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Ostprignitz-Ruppin Die Stadt will alle Laternen verkaufen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Die Stadt will alle Laternen verkaufen
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02:15 12.06.2017
Für Strom und Wartung waren die Stadtwerke bisher schon zuständig, bald könnten ihnen die Laternen ganz gehören. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Seit 18 Jahren kümmern sich die Stadtwerke Neuruppin per Vertrag darum, dass auf Neuruppins Straßen und Plätzen nachts Lampen leuchten. Dafür bekommen die Stadtwerke von der Stadt Geld. Künftig sollen sie nicht nur den Strom liefern und die Laternen in Schuss halten – die Stadt will ihre gesamte Straßenbeleuchtung und alle öffentlichen Lampen ganz an ihre Tochterfirma abgeben und den Stadtwerken verkaufen.

1,5 Millionen Euro erwartet die Stadtverwaltung dadurch im kommenden Jahr in der Kasse. Doch der Kaufpreis ist aus Sicht der Verwaltung nicht der einzige Vorteil. Nach dem bisherigen Vertrag mit den Stadtwerken müsste Neuruppin pro Jahr rund 705 000 Euro für Strom, Wartung und Unterhalt der Straßenbeleuchtung zahlen. Die Summe ist unter anderem deshalb so hoch, weil sich die Stadtwerke vor Jahren verpflichtet hatten, die alten Laternen nach und nach auf moderne energiesparende LED-Technik umzurüsten. Die Stadt hatte für diese Umstellung nicht genügend Geld. Also hat Neuruppin mit den Stadtwerken einen Deal gemacht: Die Firma verpflichtete sich, die neue Technik anzuschaffen, übernimmt die Kosten dafür erst einmal selbst und stellt sie der Fontanestadt erst später in Rechnung.

In 20 Jahren zahlt die Stadt mehr als zehn Millionen Euro

Dazu kommt es jetzt womöglich gar nicht mehr. Mit einem Verkauf sämtlicher Laternen hofft die Verwaltung, erneut deutlich sparen zu können. Statt jährlich 705 000 Euro müsste Neuruppin künftig an den Energieversorger nur rund 576 000 Euro zahlen. Diese Summe würde sich wegen der vorhergesagten Kostensteigerung im Laufe der Jahre allerdings etwas erhöhen. Für die nächsten 20 Jahre würde das Geschäft Neuruppin erheblich mehr als zehn Millionen Euro kosten. Dieses Geld müsste die Stadt bezahlen, damit die Stadtwerke das Licht liefern. Das wäre allerdings immer noch deutlich billiger, als würde die Stadt ihre Laternen im eigenen Eigentum behalten.

Im Bauausschuss am Donnerstag hat Neuruppins Vize-Bürgermeister Arne Krohn dann auch für den Verkauf geworben. „Wir haben das lange und gründlich in der Verwaltung geprüft“, sagt er: „Es gibt eigentlich keine Gründe, die dagegen sprechen.“

Mehr als 5000 Lampen und Leuchten in ganz Neuruppin

Wie teuer die Straßenbeleuchtung in den kommenden Jahren genau wird, kann bisher noch niemand sagen. So ist kaum absehbar, wie viele Laternen in den nächsten Jahren neu aufgestellt werden, weil neue Wohngebiete entstehen oder Straßen bessere Beleuchtung bekommen.

Vor zehn Jahre hatte Kämmerer Willi Göbke schon einmal Alarm geschlagen, weil Neuruppin zu viele Laternen, Pollerlampen und Bodenstrahler hat. Inzwischen gibt es deutlich über 5000 sogenannte Lichtpunkte in der Stadt und den Dörfern.

2009 hatte die Neuruppiner Stadtverwaltung schon einmal vorgeschlagen, die Straßenbeleuchtung an die Stadtwerke zu verkaufen. Dazu kam es damals jedoch nicht. Der Bauausschuss stimmte am Donnerstag zu. Offen blieb allerdings, wie viel Einfluss die Stadtverordneten auf die Straßenbeleuchtung noch haben: auf die Art der Laternen oder darauf, wann und wo Licht brennt.

Von Reyk Grunow

Die Stadt Neuruppin will den Tourismus in den kommenden Jahren deutlich besser fördern. Die städtische Inkom soll bis 2019 ein langfristiges Konzept erstellen und die Zusammenarbeit mit den Nachbarorten ausbauen. Nach Rheinsberg ist Neuruppin die Stadt mit den meisten Gästen im Norden Brandenburgs.

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