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Doppeltes Geld für Spielplatzbau möglich

Heiligengrabe Doppeltes Geld für Spielplatzbau möglich

Die Prämie aus dem Gewinn bei der Tour de Prignitz in Höhe von 5000 Euro soll wie bei den anderen vier Siegen in einen Spielplatz fließen. Die Gemeinde möchte sie verdoppeln lassen. Möglich macht das die Förderrichtlinie für Spielplätze des Brandenburger Bildungsministeriums. Aber die Kommune muss sich sputen.

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Der Spielplatz in Papenbruch entstand 2015 mit 20 000 Euro aus einer Gewinnspielaktion.

Quelle: Christamaria Ruch

Heiligengrabe. Spielplätze können seit dem 1. Juni dank der Förderrichtlinie „Spiel.Platz“ vom Brandenburger Bildungsministerium einer Frischzellenkur unterzogen werden. Zielgruppe sind amtsfreie Gemeinden mit weniger als 15 000 Einwohnern. Die Vorhaben werden mit 50 Prozent der Gesamtkosten gefördert. Jede antragstellende Kommune kann maximal 5000 Euro beantragen und muss den gleichen Betrag noch als Eigenanteil einbringen.

Insgesamt stehen 500 000 Euro bei „Spiel.Platz“ zur Verfügung. De Mittel stammen aus den Lotto-Konzessionsabgaben. Dabei können Spielplätze gebaut, ergänzt, saniert oder instand gesetzt werden. Auch Spielplätze in Kitas oder Grundschulen können gefördert werden, sofern sie öffentlich zugängig sind.

„Diese neue Förderrichtlinie kommt wie gerufen“, sagt Holger Kippenhahn, Bürgermeister der Gemeinde Heiligengrabe. Denn gerade holte Heiligengrabe zum fünften Mal den Gesamtsieg bei der Tour de Prignitz. Damit ist eine Prämie in Höhe von 5000 Euro verbunden. Schon jetzt steht fest, dass diese Mittel erneut in einen Spielplatz der Gemeinde investiert werden. Bisher profitierten Spielanlagen in Blandikow, Heiligengrabe, Liebenthal und Maulbeerwalde von den Tourgewinnen. „Bei den vorherigen Toursiegen konnten wir mit Hilfe eines anderen Fördertopfes die Mittel aufstocken“, sagte Holger Kippenhahn. Dabei handelte es sich um ehemaliges Parteivermögen der SED, das über die Landesministerien ausgereicht wurde.

Treffpunkt Spielplatz

Treffpunkt Spielplatz: Holger Kippenhahn und Kitakinder aus Zaatzke tummeln sich in Grabow auf der Rutsche.

Quelle: Christamaria Ruch

„In allen 14 Ortsteilen gibt es Spielplätze, aber sie befinden sich auf einem unterschiedlichen Stand“, so Kippenhahn. Noch ist völlig offen, in welchem Ortsteil die Kinder bald neue Spielgeräte in Besitz nehmen können. „Wir werden das im Laufe des Jahres genau entscheiden“, sagte der Bürgermeister. „Die Wünsche sind immer umfangreicher als die finanziellen Mittel“, räumte er ein. Und: „Ich habe schon die Kämmerin der Gemeinde in die Spur geschickt, um die Modalitäten für diese Förderrichtlinie im Detail zu klären“, sagte Kippenhahn.

Nun sind wie der Tour de Prignitz sportliche Qualitäten gefragt. Denn Anträge können bis 30. September beim Bildungsministerium eingereicht werden. Fördermittel für „Spiel.Platz“ werden in der Reihenfolge des Eingangs bewilligt.

Von Christamaria Ruch

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