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Diskussion über Kyritzer Klostergarten

Umstrittener Bebauungsplan Diskussion über Kyritzer Klostergarten

Die geplante Bebauung des Kyritzer Klostergartens spaltet die Einwohner der Knatterstadt: in Befürworter und Gegner dieses Vorhabens. Vor der Kamera sind nun noch einmal die Argumente ausgetauscht worden.

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Morgens wurde am und im Klostergarten gedreht. Auf dem Marktplatz setzte sich die Diskussion mittags fort.

Quelle: Sandra Bels

Kyritz. Sehr langsam biegt der blaue Robur um die Ecke an der ehemaligen Wäscherei in Kyritz. Vor der Klosterpforte in der Johann-Sebastian-Bach-Straße 2b warten schon etliche Kyritzer auf ihn. RBB-Moderator Marc Lan­­gebeck springt aus dem Wagen. Er wird von einem Kameramann begleitet. Befürworter und Gegner der Bebauungspläne für den Kyritzer Klostergarten warten auf ihn.

In Kyritz spaltet seit Monaten die von den Stadtverordneten beschlossene Bebauung des Klostergartens die Bevölkerung. Die Gegner, unter anderem zahlreiche Knattermimen, die den Garten pflegen, erhalten und für Theateraufführungen nutzen, sagen, dass damit ein einmaliges Kleinod und Ambiente zerstört wird. Die Befürworter, zum Beispiel vom Förderverein Klosterviertel, finden das nicht und sehen das Areal künftig als zentralen Kulturstandort in der Innenstadt.

Langebeck will sich vor Ort alles anschauen und die Menschen befragen. Er ist mit dem blauen Robur in Brandenburg unterwegs und besucht Orte, an denen Menschen mit einem Problem kämpfen. Seine Tour in Kyritz beginnt im Klostergarten, wo die Pläne erklärt werden. Später geht es weiter auf dem Marktplatz. Dort erläutert unter anderem die Kyritzer Bauamtsleiterin Angela Schulz das Vorhaben. Ein Neubau ist ihrer Meinung nach unumgänglich, da öffentliche Einrichtungen barrierefrei sein müssten, was im Klausurflügel des Klosters nicht realisierbar sei. Zudem seien Teile des von den Gegnern als Alternative vorgeschlagenen Konzepts aus dem Jahr 2007 nicht genehmigungsfähig, so die Bauamtsleiterin. Die Stadt sei deshalb von ministerieller Seite aufgefordert worden, es zu überarbeiten.

Emotionen spielen in der Diskussion eine große Rolle

Der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Thomas Settgast (SPD), hält die Pläne für den Klostergarten für wichtig und attraktiv, weil sie mehr Nutzung als bisher ermöglichen würden. Das sei zwingend notwendig für die Zukunft von Kyritz, fügte er an. „Selbst der Landeskonservator befürwortet die Pläne als unverzichtbar“, so Thomas Settgast.

Schon morgens an der Klosterpforte ist klar: Emotionen spielen eine große Rolle in der Diskussion. Das erste Streitgespräch beginnt bereits vor der Tür. Befürworter und Gegner werfen ihre Argumente in den Ring. Die Befürworter freuen sich darauf, dass ein zentraler Standort für Kunst, Kultur und Geschichte entstehen soll mit dem Einzug der Bibliothek, eines Museums und der Tourismusinformation sowie mit den neuen Veranstaltungsräumen.

2000 Unterschriften gesammelt

Der Kyritzer Stadtverordnete Dieter Groß (Linke), steht auf der Seite der Gegner, die für die Sanierung des Klausurflügels sind, aber den Klostergarten erhalten wollen. Groß sagt: „Man kann den Willen des Volkes nicht kippen.“ Deshalb sei er gespannt auf die Entscheidung der Stadtverwaltung über das Bürgerbegehren gegen die ­Bebauungspläne. Die Bürgerinitiative „Rettet den Klostergarten“ hatte kürzlich mehr als 2000 Unterschriften gegen die ­Pläne ins Rathaus gebracht, wo sie jetzt geprüft werden. Das Ergebnis wird bei einer Sondersitzung der Stadtverordneten am 26. August bekannt gegeben. Erklären die Stadtverordneten das Bürgerbegehren für zulässig und ­entsprechen ihm anschließend, indem sie ihren Beschluss aufheben, dann sind die Pläne gekippt. Bleibt der Beschluss bestehen, kommt es zum Bürgerentscheid.

Die ganze Diskussion wird am Dienstagabend ab 19.30 Uhr in der RBB-Nachrichtensendung Brandenburg aktuell zu sehen sein.

Von Sandra Bels

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