützen. Sie sind mikroskopisch klein und werden leicht vom Wind weitergetragen. Gelangen sie auf die menschliche Haut, können sie sich mit winzige Widerhaken festkrallen und ein Gift freisetzen, das zu schweren Reizungen führt. Das Gift der Nesselhaare ist auch noch nach Jahren aktiv, wenn die Raupen länget tot sind. Umso wichtiger ist es, zu verhindern, dass die Tiere diese Brennhaare überhaupt bilden können.

Ohne Laub ist das Gift weitgehend wirkungslos

Weil es bisher zu kalt war, haben viele Eichen aber noch zu wenige oder viel zu kleine Blätter, auf denen das versprühte Gift haften könnte. Zudem hätte der ständige Regen einen Großteil des Antiraupenmittels auch schnell wieder abgewaschen.

Im gesamten Landkreis wurde die Jagd auf die Spinner deshalb verschoben. „Wir hoffen, dass wir in der kommenden Woche beginnen können“, sagte Mathias Wittmoser vom Ordnungsamt des Landkreises am Mittwoch. Erstmals setzt der Kreis nicht auf Hubschraubereinsätze sondern ausschließlich auf den Gifteinsatz vom Boden aus. Etwa 50 000 Euro sind dafür veranschlagt.

Von Reyk Grunow

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