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Die ersten Ja-Sager im neuen Trauzimmer

Wusterhausen Die ersten Ja-Sager im neuen Trauzimmer

„Ja, ich will.“ Die Worte kamen klar und ohne zu zögern. Sandra Miermeister und Christian Wizner gaben am Sonnabend sich als erstes Paar im neuen Wusterhausener Trauzimmer das Ja-Wort. Die Braut staunte nicht schlecht, als sie den Raum wieder sah. Es war ihr ehemaliges Klassenzimmer, dort hatte sie Lesen und Schreiben gelernt.

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Die strahlende Braut Sandra Miermeister lässt sich von ihrem frisch angetrauten Ehemann Christian Wizner den Ring anstecken.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Wusterhausen. Die Kisten und Kartons sind ausgepackt, jeder hat seinen Arbeitsplatz gefunden – im Wusterhausener Rathaus „für den Übergang“ ist der Arbeitsalltag eingezogen. Selbst das technische Problem mit der Telefonlage (die MAZ berichtete) ist gelöst. Bis zum vergangenen Sonnabend fehlte nur noch eine einzige Premiere – die erste Trauung im neuen Rathaus. Seit die komplette Belegschaft das Stammhaus vor grundlegenden Bauarbeiten verlassen musste, wurde zwar schon zweimal geheiratet, nicht jedoch im Trauzimmer in der Schulstraße, sondern im „Alten Laden“ des Wegemuseums. Den Anfang im immer noch stolzen Backsteinbau der ehemaligen Schule machten nun Sandra Miermeister und Christian Wizner.

Gabriele Sauertag führte die Trauung durch

Gabriele Sauertag führte die Trauung durch.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Beim Vorgespräch mit der Standesbeamtin Gabriele Sauerteig nutzte das Paar die Gelegenheit, sich schon mal anzuschauen, wo es denn den Bund fürs Leben schließen würde. Die Braut staunte dabei nicht schlecht, fand sie sich doch plötzlich in ihrem ehemaligen Klassenzimmer wieder. „Das gibt’s doch gar nicht. Hier, wo ich demnächst heiraten will, habe ich Lesen, Schreiben und Rechnen gelernt. Rosemarie Dossmann war meine erste Klassenlehrerin“, erfuhr die nicht weniger verblüffte Standesbeamtin. Sandra Miermeister kam 1993 in die Schule. In Wusterhausen wurden damals zwei Gebäude für den Unterricht genutzt. In den ersten drei Jahren gingen die kleinsten Ranzenträger jeden Morgen in jenes Haus, das schon ihre Eltern und Großeltern aus Kreide-Zeiten kannten. Erst ab Klasse 4 erfolgte der Wechsel in den „Neubau“, der mittlerweile natürlich längst schon keiner mehr ist, als Astrid-Lindgren-Grundschule aber schon mehrere Modernisierungen erfahren hat. Irgendwann wurde der Altbau nicht mehr für die Kinder benötigt. Nachnutzer gab es in den vergangenen Jahrzehnten mehrere, Leerstand ebenfalls. Zuletzt hatte das Wegemuseum hier große Teile seines Depots untergebracht.

Im ehemaligen Klassenzimmer der Braut wurde geheiratet

Im ehemaligen Klassenzimmer der Braut wurde geheiratet.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Als die Sanierung des Rathaus am Marktplatz aktuell wurde und die Verwaltung einen Ausweichort suchte, bot sich die „Alte Schule“ an. Nach einigen kosmetischen Veränderungen und erheblicher technischer Aufrüstung ist am Ende deutlich mehr als eine Notlösung herausgekommen – auch zum würdevollen Heiraten, wie ein glückliches Ehepaar Wizner nach dem Ja-Wort gern bestätigte. Es teilte damit die Meinung von Eltern, Verwandten und Freunden. „Es war eine wunderbare Zeremonie. Das Trauzimmer bot einen würdigen Rahmen“, fand auch Trauzeugin Stephanie Schmeier. Die Fortsetzung des „Familientreffens der besonderen Art“, wie es die Standesbeamtin nannte, fand nach dem festlichen Akt und einer Kutschfahrt des Brautpaares zum Ufer des Klempowsees im Wusterhausener Schützenhaus statt. Die Eheschließung wurde als Nr. 29/2017 im Register vermerkt. Nr. 30 folgte noch am selben Tag. Gabriele Sauerteig traute ein weiteres Paar, diesmal in der Turmhalle der Stadtkirche St. Peter und Paul.

Von Wolfgang Hörmann

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