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Diebe scharf auf Wertsachen

Weniger Autodiebstähle in Ostprignitz-Ruppin Diebe scharf auf Wertsachen

Von der deutschen Hauptstadt der Autodiebstähle, Frankfurt (Oder), ist der Landkreis Ostprignitz-Ruppin weit entfernt - sowohl auf der Landkarte als auch von den Zahlen der gestohlenen Autos in der Region. Die Zahl der Diebstähle ist in den vergangenen Jahren sogar gesunken. Dafür werden immer mehr Autos aufgebrochen.

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Die Zahl der Autoeinbrüche nimmt in Ostprignitz-Ruppin ab.

Quelle: dpa

Neuruppin. Von der deutschen Hauptstadt der Autodiebstähle, Frankfurt (Oder), ist der Landkreis Ostprignitz-Ruppin weit entfernt - sowohl auf der Landkarte als auch von den Zahlen der gestohlenen Autos in der Region. Denn während in der Oder-Stadt von 100000 zugelassenen Fahrzeugen im Vorjahr 844 gestohlen wurden, lag die Zahl der Diebstähle im Verwaltungsgebiet der Polizeidirektion Nord, zu dem neben der Prignitz und Oberhavel auch der Kreis Ostprignitz-Ruppin zählt, bei gerade mal 282.

Im Vergleich zu den Vorjahren zeichnet sich ein positiver Trend für die Region ab. Waren es 2010 noch weit mehr als 300 Diebstähle, sank die Zahl 2011 und 2012 immer weiter. Für Dörte Röhrs, Sprecherin der Polizeidirektion Nord, ist dies ein Ergebnis der Bemühungen der Polizei, eventuelle Autodiebe schon im Vorfeld abzuschrecken. "Die Beamten zeigen nachts verstärkt Präsenz auf den Straßen, wenn sie auf Streife sind", sagt Röhrs. Autodiebe sollen so das Gefühl bekommen, dass sie bei einem Diebstahl schnell erwischt werden könnten.

Die Routen der Streifenwagen werden im Vorfeld festgelegt. "Dabei schauen wir, wo in letzter Zeit viele Delikte vorgekommen sind", erklärt Röhrs. Straßen mit weniger Diebstählen werden aber nicht vernachlässigt, betont die Pressesprecherin. "Wir decken natürlich alle Bereiche ab. In den Gebieten, in denen viel passiert, schauen wir nur besonders aufmerksam hin."

Zugleich gibt Dörte Röhrs Tipps, wie Autofahrer ihr Fahrzeug besser vor Diebstählen schützen können. "Wer eine Garage hat, sollte diese auch nutzen und am besten verschließen." Dies würde viele Diebe bereits abschrecken. Wer auf der Straße parkt, sollte sich laut Röhrs "nicht unbedingt die dunkelste Ecke der Straße" aussuchen. "Eine Laterne in der Nähe kann schon helfen, weil die Diebe Angst haben, im Licht schneller entdeckt zu werden."

Während die Anzahl der Autodiebstähle in den vergangenen Jahren stetig abgenommen hat, ist die Zahl der aufgebrochenen Autos im selben Zeitraum gestiegen. Ziel der Täter ist in solchen Fällen nicht der Wagen selbst, sondern sie suchen nach Wertsachen. 2012 gab es im Bereich der Polizeidirektion Nord 1630 Delikte (2010: 1512 / 2011: 1565).

Doch auch hier gibt Dörte Röhrs Hinweise, wie sich Autobesitzer vor solchen Delikten schützen können. Denn viele Opfer würden die Täter durch im Innenraum zurückgelassene Wertsachen quasi zum Einbruch in den Wagen einladen. "Ganz wichtig ist, dass die Fahrer keine Rucksäcke, Taschen oder Navigationsgeräte im Auto liegen lassen", sagt Röhrs.

Auch mit einer Decke abgedeckte Sachen würden einen Diebstahl nicht verhindern. "Die Täter ahnen dann schon, dass unter der Decke etwas Wertvolles versteckt ist", warnt Röhrs. Besser sei, Wertsachen aus dem Auto herauszunehmen oder - wenn nicht anders möglich - während der Parkdauer in den Kofferraum zu legen.

Von Odin Tietsche

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