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Ostprignitz-Ruppin Die Tage der B 5-Brücke sind gezählt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Die Tage der B 5-Brücke sind gezählt
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00:34 29.03.2018
Was sich vom Boden aus nicht jedem Vorbeifahrenden gleich erschließt, ist aus der Luft sofort erkennbar: die Dimension der Baustelle für die neue Brücke nahe der Feldsiedlung. Quelle: André Reichel
Kyritz

Straßen- und Brückenbaustellen hat die Hansestadt Kyritz in den vergangenen Jahren schon einige gesehen. Das aktuellste Geschehen im Norden von Kyritz jedoch ist von einer Dimension, die es so nur selten gab.

Zwar hat der Landesbetrieb Straßenwesen bereits die Jäglitz-Brücke an der Bundesstraße 5 erneuert und dann die unfallträchtigen Kreuzungen an der Wittstocker Straße und erst im vorigen Jahr die nicht minder gefährlichere an der Pritzwalker Straße in Kreisverkehre umgewandelt. Doch es geht noch eine Nummer größer, wie seit Tagen nun schon an der B 5-Umgehungsstraße zwischen dem Kreisel in der Pritzwalker Straße und der Einmündung der Perleberger Straße zu sehen ist. Dort sind die Bauarbeiten in vollem Gange.

In der Hansestadt Kyritz wird seit Jahren viel an Brücken und Straßen gebaut, doch nun wurde im Norden der Stadt eine Baustelle aufgemacht, die alles bisher dagewesene in den Schatten stellt.

Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg lässt den gesamten Abschnitt erneuern. Dieser ist rund 1,7 Kilometer lang und wird um einen Radweg ergänzt. Die Tage der in den 1980er Jahren errichteten Eisenbahnbrücke sind dabei gezählt. Sie gilt als nicht mehr ausreichend belastungsfähig und wird aus diesem Grund neu gebaut.

Die Kosten für das Gesamtprojekt liegen bei rund sechs Millionen Euro. Allein 2,8 Millionen davon entfallen auf die Brücke, wie Cornelia Mitschka vom Landesbetrieb Straßenwesen anlässlich des Baustarts informierte.

Witterungsbedingt gab es bereits eine Unterbrechung

Der Startschuss für die Bauarbeiten fiel im Februar, jedoch mussten die Arbeiten dann witterungsbedingt vorläufig eingestellt werden.

Seit dem 8. März geht es auf der Baustelle an der Umgehungsstraße nun weiter. Emsig sind die Mitarbeiter der beauftragten Baufirma seither damit beschäftigt, provisorische Baustraßen zu schaffen.

Die Fahrbahn ist wie geplant bereits halbseitig gesperrt. Eine Ampelschaltung sorgt nun dafür, dass der Autoverkehr im Wechsel die Baustelle an der Bahnbrücke passieren kann. Die Wartzeit für die Kraftfahrer hält sich dabei in erträglichen Grenzen.

Der Damm wird im Brückenbereich um sechs Meter verbreitert

Mit einem Asphalthobel rückt man derzeit auf einer Hälfte dem alten Straßenbelag auf den Leib. Während die Bitumenmassen per Förderband auf Lkws geladen und abtransportiert werden, wird fortlaufend Kies angeliefert und an der zur Stadt zugewandten Südseite neben der Fahrbahn abgeladen. Dort wird der bereits bestehende Straßendamm an der Bahnbrücke für den Bau des neuen Radweges durchschnittlich um drei bis vier Meter verbreitert, im Bereich der Brücke gar um sechs Meter.

Ab Anfang September, eventuell etwas früher, soll wegen der Brückenbauarbeiten die Bundesstraße in dem Bereich voll gesperrt werden. Die Umleitung führt durch die Stadt Kyritz über die Pritzwalker Straße, Perleberger Straße auf die B 5 in Richtung Perleberg und umgekehrt, informierte der Landes­betrieb. Um beide Straßen auf den Umleitungsverkehr vorzubereiten, werden jetzt an verschiedenen Stellen Ausbesserungsarbeiten vorgenommen. Wie die Kyritzer Stadtverwaltung weiterhin informiert, wird der Verkehr an der jeweiligen Baustelle vorbeigeleitet. Diese Arbeiten sollen bis Ende April abgeschlossen sein.

Die Umleitung gilt voraussichtlich bis November. Bis aber wirklich alles geschafft ist, dauert es dann noch eine Weile: „Die Fertigstellung ist für den 31. Juli 2019 ­geplant“, teilte Cornelia Mitschka mit.

Von André Reichel

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