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Ostprignitz-Ruppin Doppelgemeinde geht zusammen ihren Weg
Lokales Ostprignitz-Ruppin Doppelgemeinde geht zusammen ihren Weg
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00:18 31.10.2016
Ortsvorsteher Torsten Gerloff ist Landwirt wie seine Vorfahren es schon waren. Quelle: Wolfgang Hörmann
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Teetz-Ganz

Als ganz Brandenburg 2014 zuletzt kommunal wählte, da gab es am Rande des ehemaligen Kreises Kyritz etwas Neues. Teetz-Ganz wählte sechs Mitglieder in einen Ortsbeirat. Das war die doppelte Anzahl als sonst und die logische Konsequenz aus dem Ergebnis von Bürgerentscheiden in beiden Ortsteilen am 22. September 2013. Damals hatten sich die ­Wahlberechtigten hier wie da ­entschieden, sich zu vereinen und zur Bindestrich-Kommune zu werden.

Beide Dörfer, die nur 2000 Männer-Schritte voneinander entfernt liegen, durften ein Trio für den Beirat in die „Ehe“ mitbringen. So kamen Maria Gerloff, Andrea Alte, Anja Büchner, Florian Klahn, Frank Knöfelt und Torsten Gerloff in „Regierungsverantwortung“.

Die Satelliten umkreisten den Planeten an der Knatter

Das Wort übertreibt natürlich maßlos. Regiert wird nämlich in Kyritz. Teetz-Ganz ist einer der Ortsteile. Er wurde mehr oder weniger freiwillig bis Ende 2002 eingegliedert in die Stadt-Kommune , so, wie Rehfeld und Berlitt, Bork und Lellichow, Mechow und Gantikow, Holzhausen und später auch Drewen. Das ging nicht von jetzt auf gleich. Die Satelliten umkreisten den Planeten an der Knatter erst eine ganze Weile. Bevor sie sich zum Andocken bewegen ließen, verhandelten sie knallhart die Beitrittsverträge. Aber jeder für sich. Es ging um ihre Zukunft. Schließlich gaben sie nicht weniger als ihre Eigenständigkeit auf, manche meinten sogar, auch die Identität.

In Teetz und Ganz wollte eigentlich nie jeder so richtig sein eigenes Süppchen kochen. Das mag auch daran gelegen haben, dass die beiden Ortsvorsteher Jens (Ganz) und Torsten Gerloff (Teetz) aus einem Stall kamen. Sie sind Brüder, selbstständige Landwirte, wie es schon Großvater und Vater waren. Dörflich-Unverwechselbares zu erhalten lag beiden am Herzen. „Das geht aber auch vereint, vielleicht sogar besser“, sagt Torsten Gerloff, aktueller Ortsvorsteher von Teetz-Ganz. So oder so sei man „weit weg von der Stadt“, in jeder Beziehung. „Die Dörfer müssen dort aber gehört werden.“ Eine Stimme gibt er ihnen als Stadtverordneter in der „Kyritz Land-Wählergruppe“ (KLW).

Gefeiert wird abwechselnd in den beiden Dörfern

In seiner Doppelgemeinde ist Torsten Gerloff darauf bedacht, dass sich keine der beiden Hälften vernachlässigt fühlt. So ist jüngst das Oktoberfest in Ganz gefeiert worden. Zur Rentnerweihnachtsfeier wird dafür demnächst ins Teetzer Gemeindehaus eingeladen. Dabei kann es dann schon passieren, dass man sich wie im vergangenen Jahr nach Kaffee und Kuchen die Beine vertritt und in der benachbarten Kirche landet. Das kleine Weihnachtskonzert hier war ein Versuch. Spätestens, als alle gemeinsam sangen, durfte er als gelungen bezeichnet werden.

Man müsse sich auch mal Veränderungen zutrauen, ist Gerloffs Ansicht. Und er traut sich. So fallen die Dorffeste gegenüber jenen Feiern der ­Nachbarorte schon durchaus aus dem Rahmen wenn es langsam Abend wird. Wo anderswo am Nachmittag zu Bienenstich und Erdbeertorte gemeinhin der DJ auflegt, beginnen Bands aus nah und fern ihre Stücke zu spiele. Sie tun es rockig, fetzig, handgemacht, laut - und mit dem eigenen ­Feuerwehrchor zu Beginn auf der Bühne. Der singt „Teetz, du meine Perle“. Ein Hauch von Wacken, einem der weltgrößten Heavy-Metal-Festivals, liegt dann für ein paar Stunden in der Luft. „Teetz de la Music“ am Ufer der Dosse startete in diesem Juni bereits in die dritte Runde. Und die nächste steht bei vielen, vor allem jungen Zuhörern, schon wieder im Kalender.

Von Wolfgang Hörmann

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