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Ostprignitz-Ruppin Die Spinner werden ab Dienstag bekämpft
Lokales Ostprignitz-Ruppin Die Spinner werden ab Dienstag bekämpft
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02:15 07.05.2017
Die Haare der Raupen sind mit Widerhaken ausgestattet und enthalten zudem ein Nesselgift. Quelle: Forst Brandenburg
Neuruppin

Ab Dienstag, 9. Mai, sollen die Raupen des Eichenprozessionsspinners in den Neuruppiner Ortsteilen Pabstthum und Radensleben sowie auf dem Evangelischen Friedhof in Neuruppin mit Sprühkanonen vom Boden aus bekämpft werden.

Auch die Eichen, die an der Straße zwischen Karwe und Lichtenberg sowie am Radweg zwischen Treskow und Wustrau in Höhe der Badestelle in Buskow stehen, werden dann mit dem Fraßgift Dipel ES besprüht, teilte am Donnerstag der Neuruppiner Baumwart Hendrik Hans Hüttich mit. Begründet wird der Einsatz mit den giftigen Nesselhaaren der Raupen. Die sogenannten Brennhaare sind zwar mikroskopisch klein. Aber sie sind mit Widerhaken ausgestattet und enthalten zudem ein Nesselgift, das sogar mehrere Jahre lang aktiv sein kann. Auch bei gesunden Personen können durch Kontakt mit den Brennhaaren starke Hautekzeme, stärkere allergische Reaktionen, Bindehautentzündungen, Atemprobleme sowie bei vorbelasteten Personen Asthmaanfälle und sogar ein allergischer Schock auftreten.

Rheinsberg diesmal nicht betroffen

Wegen solcher Symptome haben im vergangenen Jahr fast 160 Menschen in Ostprignitz-Ruppin einen Arzt aufgesucht. Die Kreisverwaltung hatte sich deshalb in Abstimmung mit den Städten, Ämtern und Gemeinden entschlossen, auch in diesem Jahr die Raupen des Spinners wieder zu bekämpfen. Lediglich die Stadt Rheinsberg sah keinen Bedarf. „Wir sind diesmal nicht betroffen“, hieß es aus dem Rathaus.

Indes sollen allein in Stüdenitz im Amt Neustadt (Dosse) gut 170 Eichen besprüht werden sowie zwischen Werder und Paalzow im Amt Temnitz mehr als 150 Bäume.

Baumbesitzer können sich bis Dienstag melden

Insgesamt werden in Ostprignitz-Ruppin in diesem Jahr knapp 6000 Eichen auf einer Gesamtfläche von 127 Hektar mit dem Fraßgift besprüht. Zum Vergleich: 2016 wurden 3435 Eichen mit Sprühkanonen vom Boden aus behandelt. Hinzu kamen 442 Hektar, die aus der Luft besprüht wurden.

Zu den knapp 6000 Eichen, die bisher auf der Liste stehen, könnten noch einige mehr kommen. Denn interessierte Privatbaumbesitzer können sich noch bis Dienstag, 9. Mai, beim Neuruppiner Rathaus melden, wenn Eichen auf ihrem Grundstück mit dem Fraßgift behandelt werden sollen. Allerdings müssen sie die Kosten für den Einsatz selbst übernehmen. Auskünfte dazu erteilt der Baumwart Hans Hüttich unter Telefon 03391/35 51 36 oder per Mail an Hendrik-Hans.Huettich@stadtneuruppin.de.

Generell gilt, dass besprühte Gebiete frühestens acht Stunden nach dem Gifteinsatz betreten werden sollten.

Von Andreas Vogel

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