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Ostprignitz-Ruppin Die Sparkasse hat das „Mittendrin“ gekauft
Lokales Ostprignitz-Ruppin Die Sparkasse hat das „Mittendrin“ gekauft
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00:17 11.09.2016
Die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin hat das leerstehende Haus an der Ecke August-Bebel- und Schinkelstraße (im Bild links) gekauft. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Gibt es in der Neuruppiner Altstadt vielleicht bald eine Baulücke mehr? Möglich wäre das: Die Zukunft des Hauses, in dem bis 2015 der Jugendverein Mittendrin seinen Sitz hatte, ist ungewiss. Fachleute prüfen gerade, ob das historische Gebäude an der Ecke Schinkelstraße und August-Bebel-Straße noch zu retten ist und wie groß der Aufwand dafür wäre.

15 Jahre lang hat der alternative Jugendverein das Gebäude für sein Wohnprojekt genutzt. 1999 hatte die Stadt dem Verein das Haus in bester Lage überlassen. Schon damals war das Gebäude in keinem guten Zustand. Ende 2015 musste der Jugendverein endgültig von der Schinkelstraße in sein neues Domizil, den ehemaligen Bahnhof, umziehen. Einige Stadtverordnete waren nach dem Auszug der Jugendlichen entsetzt, in welchem Zustand sich das Gebäude mittlerweile befindet. Von größeren Reparaturen hatte Bürgermeister Jens-Peter Golde trotzdem abgeraten – schließlich sei unklar, welche Pläne der künftige Eigentümer mit dem Haus hat.

Seit neun Monaten steht das Gebäude an der Schinkelstraße 15a inzwischen leer. Quelle: Peter Geisler

Auch neun Monate später hat sich daran wenig geändert. Neu ist nur eines: Grundstück und Gebäude gehören inzwischen der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin. Die Stadt Neuruppin hat das Areal an die Tochtergesellschaft des Landkreises verkauft. Zu welchem Preis, wollen weder Stadtverwaltung noch Sparkasse verraten.

Der Sparkasse gehört damit der gesamte Block an der Schinkelstraße zwischen August-Bebel- und Braschstraße. 2011 hatte die kreiseigene Bank ihre Filiale in der Schinkelstraße aufwendig sanieren lassen. Damals war ein Seitenflügel abgerissen worden, der die heutige Sparkassenfiliale mit dem Mittendrin verband. Seitdem klafft an dieser Stelle eine Baulücke.

Drei Architekturbüros haben schon 2014 Ideen eingereicht

Schon damals stand fest, dass die Fläche wieder bebaut werden soll – spätestens dann, wenn das Mittendrin das Eckhaus geräumt hat. Bereits 2014 hatten Stadt und Sparkasse die städtische Wohnungsgesellschaft NWG mit ins Boot geholt und einen Architektenwettbewerb zur Gestaltung das Areals organisiert. Drei Büros hatten damals spannende Konzepte ausgearbeitet. Die Ideen reichten von Reihenhäusern bis zu einzeln stehenden Stadtvillen mit Tiefgarage.

Was genau dort gebaut werden wird, müsse der neue Eigentümer entscheiden, heißt es inzwischen aus der Stadtverwaltung. Allerdings sei das Gebäude des Mittendrin „Bestandteil des Gesamtkonzeptes, das in Zusammenarbeit von Stadt, NWG und Sparkasse für den Bereich der Schinkelstraße erstellt worden war“, sagt Rathaussprecherin Michaela Ott.

Auf jeden Fall entstehen neue Wohnungen

„Auf jeden Fall sollen dort Wohnungen entstehen“, erklärt Sparkassensprecher Christopher Arndt. Doch in welcher Form, das müsse erst noch entschieden werden. Zurzeit sind die Baufachleute dabei zu klären, ob das Eckgebäude stehen bleiben kann oder ob es abgerissen werden soll. Davon hängen die weiteren Planungen ab. Wie lange die sich noch hinziehen, kann Christopher Arndt nicht sagen.

Am Mittwoch hat die Sparkasse das leerstehende Gebäude erst einmal sichern lassen. Sämtliche Fenster im Erdgeschoss wurden mit Holzplatten verbarrikadiert.

Von Reyk Grunow

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