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Ostprignitz-Ruppin Die gute Seele des Brausebachs
Lokales Ostprignitz-Ruppin Die gute Seele des Brausebachs
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00:17 20.05.2016
Am Brausebach schaut Jürgen Kernke (links) regelmäßig nach dem Rechten. Diesmal begleitet von Ortsvorstehern Irmgard Ritzmann. Quelle: Christian Bark
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Zootzen

Wer mal richtig schön ausspannen will, sollte auf jeden Fall den Brausebach besuchen, wie Zootzens Ortsvorsteherin Irmgard Ritzmann empfiehlt. In den 50er Jahren aus einem Bächlein zum Tummelplatz für Fische vergrößert, gilt das Naturhabitat für Zootzener und Touristen heute als eines der schönsten Naherholungsgebiete der Region. „Gut, dass wir hier jemanden haben, der sich darum kümmert, dass alles so schön bleibt“, freut sich Ritzmann.

Dieser jemand ist Jürgen Kernke. Vor 16 Jahren zog der heute 71-Jährige von Köln in den kleinen Ort. Der Liebe wegen, wie er sagt. „Seine Lebensgefährtin hat ihn für sich nach Zootzen geangelt“, sagt Irmgard Ritzmann und lacht. Das „geangelt“ ist zum Teil wörtlich zu nehmen, denn Kernke und seine bessere Hälfte sind passionierte Angler und warten am liebsten am Brausebach darauf, dass ihnen Forelle und Co. an die Haken gehen. „Von Aal bis Zander beißt hier alles“, weiß der pensionierte Schlachter.

An die 15 Bänke hat Jürgen Kernke entlang des Brausebachs aufgestellt. Quelle: Christian Bark

In Verbindung mit seinem Angelhobby lag Kernke auch viel daran, dass die Umgebung des Brausebachs für seine Sportsfreunde und andere Erholungswillige zum Verweilen einlädt. Darum hatte er mehrere Holzbänke gebaut, die entlang der acht Kilometer langen Route um den Brausebach verteilt sind. „Hier muss ich unbedingt wieder eine hinstellen“, verweist Kernke auf die morschen Holzreste einer Bank. Das Material dazu bekommt er aus einem Wäldchen auf seinem Grundstück, für das Zusammenbauen opfere der Rentner viel Zeit und Mühe. „Wenn wir Frühjahrsputz machen ist Jürgen immer einer der Ersten, die mit anpacken“, lobt Ritzmann den 71-Jährigen. Dann komme es schon vor, dass er allein der Bushaltestelle einen neuen Anstrich verpasse. Da habe der Wahlzootzener eben seinen eigenen Kopf.

Engagement muss Hürden überwinden

Den hatte er auch 1961, als die Berliner Mauer gebaut wurde, wie sich der Rentner erinnert. Statt in seine Heimatstadt Königs Wusterhausen zu fahren, wo er eine Mauerlehre machen musste, weil ihm nichts Anderes angeboten wurde, verließ er die DDR über Westberlin. „Am nächsten Tag war die Grenze dicht“, sagt er. Im Westen habe er dann seine Wunschausbildung zum Schlachter machen können.

Etwas zu wollen, es aber nicht zu dürfen, damit hat Kernke auch am Brausebach zu kämpfen. Seit einigen Jahren habe sich dort der Biber angesiedelt. „Bäume, die ins Wasser fallen, dürfen wir nicht bergen“, sagt er. Diese försterliche Anweisung habe aber schon dazu geführt, dass sich so manche Angelschnur in dem Geäst verheddert hätte. Und noch etwas hätte der 71-Jährige gern: Eine Sondergenehmigung, das Habitat mit dem Auto befahren zu dürfen. „Bislang muss ich dafür immer den Förster fragen“, moniert er. Dabei müsse der Rentner, um Gras und Gestrüpp mähen zu können, so weit wie möglich mit dem Gerät vorfahren können. „Meine Knochen sind nämlich auch nicht mehr die besten“, erklärt er.

Von Christian Bark

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