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Ostprignitz-Ruppin Die schnellste Ladestation gibt’s in Neuruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Die schnellste Ladestation gibt’s in Neuruppin
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16:03 15.10.2015
Wirtschaftsminister Albrecht Gerber nahm in Neuruppin zur Elektromobilität Stellung. Quelle: Mischa Karth
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Neuruppin

Für Wirtschaftsminister Albrecht Gerber stand der gestrige Termin schon lange fest. Mit den Elektroauto-Pionieren vom Oberstufenzentrum war er im Frühjahr ins Gespräch gekommen, hatte spontan die Schirmherrschaft für das Team Ruppin-Jet übernommen und sich zu einer Podiumsdiskussion zur Elektromobilität einladen lassen. Dass am Mittwoch nun, am Tag der Diskussion, das Autozentrum Treskow eine neue Schnellladestation für Elektrofahrzeuge in Betrieb nahm, war für Gerber nach eigenem Bekunden eher eine Nebensache. Trotzdem ließ es sich der Minister nicht nehmen, das symbolische Startsignal zu geben und das erste Fahrzeug zu betanken.

Für die Besitzer eines strombetriebenen Fahrzeugs in der Region dürfte die Inbetriebnahme der neuen Tankstelle hingegen weitaus wichtiger gewesen sein als die anschließende Diskussion um die Zukunft der Elektromobilität. Sie können fortan an einem „Triple-Charger“ ihre Akkus in nur 20 Minuten zu 80 Prozent aufladen. Drei Steckertypen – CCS, Typ 2 AC und CHAdeMO – stehen hierfür zur Verfügung. Solch schnelle Ladestationen sind bislang eher die Ausnahme, bislang fand sich im Umkreis nur in Herzsprung eine ähnliche Anlage. In dieser Ausführung ist es landesweit die Erste.

Autohaus-Chefin Cornelia Krell und Witrschaftsminister Albrecht Gerber enthüllten die Ladestation. Quelle: Mischa Karth

Cornelia Krell, Geschäftsführerin des Autozentrums Treskow, hofft auf „eine Initialzündung für das Land Brandenburg“. Die Idee einer schnellen Lademöglichkeit in Treskow sei schon vor einiger Zeit entstanden, als Nissan begann, sein Stromfahrzeug „Leaf“ zu forcieren. Krell ist von dem Konzept überzeugt. „Die Autos müssen auf die Straße“, so die Geschäftsführerin.

Mittlerweile ist der japanische Autobauer in diesem Segment in einer Allianz mit Renault Marktführer. Nach eigenen Angaben hat sind weltweit mehr als 200 000 Elektrofahrzeuge verkauft. Da die Reichweite vieler E-Autos nach wie vor begrenzt ist, hat sich der Konzern auch den bundesweiten Netzausbau auf die Fahnen geschrieben.

Elektrofahrzeuge vor allem für Pendler interessant

In Brandenburg seien die Fahrzeuge gerade für Pendler interessant, sagte Robert Echtermeyer, Leiter von Nissan Berlin. „Es ging nie darum, 2,5 Milliarden Verbrenner sofort zu verdrängen“, so Echtermeyer. Vielmehr sei es wichtig, Nischen zu besetzen und zum Beispiel eine Anbindung an den ÖPNV zu schaffen. „75 Prozent aller Fahrzeuge werden nicht mehr als 60 Kilometer am Tag bewegt“, so Echtermeyer. Er richtete seinen Appell an Gerber, regionale Projekte zu fördern.

In Neuruppin könnten vor allem Stadt- und Kreisverwaltung sowie die Kliniken in Sachen Elektromobilität nachlegen, glaubt Joachim Zindler, Chef der Stadtwerke. „Wie müssen die Menschen in den Köpfen erreichen“, sagte Zindler. Bei der Erweiterung des Mittelspannungsnetzes in der Innenstadt habe man bereits ein Kabel für eine Ladestation am Schulplatz vorgesehen.

Von Mischa Karth

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