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Ostprignitz-Ruppin Die Zukunft der Dorfgemeinschaftshäuser
Lokales Ostprignitz-Ruppin Die Zukunft der Dorfgemeinschaftshäuser
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00:17 15.10.2016
Das Dorfgemeinschaftshaus in Ganzer ist bewohnt. Quelle: Wolfgang Hörmann
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Wusterhausen

Brauchen wir sie noch? Oder geht es auch ohne? Wusterhausens Gemeindevertreter hatten am Dienstagabend plötzlich ein Problem auf dem Tisch, das die Mehrzahl der 22 Ortsteile betrifft. Es sind die Dorfgemeinschaftshäuser. Die Diskussion überraschte die Frauen und Männer bei der ersten Sitzung nach der Sommerpause in „Ribbes Partyhaus“. Als Vorsitzende Astrid Hohmann den Tagesordnungspunkt „Anfragen der Gemeindevertreter“ aufgerufen hatte, standen die Begegnungsstätten sofort im Mittelpunkt.

Erhalten, weil als Treffpunkte unbedingt erforderlich, oder abstoßen, weil kaum noch aufgesucht, und damit eine unnötige Kostenstelle im Etat von Kämmerer Tobias Kaminski? Für Barbara Linke von der SPD-Fraktion sind die existenziellen Fragen erst nach gründlicher Prüfung zu beantworten. Zweifellos ist die Ausgangslage für eine solche Analyse nicht einheitlich, wie nur einige Beispiele zeigen.

In Bantikow muss man eine Treppe steigen, um zum Treffpunkt zu kommen. Deshalb können nicht alle ins Haus gelangen. Quelle: Wolfgang Hörmann

So hätte Barsikow gern ein passendes Domizil und will den alten Konsum umbauen lassen. Was daraus wird, steht noch nicht fest. Bantikow besitzt ein Gemeinschaftshaus, das seine besten Zeiten als Kindergarten hatte. Und die da spielten, sind längst selber schon Eltern. Aber es ist regelmäßig Leben in den vier Wänden am Seeufer. Bückwitz? Tolle Bedingungen für Treffen aller Art.

Metzelthin? Wünscht sich ein solches Niveau. Blankenberg? Das Gebäude wird verkauft. Die künftigen Eigentümer sind damit einverstanden, dass der Veranstaltungsraum weiterhin das bleiben kann, was er ist. Sechzehneichen? Das mit öffentlichen Mitteln einst schmuck gemachte Gebäude (immer noch ansehnlich) soll schon zwei Jahre keine Gäste mehr gesehen haben und steht ebenfalls zum Verkauf. Es gibt mehrere Interessenten. Allerdings ist fraglich, ob die „Blankenberg-Option“ hier auch greift. Eine Gemeinsamkeit gibt es aber: Beide kleinen Dörfer haben keinen Ortsvorsteher. Egal, wie die Bedingungen im Einzelnen sind, eine Bestandsaufnahme tut Not.

Bestandsaufnahme bis Jahresende

Der Antrag von Barbara Linke: Bis zum Jahresende soll die Bestandsaufnahme vorliegen. Und das sind die wichtigsten Kriterien: Gegenüberstellung von Ausgaben und Einnahmen unter Einbeziehung aller am jeweiligen Objekt nötigen Sanierungskosten. Alles sollte in den Fachausschüssen beraten werden, ähnlich wie im September 2015 die Analyse der Betriebskosten. Zu prüfen sei auch, ob es Einnahme-Möglichkeiten, zum Beispiel durch Vermieten von Nebenräumen oder Wohnungen, gibt. Die augenblickliche Nutzung der Räume sollte nicht alleiniger Maßstab sein. Das Gemeinschaftsleben könne sich zukünftig anders darstellen. Auch eine zeitweise Vermietung gegenwärtig ungenutzter Räume oder ganzer Häuser sei zu prüfen.

Für die Verfasserin des Antrages, der kurz vor der Sitzung schon in Schriftform verteilt wurde, ist klar: „In den meisten unserer Dörfer fehlen Treffpunkte wie Verkaufsstelle oder Gaststätte. Der Erhalt der Dorfgemeinschaftshäuser erscheint deshalb besonders dringlich. Ehrenamtler, die das soziale Leben organisieren, benötigen Räume.“

Von Wolfgang Hörmann

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