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Ostprignitz-Ruppin Die Rhinmilch streitet mit dem Kreis
Lokales Ostprignitz-Ruppin Die Rhinmilch streitet mit dem Kreis
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21:21 25.02.2014
300 Kühe können pro Stunde bei Rhinmilch gemolken werden. Quelle: Peter Geisler
Fehrbellin

Das befürchtet zumindest die Untere Wasserbehörde - und hat die Rhinmilch aufgefordert, die Betonflächen zu erneuern.

"Das würde uns 180000Euro kosten. Das ist auch für uns viel Geld", betonte Rhinmilch-Chef Riestock am Montagabend beim Wirtschaftsausschuss des Kreises. Riestock hat Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt. "Wir haben das messen lassen. Da ist nichts im Boden." Zugleich hat sich der Fehrbelliner an Landrat Ralf Reinhardt (parteilos) gewandt. "Uns brennt das Problem auf den Nägeln." Doch obwohl Riestock dem Landrat bereits im Dezember geschrieben hat, wartet der Geschäftsführer noch immer auf eine Antwort. Auch beim Wirtschaftsausschuss erhielt er keine. Dabei hatten sich Verwaltung und Abgeordnete vor Ort von Riestock über das Unternehmen informieren lassen. Dieses beschäftigt immerhin 88 Leute.

"Wir brauchen einen Umsatz von 13 Millionen Euro, um unsere Mitarbeiter bezahlen zu können", sagte Riestock. Derzeit sieht es für den Betrieb - abgesehen von der Forderung des Landkreises - nicht schlecht aus. Die Preise für Getreide und Milch bezeichnete der Geschäftsführer als "recht auskömmlich". Um mit den mehr als 1700Milchkühen rentabel produzieren zu können, muss der Betrieb für den Liter Milch mindestens 30 Cent erhalten. Aktuell werden sogar 39 Cent gezahlt. "Aber das kann sich schnell wieder ändern", so Riestock.

Die Rhinmilch hat zudem in den vergangenen Jahren regelmäßig investiert, seit 1990 fast 37Millionen Euro. Dazu gehören drei Biogasanlagen in Fehrbellin und Hakenberg. In diesen werden Gülle, Festmist, Silagen und Getreideschrot zu Energie umgewandelt. "Wir sind von einem Energieverbraucher wieder zu einem Energieproduzenten geworden", sagte Riestock. Die Rhinmilch liefert Strom für mehr als 1000 Haushalte, heizt ihre Milchviehanlagen und Verwaltungsgebäude und kann darüber hinaus dank des selbst produzierten Stromes mehr als 17Tonnen Futtermittel trocknen.

Riestock verwahrte sich zudem gegen den immer wieder geäußerten Vorwurf, dass Landwirte gegen den Naturschutz seien. "Das ist völliger Blödsinn." Er ärgere sich jedoch, dass es in Linum kaum einen Ansprechpartner für Landwirte gibt, obwohl dort so viele Vereine für den Naturschutz streiten - für die Kraniche, die Störche, die Biber. Der Rhinmilch-Chef hofft zudem, dass der Rhinkanal saniert wird. Der liegt 1,50Meter über dem sonstigen Gebiet. "Wir brauchen den Kanal für den Tourismus und als Wasserspeicher", so Riestock. Er rechnet damit, in den nächsten Tagen endlich Post vom Landkreis wegen des Streits zu den Betonflächen zu erhalten. Die Neuruppiner Behörde selbst wollte sich gestern nicht dazu äußern.

Von Andreas Vogel

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