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Die Religionen der Welt im Kulturhaus

Kyritz Die Religionen der Welt im Kulturhaus

Die Ausstellung „Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“ ist bis Ende November im Kyritzer Kulturhaus zu sehen. Sie wurde von den Kyritzer Senior-Mediatoren Elke und Hartmut Hanke initiiert. Die Ausstellung soll zum Nachdenken anregen.

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Die Religionen der Welt sind auf den Tafeln im Foyer des Kulturhauses detailliert und ohne Wertungen erklärt.

Quelle: Sandra Bels

Kyritz. Die Religionen der Welt sind derzeit im Kyritzer Kulturhaus in Wort und Bild zu sehen. Initiiert wurde die Ausstellung „Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“ von Hartmut und Elke Hanke aus Holzhausen. Wobei die beiden den Kern der Ausstellung im Weltethos sehen. Auf den Bildtafeln im Kulturhaus sind die Erkenntnisse des Schweizer Theologen und Querdenkers Professor Hans Küng zu sehen und nachzulesen. Hankes sehen es genauso wie Küng: „Ohne einen gemeinsamen Ethos wird es nicht gelingen, Frieden auf der Welt zu schaffen.“ Das ist auch der Kern der Ausstellung.

Hankes haben den Eindruck, dass die Menschen Religion meist mit den Erscheinungsformen unter demselben Namen assoziieren. „Aber tatsächlich lenkt Küng in seiner Ausstellung den Blick bewusst auf einen gemeinsamen Weltethos und nimmt so auch die Philosophen und größeren Denker außerhalb der Religionssysteme mit auf seinem Weg“, so Hartmut Hanke.

Zur Weltkugel soll sich jeder seine eigenen Gedanken machen

Zur Weltkugel soll sich jeder seine eigenen Gedanken machen.

Quelle: Sandra Bels

Er und seine Frau sind ehrenamtliche Schulmediatoren an der Kyritzer Carl-Diercke-Schule. Und genau diese Arbeit brachte die beiden auch auf die Idee, diese Schau in die Knatterstadt zu holen. „Wir haben bei unserer Arbeit als Mediatoren oft gesehen, dass Kinder nach inneren Werten suchen und auf der Suche nach der Wahrheit sind“, so Elke Hanke. Sie denkt, dass die jungen Menschen dringend Gesprächspartner dafür brauchen. Auch deshalb haben sie und ihr Mann die Ausstellung initiiert. Sie finden außerdem, dass das Thema Weltethos ein sehr interessantes Feld ist.

Großartig erklären wollen die Holzhausener das Aufgestellte nicht. „Alles erklärt sich von selbst“, sagt Hartmut Hanke. Er möchte, dass sich die Interessenten die Ausstellung ohne vorherige Beeinflussung anschauen. Mit der großen Weltkugel im Foyer wollen die beiden besonders die Kinder ansprechen und zum Nachdenken anregen. Die Erde hat ein verschlissenes Netz um sich herum. An den zerstörten Stellen gibt es rote Zettel mit Themen drauf. Sie sollen zum Nachdenken darüber anregen, was künftig jeder Einzelne dafür tun kann, um die Welt positiv zu verändern.

Die Schau will zum Nachdenken anregen

Elke Hanke ist sich sicher: „Jeder kann einen Beitrag dazu leisten, die Welt etwas besser zu machen.“ Die roten Zettel auf der Weltkugel spiegeln für Elke Hanke Ist-Stand der Welt mit all ihren Missständen wider. Sie will nicht nur Kinder und Jugendliche zum Nachdenken darüber anregen, was man ändern kann. Auch Erwachsene sollen sich Gedanken darüber machen, wie man die Missstände beheben kann. „Dafür bieten wir allen an auf kleinen Zetteln Lösungen zu formulieren“, so Elke Hanke. Sie hofft, dass sich besonders ältere Menschen mit ihrer Lebenserfahrung und ihrem Wissen beteiligen. „Aber ganz sicher hat auch die Jugend mit ihrem unverstellten Blick Lösungsansätze parat“, sagt Elke Hanke.

Die Weltkugel stammt aus der ZDF-Sendung „Eine Welt für alle“

Zu Hankes Weltkugel gibt es noch eine kleine Geschichte außerhalb der Ausstellung: Sie stammt aus dem Jahr 1984. Damals tauchte sie in der ZDF-Reihe „Eine Welt für alle“ auf. Als die Reihe beendet war, sollte die Riesen-Weltkugel verschrottet werden. „Ich habe sie damals geholt und davor gerettet“, so der Holzhausener. Seitdem nutzen Hankes die Weltkugel immer wieder für ihre öffentlichen Aktionen. Seit dieser Woche gibt es auch einen Bildschirm in der Ausstellung auf dem man die ersten sechs Filme der ZDF Serie „Spurensuche“ anschauen kann. Hankes haben außerdem beim ZDF angefragt, ob sie aus der Reihe „sonntags“ den Beitrag „Glaubensgarten“ zeigen dürfen. „Er würde sehr gut zur Ausstellung passen“, sagen Hankes.

Schulklassen haben sich für einen Besuch angemeldet

Sie haben die Informationen für die Ausstellung über die Kleeblattregion hinaus gestreut sprechen von einem starken Interesse und einer großen Rückkopplung. Nach den Herbstferien haben sich Klassen aus der Carl-Diercke-Schule Kyritz angemeldet. Aber es wollen auch Schüler aus Havelberg kommen. Auch Kitas haben bei Hankes bereits Interesse bekundet.

Die Ausstellung „Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“ bleibt noch bis zum 30. November im Kyritzer Kulturhaus stehen und ist zu den Öffnungszeiten zu sehen. Der Eintritt ist frei. Gruppen und Klassen können sich anmelden für eine Führung unter 033971/3 29 52.

Von Sandra Bels

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