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Die Suche nach dem richtigen Neustadt

Theater im Schlosspark zur Museumsaktion "Feuer und Flamme" in der Kleeblatt-Region Die Suche nach dem richtigen Neustadt

Unter dem Motto „Feuer und Flamme“ taten sich am Sonnabend erstmals alle Museen der Kleeblatt-Region zu einem Veranstaltungsmarathon zusammen. Von Dreetz bis Demerthin, von Dessow bis Kyritz gab es für die Besucher besonderes zu erleben. In Neustadt kooperierten das Industriedenkmal Gaswerk und das Schloss Spiegelberg.

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Tina Sonnenherz (r.) erzählte in Demerthin Gruselgeschichten.

Quelle: Reichel

Kyritz. In Dreetz vermittelte die Heimatstube einen Einblick in die Geschichte des Dorfes. Zu den Besuchern zählten nicht nur Einwohner des Ortes und aus der Umgebung. Auch ehemalige Dreetzer, die es in die Ferne verschlug, kamen zum Aktionstag. Die Dreetzerin Rita Wolff, die seit vier Jahren die Heimatstube betreut, führte durch die Geschichte der Gemarkung Dreetz. Die Heimatstube ist in einem der ältesten Häuser des Ortes untergebracht. Und dabei wird der Name dem kleinen Museum längst nicht mehr gerecht. Die Ausstellung nimmt bereits das ganze Haus ein. Jede Menge Materialien aller Art, die vom Alltag der Dreetzer in der Vergangenheit erzählen, konnten den ganzen Nachmittag hindurch besichtigt werden.

In Neustadt taten sich das Industriedenkmal Gaswerk mit seiner Ausstellung zur Neustädter Spiegelmanufaktur und das Schloss Spiegelberg zusammen. Im mit Kerzen illuminierten Park präsentierten Internatsschüler "schon im Hinblick auf das Neustadttreffen im nächsten Jahr", wie es hieß, ihr eigenes Theaterstück "Auf der Suche nach dem richtigen Neustadt". Phantasievoll kostümiert erzählten sie mit eigenen Texten und unter eigener Regie die Geschichte von Graf Karl und Gräfin Charlotte auf der Suche nach einer neuen Bleibe in einer der 21deutschen Neustädte. Die zahlreichen Besucher hatten daran ebenso Freude wie an der Bewirtung und dem milden Herbstabend.

"Schrecklich schöne Märchen" standen im Keller des Demerthiner Schlosses auf dem Veranstaltungsprogramm. Mehr als 30 gruselwillige Besucher aus der Region fanden sich dazu im Kellergewölbe ein. Bei Kerzenschein gab die Märchenerzählerin Tina Sonnenherz düstere Märchen über Mörder und Untote zum Besten. An ihrer Seite spielte Camilla Pinder aus Friesack an der Harfe. Sie sang passend zur Atmosphäre, die das alte Gemäuer erzeugt, Lieder über schaurige Gestalten. In einer kurzen Pause konnte sich das Publikum dann bei einem kleinen Imbiss stärken.

"Feuer und Flamme" für unser Museum hieß es auch in Wusterhausen. Das Wegemuseum im "Herbst'schen Haus" bot abendliche Führungen an. Gleich zu Beginn versammelte man sich im lauschigen Hof bei einem Umtrunk am lodernden Feuer und bekam von Bärbel Hartwig viel Wissenswertes zur Geschichte des denkmalgeschützten Gebäudes erzählt. Einheimische konnten eigene, bisher unbekannte Geschichten beisteuern. Helga Schimpke tat dies. Sie hatte seinerzeit aus dem Besitz der Familie Herbst einen Porzellanhund erworben, den sie dem Museum nach der Restaurierung des Hauses zur Verfügung stellte. Der Hund schlummert nun in einer Schublade. Die wird von der ehrenamtlichen Museumsführerin Helga Schimpke immer für die Besucher aufgezogen. Andrea Perlt, die Leiterin des Wegemuseums, lud dann Interessierte zu einem Rundgang durch das Museum ein.

rezu/beck/ar

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