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Ostprignitz-Ruppin Dienstältestes Mitglied im Posaunenchor
Lokales Ostprignitz-Ruppin Dienstältestes Mitglied im Posaunenchor
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00:17 09.07.2016
Kurt Pekrul probt im Chor und alle zwei Tage zu Hause das Trompetenspiel. Quelle: ): Christamaria Ruch
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Heiligengrabe

Aus dem jungen Burschen ist mittlerweile der dienstälteste Bläser im Posaunenchor in Heiligengrabe geworden. Kurt Pekrul blickt auf 60 Jahre Chorarbeit zurück. Mit zwölf Jahren begann er mit dem Instrumentenspiel, heute ist er 72.

„Der 1949 gegründete Posaunenchor suchte 1956 weitere Mitglieder“, erinnert sich Kurt Pekrul. Der damalige Chorleiter Erich Wunsch war Nachbar der Familie. „Er sagte, ich soll mal ausprobieren, ob ich ein paar Töne aus der Trompete bekomme.“. Gesagt, getan – es funktionierte. Somit war der Grundstein für seine Laufbahn im Posaunenchor gelegt. „Musik ist meine Heimat, Musik braucht der Mensch, sonst geht es nicht“, lautet das klare Bekenntnis von Kurt Pekrul. Vor dem Eintritt in den Chor hatte er schon drei Jahre lang Akkordeon gespielt.

Der Lack ist ab: Auf dieser Trompete spielte Kurt Pekrul Ende der 1950er Jahre. Quelle: Ruch

Einige Jahre später verließ der junge Kurt zunächst seinen Heimatort. Als Elek­triker arbeitete er in den 1960er Jahren in der Lausitz. Daneben besuchte er vier Jahre die Abendschule, holte sein Abitur nach und absolvierte später noch ein Fernstudium zum Elektrotechniker. „Zeit für den Posaunenchor war in dieser Zeit natürlich nicht mehr“, so Pekrul. Gut zehn Jahre lang kehrte er nur als Besucher in sein Heimatdorf zurück. 1974 zog er dann mit seiner eigenen Familie nach Heiligengrabe und wohnt im alten Zollhaus aus der Zeit um 1848.

Mit weichen Tönen brilliert die Tuba

„Im Chor habe ich in all den Jahren alle Stimmen gespielt – die erste und zweite Stimme mit der Trompete, dann Tenorhorn und Tuba und jetzt wieder Trompete“, so Kurt Pekrul. Mit dem Piston, der kleinen Trompete, legte er den Grundstein für seine Bläserarbeit. Besonders schwer im doppelten Sinne ist es, die Tuba zu spielen. Vier bis fünf Jahre blies er dieses gut 15 Kilogramm schwere und 1,1 Meter hohe Instrument. „Dafür braucht man sehr viel Luft und wegen der Größe ist die Tuba meist unbeliebt.“

Doch vor allem der weiche Ton macht die Tuba zu einem harmonischen Instrument inmitten des Bläserchores. „Viele bevorzugen die Zugposaune, weil sie viel leichter zu spielen ist“, so Pekrul. Fingerfertigkeit, gutes Reaktionsvermögen und ein schnelles Auge gehören zu den Qualitäten im Posaunenchor. „Man muss die Noten vorausschauend lesen, die Muskulatur der Lippen trainieren und alles beim Spiel koordinieren“, sagt der Kenner. Jeden zweiten Abend übt er das Spielen zu Hause.

Zum Repertoire des 67 Jahre alten Ensembles gehört ein breites Spektrum. Klassik, geistliche Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch bis hin zu Volksliedern beherrschen die 16 Mitglieder. Von jungen Bläsern bis zum 72 Jahre alten Kurt Pekrul setzt sich der Chor aus allen Altersstufen zusammen. Der Pritzwalker Kirchenmusiker Maxim Burtsev leitet nun den Posaunenchor. Er ist der siebente Chorleiter seit der Gründung im Jahre 1949. „Im Chor ist eine sehr gute Gemeinschaft“, so Kurt Pekrul. Jeden Donnerstag um 19.30 Uhr treffen sich die Mitglieder zur Probe und bereiten sich auf ihre Auftritte bei Gottesdiensten oder Festen vor.

Von Christamaria Ruch

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