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Die Zukunft des Bauhofs

Neuruppin Die Zukunft des Bauhofs

Soll Neuruppins Stadtbauhof mit gut 20 Mitarbeitern in absehbarer Zeit zu den Stadtwerken wechseln? Bürgermeister Jens-Peter Golde kann sich das gut vorstellen und die Geschäftsführung der Stadtwerke GmbH ebenso. Rückendeckung bekommen sie vom Werksausschuss des Bauhofs.

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Auch die Pflege der Bäume ist eine Aufgabe für die Mitarbeiter des Stadtbauhofs.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die Weichen für die Zukunft des Neuruppiner Stadtbauhofs scheinen gestellt: Alles sieht so aus, als könnte der Bauhof in absehbarer Zeit ein Teil der Neuruppiner Stadtwerke werden. Der Werksausschuss hat sich jedenfalls für den Vorschlag der Stadtwerke und des Bürgermeisters ausgesprochen. Stadtverwaltung, Bauhofleitung und Stadtwerke sollen weiter beraten, wie eine solche Fusion genau aussehen und ablaufen könnte. Das letzte Wort bekommen die Stadtverordneten – auch wenn Bürgermeister Jens-Peter Golde diese Entscheidung rein formal alleine treffen könnte, ohne die Stadtverordneten zu fragen.

Bisher ist der Neuruppiner Stadtbauhof mit seinen gut 20 Mitarbeitern ein sogenannter Eigentrieb der Fontanestadt und anders als die Stadtwerke oder die Wohnungsbaugesellschaft NWG viel abhängiger von der Stadtverwaltung.

Bauhof könnte aufs Gelände der Kläranlage umziehen

Dass Stadtwerke und Bauhof ihre Zusammenarbeit ausbauen, gilt als gesetzt. Los geht es mit dem Bau einer Siloanlage für das Streugut des Winterdienstes (die MAZ berichtete). Weil die Silos auf dem jetzigen Gelände des Bauhofs an der Gentzstraße keinen Platz haben, bieten die Stadtwerke an, sie daneben an der Kläranlage zu bauen. Wenn es nach dem Rathauschef Golde und den Chefs der Stadtwerke Joachim Zindler und Thoralf Uebach geht, könnte daraus über kurz oder lang mehr werden.

Bedingt selbstständig

Eigenbetriebe sind eine besondere Form der kommunalen Unternehmen. Sie sind nicht selbstständig wie etwa eine GmbH und rechtlich ein Teil der Stadtverwaltung.

Andererseits haben sie aber ein eigenes Budget unabhängig vom Stadthaushalt. Eventuelle Verluste trägt die Kommune; eine Insolvenz ist nicht möglich. Eigenbetriebe dürfen aber nur genau festgelegte Aufgaben wahrnehmen.

Der Stadtbauhof kümmert sich unter anderem um Straßenreinigung, Winterdienst und die Pflege von öffentlichen Grünanlagen – aber nur in Neuruppin und den Ortsteilen. Er darf zudem auch für private Kunden arbeiten.

Der Werksausschuss ist eine Art Aufsichtsrat. Er überwacht die Werkleitung und trifft Empfehlungen für die Stadtverordneten.

Sie können sich vorstellen, dass der gesamte Bauhof aus der Gentzstraße ans Klärwerk umzieht. Rund um das jetzige Gelände gibt es ohnehin immer wieder Ärger, weil sich Anwohner belästigt fühlen. Perspektivisch soll aus dem Bauhofgelände sogar ein Wohngebiet werden.

Der Bürgermeister hofft, dass die Stadt bei einer Fusion sparen kann

In einigen Jahren könnte die Stadtwerke als GmbH dann auch die Mitarbeiter des Bauhofs und dessen Aufgaben übernehmen. „Aus einer Sicht hätte das für die Mitarbeiter nur Vorteile“, sagt Christiane Doll, die den Werksausschuss bisher leitet. „Die Aufgaben, die der Bauhof hat, bleiben alle erhalten.“ Womöglich kommen sogar noch weitere hinzu. Also werden auch die Mitarbeiter gebraucht. Eine Fusion mit den Stadtwerken könnte die Jobs noch sicherer machen.

Rund zwei Millionen Euro zahlt Neuruppin im Jahr für die Arbeit des Stadtbauhofs. Bei der Debatte des städtischen Haushalts, gibt es jedes Jahr aufs neue Diskussionen über diese Summe. Golde hofft, dass die Stadt einiges sparen kann, wenn der Bauhof unter dem Dach der Stadtwerke arbeitet. Vielleicht sind dann auch mehr Arbeiten möglich.

Von Reyk Grunow

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