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Die Spender werden knapp

Blutspende in Neuruppin Die Spender werden knapp

Viele Patienten sind dringend auf Blutspenden angewiesen, auch zu Weihnachten retten Blutkonserven viele Leben. Alle zwei Jahre bietet der Blutspendedienst des DRK am zweiten Weihnachtsfeiertag in Neuruppin einen besonderen Spendtermin an. Früher war der Termin sehr beliebt, sehr viele Spender kamen. Das war einmal.

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Corinna Schack (r.) und alle anderen Spender bekamen zum Fest Sekt von Schwester Diana.

Quelle: Reyk Grunow

Neuruppin. Die Sektflasche, die er als Dank bekommt, macht es für Uwe Schack nicht. „Ich bin schon lange Blutspender“, sagt der Neuruppiner. Dass er ausgerechnet am zweiten Weihnachtstag zum Spenden geht, hat einen einfachen Grund: Zu Weihnachten hat Uwe Schack die Zeit dafür. „In der Woche muss ich arbeiten, da schaffe ich das oft nicht“, sagt er.

Uwe Schack und seine Frau Corinna gehörten zu den wenigen, die am Sonnabend in Neuruppin zur Sonderblutspende bei den Ruppiner Kliniken gekommen sind. Die Termine am zweiten Weihnachtstag haben Tradition. „Wir machen das alle zwei Jahre hier in Neuruppin“, sagt Schwester Katja Thiemann. Zusammen mit zwei Ärzten und fünf weiteren Kollegen betreut sie die Spender.

Normalerweise ist es zu Weihnachten voll in den Räumen des DRK-Blutspendedienstes. „Wir hatten hier schon weit über hundert Spender“, erinnert sich Schwester Katja Thiemann an frühere Weihnachts-Blutspendetermine. Oft standen die Spender Schlange. Für viele ist der Termin am zweiten Weihnachtstag ein besonderer.

In diesem Jahr kann von Andrang keine Rede sein. Nur etwas mehr als 20 Blutspender melden sich in der ersten Stunde am Sonnabend. Katja Thiemann wirkt etwas ernüchtert, aber nicht wirklich überrascht. Es ist nicht der erste Termin, zu dem deutlich weniger Spender kommen als früher. „Das geht schon seit zwei Jahren so“, sagt sie. In Neuruppin ist der Effekt noch gering, in der Prignitz und der Uckermark bekommen die Mitarbeiter des Blutspendedienstes ihn noch deutlicher zu spüren. Für Katja Thiemann liegt es unter anderem am demografischen Wandel. „Es fehlen zunehmend die jungen Leute“, sagt sie. „Das wirkt sich eben aus.“

Blut darf in der Regel jeder spenden, der gesund ist und zwischen 18 und 72 Jahren alt. Früher hat der Blutspendedienst des DRK sogar eigene Termine in Oberstufenzentren und Gymnasien angeboten. Das lohnt sich heute kaum noch. Seit die 13. Klasse gestrichen wurde, gibt es an den Gymnasien nur noch wenige Schüler, die alt genug zum Spenden sind. An den Oberstufenzentren hat die Zahl der Schüler in den vergangenen Jahren drastisch abgenommen.

Der Bedarf an Spenderblut bleibt trotzdem hoch. Blut kann noch immer nicht künstlich hergestellt werden. Bei Operationen, nach Unfällen und bei vielen schweren Erkrankungen sind Patienten zwingend auf die Spenden angewiesen. Viele Blutkonserven können zwar länger gelagert werden, einige besondere Blutprodukte aber nur für wenige Tage. Auch deshalb sind Termine wie die zu Weihnachten für den Blutspendedienst so wichtig.

34 Spender sind am Sonnabend insgesamt nach Neuruppin gekommen. Wenige im Vergleich zu anderen Tagen.

Von Reyk Grunow

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