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Ostprignitz-Ruppin Dieser Film geht von Kinderhand
Lokales Ostprignitz-Ruppin Dieser Film geht von Kinderhand
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16:36 11.03.2018
Die Fünftklässler und der Regisseur Roland Helia setzen Bild für Bild in der Trickboxx zusammen. Quelle: Christamaria Ruch
Heiligengrabe

Acht Bilder ergeben eine Filmsekunde. Am Ende reihen sich gut 1000 einzelne Phasen aneinander und flimmern in zwei Minuten über die Leinwand. Wenn die Bilder laufen lernen, entsteht ein Animationsfilm.

Der Trick mit der Trickboxx

Seit Montag setzen sich die Fünftklässler aus der Nadelbachgrundschule in Heiligengrabe mit diesem spannenden Thema auseinander. An ihrer Seite haben sie die Schulsozialarbeiterin Birgid Blum. Doch erst wenn der Regisseur Roland Helia aus Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) anreist, kann die Produktion starten. „Ich bin seit 2003 jedes Jahr hier zu Gast“, sagte Roland Helia am Donnerstag. Im Gepäck hat er immer die Trickboxx. In diesem weißen Kasten steckt ein ausgefeiltes System, um in Verbindung mit Computertechnik Trick- oder Animationsfilme zu drehen. Die Trickboxx stammt aus Schweden und erobert seit Ende der 1990er Jahre auch Deutschland. Der Regisseur ist im Auftrag des Landesinstituts für Schule und Medien (Lisum) Berlin-Brandenburg unterwegs. „Geschichte, Drehbuch, Geduld und Teamgeist werden gebraucht, dann entstehen schöne Filme“, sagt Roland Helia. Der Landkreis und die Gemeinde Heiligengrabe unterstützen das Projekt aus dem Sozialraumbudget.

Hanna und Anna

Hanna und Anna gehören zum Filmteam. „Wir sind mehr als 20 Kinder, und fast jeder hatte eine Idee für die Geschichte“, sagt Hanna. „Da muss man Kompromisse finden“, weiß Anna. Unter dem großen Thema Freundschaft und Tiere standen zunächst viele Ideen im Raum. „Am Mittwoch gab es dann die Abstimmung über den Filmtitel“, sagt Birgid Blum.

Hund und Katze

„Hund und Katz – eine Tierfreundschaft“ heißt der Animationsstreifen. Dabei geht es um Lea, die ihren 11. Geburtstag feiert. Das Mädchen hat schon den Hund „Spike“. Auf dem Geburtstagstisch sitzt eine Überraschung, denn die Katze „Emma“ ist für Lea auserkoren. Lea ist so begeistert, dass sie über ihre neue Tierfreundin den Hund fast vergisst. Dann nimmt die Geschichte an Fahrt auf, denn „Spike“ ist plötzlich verschwunden.

„Da muss man ganz schön kreativ sein, und auch die Proportionen müssen immer stimmen“, sagt Anna über die Filmarbeit. Sämtliche Figuren und Requisiten haben die Mädchen und Jungen entworfen, ausgemalt und ausgeschnitten.

Freiwillige Arbeit am Nachmittag

Dann beginnt im Schneckentempo die Filmproduktion. Neben sechs Unterrichtsstunden von Montag bis Freitag hängen einige Schüler täglich noch freiwillig ein bis zwei Stunden dran und bringen die Filmproduktion voran. „Am Anfang macht alles Spaß, doch dann muss man konzentriert weiterarbeiten, wenn die Lust verschwindet“, sagt Hanna. Sie gehört zu den Schülern, die auch noch am Nachmittag am Film arbeiteten.

Die Premiere wird wieder im Kino Astoria in Wittstock laufen. Außerdem hält am Ende jeder der Mitwirkenden noch eine Film-CD in der Hand.

Von Christamaria Ruch

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