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Ostprignitz-Ruppin Die lange Suche nach rollstuhlgerechter Bleibe
Lokales Ostprignitz-Ruppin Die lange Suche nach rollstuhlgerechter Bleibe
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02:15 30.09.2017
Vanessa Schirge (2. v. l.) vor der Wohnung, die für sie hergerichtet wird. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

Gute Nachrichten für Vanessa Schirge aus Wittstock. Seit Anfang der Woche ist ihre Gehbehinderung von offizieller Seite anerkannt. Das Landesamt für Soziales und Versorgung (LASV) in Cottbus bewilligte der jungen Frau den Stempel „G“ (Gehbehinderung). Damit hat sie die entscheidende Hürde gemeistert, um schließlich in eine größere und rollstuhlgerechte Wohnung umziehen zu können.

Die vergebliche Suche nach einer passenden Wohnung

Zur Erinnerung: Anfang Juli wandten sich Vanessa und Nathan Schirge aus Wittstock an die MAZ. Die 28-Jährige leidet an der zentronukleären Myopathie, die im weiten Sinn eine Form von Muskelschwund ist. Die Krankheit ist nicht heil- und auch nicht therapierbar. In einigen Jahren wird Vanessa Schirge deshalb dauerhaft im Rollstuhl sitzen. Seit einem Jahr suchte das Ehepaar vergeblich eine geeignete Wohnung. Mehr als eineinhalb Jahre bemühte sich Vanessa Schirge beim LASV vergeblich um den Stempel „G.“ Mit der anerkannten Gehbehinderung erfüllt das Ehepaar Schirge die Voraussetzungen für den Umzug in eine 82 Quadratmeter große und Rollstuhl gerechte Wohnung im Rote-Mühle-Quartier in Wittstock. Die junge Frau bezieht eine Teilerwerbsrente; daher übernimmt das Amt für Grundsicherung in Neuruppin die Wohnungskosten. „Ich habe nun sofort alle Unterlagen beim Amt eingereicht. Jetzt bin ich sehr zuversichtlich und optimistisch, dass alles auf einem guten Weg ist und zu einem guten Ende kommt“, sagt Vanessa Schirge.

Immobilienfirma reagiert nach MAZ-Bericht

Nach dem MAZ-Bericht im Juli reagierte Dosse Immobilien in Wittstock. Dieses Unternehmen verwaltet im Auftrag der Treucon Real Estate aus Berlin 284 Wohnungen im Rote-Mühle-Quartier. Bei dem Angebot handelt es sich um eine Dreiraumwohnung im Hochparterre in der Albrecht-Dürer-Straße 1. In diesem Haus laufen bis Jahresende Umbauarbeiten mit Fahrstuhleinbau. Das LASV beschleunigte nach Gesprächen mit der MAZ und Treucon das Verfahren bei Vanessa Schirge. „Bei besonderen Anliegen und Hinweisen ziehen wir auch die Bearbeitung einzelner Fälle vor“, so LASV-Pressesprecherin Petra Schmoger.

Vermieter hat Wohnung extra frei gehalten

„Wir finden das schön, dass alle Bemühungen auf fruchtbaren Boden gestoßen sind“, sagt Doris Kohlmetz, Geschäftsführerin bei Dosse Immobilien. Und: „Wir hatten dem Ehepaar versprochen, die Wohnung so lange frei zu halten, bis eine Entscheidung vom Landesamt für Versorgung vorliegt.“ Bereits im Juli erhielt die Wittstocker Architektin Martina Grubetzki den Auftrag von Treucon, diese altengerechte Wohnung unter dem Aspekt Rollstuhlnutzung unter die Lupe zu nehmen. „In diesem Zuge entstand ein völlig neuer Grundriss und die Dreiraum- wird nun in eine Zweiraumwohnung umgewandelt“, sagt Yvonne Popp, Treucon-Managerin aus Berlin. Die Wohnungen im Rote-Mühle-Quartier gehören zum sozialen Wohnungsbau. „Daher setzen wir uns im Einzelfall für unsere Mieter ein“, so Popp. Und: „Sollten noch weitere Hürden für Vanessa Schirge auftauchen, würden wir uns auch an das entsprechende Ministerium wenden“,so Popp.

Von Christamaria Ruch

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