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Die Uni Wien interessiert sich für die Spinner

OPR bereitet Giftaktion vor Die Uni Wien interessiert sich für die Spinner

Die Giftaktion in Ostprignitz-Ruppin gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners wird erstmals von der medizinischen Universität Wien begleitet. Grund: Auch in Österreich leiden Menschen wegen der Brennhaare der Raupen unter Allergien. Deshalb sollen nach der Sprühaktion auch Betroffene in OPR befragt werden. Ab wann in der Region gesprüht wird, ist noch offen.

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Im vergangenen Jahr wurden in Ostprignitz-Ruppin 1400 Eichen vom Boden aus mit dem Fraßgift Dipel ES besprüht. Diesmal sollen mehr als 3400 Bäume besprüht werden.

Quelle: Matthias Anke

Neuruppin. Der Kampf gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners in Ostprignitz-Ruppin wird in diesem Jahr von Mitarbeitern der medizinischen Universität Wien wissenschaftlich begleitet. „Die Kollegen in Wien haben ebenfalls ein Problem mit den Haaren der Raupen“, sagte gestern Werner Fries, Sachgebietsleiter im Gesundheitsamt des Kreises in Neuruppin. Allerdings treten die Tiere dort, im Gegensatz zu Brandenburg, eher konzentriert auf kleineren Flächen auf.

Die Brennhaare der Raupen sind eigentlich ein Fraßschutz gegen Vögel, doch reagieren auch viele Menschen allergisch auf die Haare. Grund: Diese sind innen hohl, dort befindet sich ein Kontaktgift, das zu Hautreizungen und Atembeschwerden führen kann. Mehr als 250 Menschen haben sich im vergangenen Jahr in Ostprignitz-Ruppin wegen derartiger Beschwerden bei ihrem Arzt gemeldet. Deshalb will der Landkreis auch in diesem Jahr gemeinsam mit den Kommunen gegen die Raupen des Spinners vorgehen. Die Uni Wien interessiere sich für die Daten in Ostprignitz-Ruppin und wolle deshalb nach der Sprühaktion Leute befragen, die unter Allergien leiden, sagte Mathias Wittmoser, Ordnungsamtsleiter der Kreisverwaltung. Wittmoser hofft, dass sich viele an den Umfragen beteiligen. Könnte es doch sein, dass der Landkreis von der Auswertung der Daten ebenfalls profitieren kann.

In diesem Jahr sollen in Ostprignitz-Ruppin 3435 Bäume vom Boden aus mit dem Fraßgift Dipel ES besprüht werden. Das sind doppelt so viele wie im Vorjahr (1400). Zudem setzt der Kreis auf Sprühkanonen, die von einem Traktor aus gesteuert werden. „Die haben mehr Kraft als ein Pickup-Fahrzeug“, sagte Wittmoser. Schließlich muss das Fraßgift bis in eine Höhe von bis zu 35 Metern auf die Blätter der Eichen gesprüht werden. Aus der Luft sollen 442 Hektar besprüht werden (Vorjahr 582 Hektar). Für die Giftaktion sind 173 000 Euro eingeplant. Sie startet vermutlich Ende April oder Anfang Mai. „Wir warten nur auf den Austrieb der Eichen“, sagte Wittmoser.

Von Andreas Vogel

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