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Die zwei Seiten der Gefahr

Straßenprobleme in Jabel Die zwei Seiten der Gefahr

In dem kleinen Dorf Jabel gibt es aktuell zwei Straßenprobleme: Das Holperpflaster „Zur Mergelkuhle“ ist vielen Einwohnern ein Dorn im Auge. Außerdem wird eine Verkehrsberuhigung in der Jabeler Dorfstraße angestrebt. Die Einwohner sollen mitreden.

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Kopfsteinpflasterstraße „Zur Mergelkuhle“.

Quelle: Björn Wagener

Jabel. Gefahr kann viele Seiten haben. Zwei davon rückten jüngst auf der Ortsbeiratssitzung in Jabel in den Mittelpunkt. In beiden Fällen geht es um Straßen.

Fall 1: Die kleine Kopfsteinpflasterstraße „Zur Mergelkuhle“. Sie ist alt, holprig und rund. Der Buckel in der Mitte lässt Pkw-Fahrer regelmäßig fürchten, mit dem Unterboden des Fahrzeugs aufzusetzen. Viele gehen dem Problem aus dem Wege, indem sie den Buckel unter eine Räderseite nehmen. „Zur Mergelkuhle“ ist zwar nur eine kleine Seitenstraße, aber sie führt zum modernen Dorfgemeinschaftshaus. Das heißt, bei Veranstaltungen sind viele Autos und Fußgänger dort unterwegs. Letztere haben kaum bessere Bedingungen. Ein Gehweg fehlt. Das wird vor allem von älteren Einwohnern moniert, die den Weg nur ungern auf sich nehmen, weil sie fürchten, zu stolpern oder gar zu fallen. Deshalb kommt schon seit zwei Jahren immer wieder die Forderung nach einer Sanierung. Ortsvorsteher Tobias Bröcker zweifelt allerdings daran, dass das zeitnah passiert. Denn die Straße ist eine Anliegerstraße. Das heißt, die dortigen Anwohner müssten die Kosten dafür komplett selbst tragen. Fördermittel gebe es nicht. Das bestätigt auch die Bauamtsleiterin der Gemeinde Heiligengrabe, Andrea Asse. „Das ist momentan kein Thema. Es geht eher um die Instandhaltung“, sagt sie. Allerdings werde man sich im Dezember damit befassen, welche Baumaßnahmen 2016 anvisiert werden sollen.

Fall 2: Die Jabeler Dorfstraße führt nicht nur einmal rund durch den Ort. Wer sie geradeaus weiterfährt, bewegt sich parallel zur A 19 in Richtung Biesen und passiert dabei auch eine Autobahnbrücke. Seit diese Verbindung hergerichtet wurde, sei sie eine beliebte Abkürzung für Kraftfahrer, die aus Richtung Freyenstein kommen und auf dem Weg nach Jabel oder weiter nach Glienicke und Zaatzke oder auch Richtung Heiligengrabe nicht extra Wittstock passieren wollen. Dabei ist diese Strecke eigentlich nur für landwirtschaftliche Fahrzeuge gedacht. Zudem ist die Beschilderung nicht eindeutig. Aus Richtung Biesen ist die Durchfahrt für Pkws per Verkehrsschild verboten. Aus Richtung Jabel hingegen gibt es lediglich den Hinweis, dass für Lkws keine Wendemöglichkeit bestehe. Die Jabeler verspüren jedoch ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf der Strecke. Auch fahren Kraftfahrer dort öfter zu schnell. Aus Gründen der Sicherheit – vor allem für Kinder – plädiert der Ortsbeirat deshalb dafür, die Jabeler Dorfstraße in Richtung dieser Verbindungsstraße bis zum Ortsausgangsschild zu einer Spielstraße zu erklären. Bisher ist das allerdings nur ein Vorschlag. Ob tatsächlich versucht werden sollte, das so umzusetzen, will der Beirat nicht allein entscheiden. Deshalb wird demnächst zu einer Bürgerversammlung eingeladen, bei der es darum gehen wird. Das kündigte Ortsvorsteher Tobias Bröcker an.

Von Björn Wagener

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