Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Die Zahl der häuslichen Unfälle nimmt ab

Wittstocks Bürgermeister beim Heimwerken verletzt Die Zahl der häuslichen Unfälle nimmt ab

Bürgermeister Jörg Gehrmann hat sich im Urlaub beim Heimwerken verletzt. Jetzt konnte er aber wie geplant ins Amt zurück kehren. Solche Unfälle im Urlaub sind nicht selten. Wittstocks Unfallchirurg Ralf Greese kennt das. Nach der Wende war es besonders schlimm.

16909 Wittstock 53.1211501 12.5152597
Google Map of 53.1211501,12.5152597
16909 Wittstock Mehr Infos
Nächster Artikel
„Galeriepfad“ in Neuruppin gegründet

Profis haben den Umgang mit der Flex gelernt, gefährlich ist er immer, vor allem beim Heimwerken.

Quelle: Peter Geisler

Wittstock. Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann hatte Pech: Ausgerechnet im Urlaub verletzte er sich mit einem Flexgerät am Fuß. Er selbst nimmt das sportlich: „Ungeschicktes Fleisch muss weg“, sagt er. Es sei auch nur eine Kleinigkeit gewesen. Deshalb war für ihn klar, dass er seine Amtsgeschäfte planmäßig wieder aufnimmt, ohne Krankheitsunterbrechung.

Nach der Wende deutlich mehr Unfälle

Ist Urlaubszeit auch Unfallzeit? Schließlich kann man in der freien Zeit auch mal Dinge erledigen, die sonst im Alltagsstress liegen bleiben. Wenn’s passiert ist, erfährt Ralf Greese zuerst davon. Denn er betreibt seit 2003 als niedergelassener Facharzt in der KMG-Klinik eine Praxis für Unfallchirurgie und Orthopädie. Er sagt: „Eine Häufung von Unfällen zur Urlaubszeit ist nicht zu verzeichnen, allerdings melden sich in den vergangenen Wochen öfter auch Urlauber in der Praxis.“ Dann gehe es meist um Schnittverletzungen oder Fremdkörper wie zum Beispiel Angelhaken, die entfernt werden müssen.

Die Tatsache, dass inzwischen mehr Flüchtlinge als noch vor einigen Jahren in Wittstock leben, mache sich im Praxisbetrieb ebenfalls bemerkbar. Da gehe es mitunter um Verstauchungen oder Brüche. Allgemein sei die Zahl der häuslichen Unfälle aber im Vergleich zu den 1990er Jahren „deutlich zurückgegangen“. Woran das liegt, kann Ralf Greese nur vermuten. Möglicherweise waren die Menschen damals noch nicht recht vertraut mit allerhand Werkzeug, das es in der DDR nicht gab.

Zahl der Freizeitunfälle in Rettungsstelle nicht gestiegen

Wer sich mit einer Verletzung in der Rettungsstelle der KMG-Klinik in der Meyenburger Chaussee meldet, wird an die Praxis von Ralf Greese weitergeleitet. Arne Teschner, Chefarzt in der KMG-Klinik in Wittstock, bestätigt Greeses Erfahrungen, dass die Zahl der Freizeitunfälle in den Urlaubsmonaten nicht wesentlich gestiegen sei. Stattdessen hätten die Ärzte in den Sommermonaten mehr mit den Folgen von Verkehrsunfällen zu tun. In der Ferienzeit seien zudem auch eher Allergien, allergische Reaktionen auf Insektenstiche oder Hitzebeschwerden ein Thema, gerade bei älteren Menschen, die mitunter zu wenig trinken. Denn mehr als ein Liter am Tag solle es mindestens schon sein.

Von Björn Wagener

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg